Mittwoch, 05. September 2018 Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel

17:59 Uhr
Gefahr für 12.000 - Dax rutscht immer tiefer

Einen weiteren Rückschlag müssen Anleger am deutschen Aktienmarkt verkraften - der Dax verliert erneut deutlich und schließt 1,4 Prozent niedriger bei 12.040 Punkten. Innerhalb einer Woche hat er damit mehr als 500 Punkte eingebüßt, die 12.000-Punkte-Marke gerät in Gefahr. Der Euro-Stoxx-50 geht mit einem Minus von 1,3 Prozent aus dem Handel.

Die Anleger bewerten die Risiken für die Aktienmärkte höher und fahren ihre Bestände daher weiter nach unten. Die Gründe sind die gleichen wie am Vortag. Es geht um den im Hintergrund weiterhin schwelenden Handelsstreit sowie die sich verselbstständigende Krise in den Schwellenländern.

Während der Streit zwischen den USA und China aktuell etwas in den Hintergrund getreten ist, gilt das Augenmerk den Gesprächen zwischen den USA und Kanada. US-Präsident Donald Trump hat klargemacht, dass er sich eine nordamerikanische Freihandelszone Nafta notfalls auch ohne den nördlichen Nachbarn vorstellen kann.

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Größter Gewinner im Dax sind die Aktien der Commerzbank, die 3,1 Prozent zulegen. Die Bank wird jedoch aller Voraussicht nach am 21. September ihren Platz im Dax an Wirecard verlieren - am Abend wird die Entscheidung der Deutschen Börse dazu bekanntgegeben. Im TecDax verbuchen Wirecard Verluste und geben 5,7 Prozent ab.

Im Dax verbuchen außerdem Deutsche Bank, Vonovia und Daimler verbuchen noch Gewinne zwischen 0,3 und 0,1 Prozent. Damit endet aber auch die Gewinnerliste. Die der Verlierer ist länger: Ganz unten im Dax landen RWE und SAP mit Verlusten von jeweils mehr als 3 Prozent.


17:07 Uhr
Probleme mit Schieferöl - Halliburton stürzen ab

Mit der Warnung vor einem Gewinndämpfer hat Halliburton vergrault die Anleger in New York. Die Aktien des Öldienstleisters fallen um 5,8 Prozent auf 37,20 Dollar.

Firmenchef Jeff Miller warnte auf einer Konferenz in New York, nachlassende Aktivitäten in der US-Schieferölförderung und schleppende Geschäfte im Nahen Osten könnten die Gewinne im laufenden Quartal belasten.

Unter anderem Engpässe bei den Pipelines und ein angespannter Arbeitsmarkt machten Probleme, führte Miller aus. "Wir haben in unseren Kalendern mehr weiße Flecken als erwartet."


16:22 Uhr
Brexit-Hoffnung lässt Pfund nach oben schießen

Das britische Pfund schießt am Nachmittag deutlich nach oben auf zuletzt 1,2960 Dollar - nach 1,2830 zuvor. Auch zum Euro zieht die britische Währung deutlich an.

Neil Wilson von Markets.com verweist auf Berichte, denen zufolge Großbritannien und Deutschland bereit seien, wichtige Brexit-Anforderungen fallen zu lassen, was möglicherweise den Weg zu einem Deal zwischen der EU und Großbritannien vor dem Jahresende ebnen könnte.

Zwar gebe es noch keinen Durchbruch, aber immerhin einen Schritt in Richtung Handelsabkommen nach dem Brexit, heißt es im Handel.

Zwar gebe es noch keinen Durchbruch, aber immerhin einen Schritt in Richtung Handelsabkommen nach dem Brexit, heißt es im Handel.

(Foto: picture alliance / dpa)
 


15:55 Uhr
Angriffspläne von Instagram belasten Zalando

Spekulationen um verstärkte Konkurrenz im Internet belasten die Aktien von Modehändlern wie Zalando. Händler verweisen auf einen Bericht eines Internet-Branchendienstes, wonach die Facebook-Tochter Instagram an einer eigenen Shopping-App arbeitet.

Wann der Dienst starten solle, sei noch unklar, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Geplant sei, dass der Kunde die Produkte über eine App der Bilderplattform ansehen und kaufen könne.

Die Papiere von Zalando fallen in der Spitze um 4,3 Prozent auf den tiefsten Stand seit knapp viereinhalb Monaten. In London geben Asos vier Prozent nach, Boohoo fallen um drei Prozent.


15:44 Uhr
Wall Street kommt kaum vom Fleck

Vor einer drohenden neuen Runde im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit halten sich die Anleger von der Wall Street fern. Der Dow Jones und der S&P 500 treten auf der Stelle, während der Nasdaq-Composite 0,4 Prozent abrutscht.

Unter den Einzelwerten stehen Facebook erneut unter Druck. Die Aktien des Online-Netzwerks fallen um 0,7 Prozent. Auch Twitter verlieren zwei Prozent. Manager beider Unternehmen sollen heute vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats zu möglichen Versäumnissen während des Wahlkampfes 2016 gehört werden. Ihnen wird vorgeworfen, zu langsam auf russische Wahlbeeinflussung reagiert zu haben.


15:11 Uhr
Kryptowährungen brechen schlagartig ein

Die Kurse vieler Kryptowährungen erleben heute binnen kurzer Zeit starke Verluste. Der Wert einer Einheit des Bitcoin - der bekanntesten digitalen Währung - gibt um gut 5 Prozent nach und fällt auf führenden Handelsplattformen wie Bitstamp oder Bitfinex unter 7000 US-Dollar. Andere Kryptowährungen wie Ether oder Eos geraten noch stärker unter Druck und verlieren teilweise mehr als ein Zehntel ihres Werts.

Ein konkreter Grund für den Kursrutsch war laut Händlern zunächst nicht auszumachen. Erst Mitte August war der Bitcoin-Kurs unter 6000 Dollar gesunken. Anschließend hatte sich der Bitcoin-Kurs wieder berappelt und war je nach Handelsplattform wieder bis auf rund 7400 Dollar gestiegen.

Immer wieder kommt es bei Kryptowährungen zu heftigen Schwankungen, die unter anderem durch spekulative Handelsaktivitäten ausgelöst werden.

Immer wieder kommt es bei Kryptowährungen zu heftigen Schwankungen, die unter anderem durch spekulative Handelsaktivitäten ausgelöst werden.

(Foto: imago/photothek)
 


14:21 Uhr
Conti-Vorstand warnt: "Situation sehr ernst"

Der Vorstand des Autozulieferers Continental schlägt Alarm: In einem Brandbrief fordert er seine Spitzenmanager in scharfen Worten zu verstärkten Anstrengungen. "Unsere derzeitige, geschäftliche Situation ist sehr ernst", heißt es in dem Brief, aus dem zuerst die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" zitiert hatte.

Der Vorstand kündigt auch personelle Änderungen im Management an. Neben Wachstumsprogrammen soll es auch externe Unterstützung für schwächelnde Geschäftsbereiche geben. Wegen schwächerer Geschäfte und höherer Kosten hatte Conti Mitte August zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Gewinnprognose für 2018 gesenkt.


13:42 Uhr
Anleger feiern US-Vorstoß von William Hill

Seit der gerichtlichen Aufhebung eines Sportwetten-Verbots in den USA suchen britische Buchmacher ihr ihr Heil in den Vereinigten Staaten. So auch William Hill - was die Anleger besonders freut. Die Aktien legen gegen den Börsentrend bis zu 6,6 Prozent zu.

Das Unternehmen vereinbarte einen Sportwetten-Vertrag mit 25 Jahren Laufzeit mit dem Kasino-Betreiber Eldorado Resorts. Durch den Deal, der 26 Kasinos in 13 Bundesstaaten umfasst, rechnet William Hill mit einem Umsatzschub.

Firmenchef Philip Bowcock hofft auf steigende Erlöse durch das US-Geschäft.

Firmenchef Philip Bowcock hofft auf steigende Erlöse durch das US-Geschäft.

(Foto: REUTERS)


13:10 Uhr
Banken dominieren den Dax

Deutsche Bank und Commerzbank führen mit weitem Abstand die Liste der Kursgewinner im Dax an. Im Handel wird auf die gesamteuropäische Branchenentwicklung verwiesen, die unter anderem von der politischen Entspannung in Rom profitiere. Commerzbank legen 3,5 Prozent zu, Deutsche Bank steigen um 1,7 Prozent.


12:33 Uhr
Katar spricht mit RWE über Flüssiggas-Terminal

Der weltgrößte Exporteur von Flüssiggas (LNG), Qatar Petroleum, hat Interesse an einer Beteiligung an einem deutschen LNG-Terminal angemeldet. "Wir sind sehr ernsthaft an einer Beteiligung (…) interessiert und reden mit Uniper und RWE", sagte Konzernchef Saad Al Kaabi dem "Handelsblatt".

Die beiden deutschen Unternehmen wollen ihr Geschäft mit LNG ausbauen. Von RWE und Uniper gab es zunächst keine Stellungnahme. Einen Terminal gibt es dafür in Deutschland bislang nicht. Im Gespräch sind seit Jahren Standorte in Wilhelmshaven und Brunsbüttel.

(Foto: picture alliance / Tim Brakemeie)
 


11:44 Uhr
Dürre und Rezession - Südafrikas Währung stürzt ab

Nach dem überraschenden Abgleiten Südafrikas in eine Rezession gerät das Land an den Börsen zunehmend unter Druck. Die Landeswährung Rand wertete weiter ab. Der Dollar verteuert sich um mehr als zwei Prozent auf 15,69 Rand. Seit Jahresbeginn hat die Landeswährung rund 20 Prozent verloren. Am Aktienmarkt in Johannesburg fällt der Leitindex um bis zu 1,4 Prozent.

Das lange boomende Südafrika ist im zweiten Quartal erstmals seit der weltweiten Finanzkrise 2009 wieder in die Rezession gerutscht. Für die unerwartet schlechten Konjunkturdaten sorgte vor allem die geringere landwirtschaftliche Produktion, die um knapp 30 Prozent einbrach. Auch die Unternehmen investierten weniger.

Südafrika hatte zuletzt mit einer Dürre zu kämpfen.

Südafrika hatte zuletzt mit einer Dürre zu kämpfen.

(Foto: REUTERS)
 


11:06 Uhr
Staatsfonds steigt aus schmutzigen Geschäften aus

Der eine Billion Dollar schwere Staatsfonds Norwegens - der größte seiner Art - will nur noch in Unternehmen investieren, die streng nachhaltig wirtschaften. Ein Schwerpunkt der Norweger liegt dabei auf der Bekämpfung der Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik.

"Wir investieren in Entwicklungsländer und in Firmen, die Lösungen für ein umweltfreundliches Wirtschaften erforschen", sagte der für den Fonds verantwortliche Manager Yngve Slyngstad. "Wir werden uns nun aus Firmen zurückziehen, die nicht nachhaltig wirtschaften." Eine der Forderungen des gewichtigen Investors an die Unternehmen ist der Schutz der Ozeane.

Plastikmüll gilt als eine große Bedrohung für das Leben in den Ozeanen.

Plastikmüll gilt als eine große Bedrohung für das Leben in den Ozeanen.

(Foto: picture alliance / dpa)
 


10:36 Uhr
Saudis wollen Trump mit billigem Öl helfen

Saudi-Arabien will mehreren Insidern zufolge den Ölpreis bis nach den US-Kongresswahlen im November stabil halten. Angestrebt werde ein Preis zwischen 70 und 80 Dollar pro Barrel, sagten mehrere Insider aus Opec und Ölindustrie.

Nachdem das Königreich den für dieses Jahr geplanten Börsengang des staatlichen Ölkonzerns Aramco auf Eis gelegt hat, braucht das Land zwar Geld, um den angestrebten Umbau der saudi-arabischen Wirtschaft wie geplant voranzutreiben. Zugleich wolle der US-Verbündete aber Rücksicht auf US-Präsident Donald Trump nehmen, hieß es in den Kreisen.

Trump hatte im April Druck auf Saudi-Arabien ausgeübt, vor den Kongresswahlen im November den Rohölpreis unter Kontrolle zu halten, damit die Treibstoffkosten in den USA nicht weiter ansteigen.

US-Präsident Donald Trump (r) und der saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.

US-Präsident Donald Trump (r) und der saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.

(Foto: picture alliance / ---/SPA/dpa)
 


10:03 Uhr
Immer mehr Klagen gegen Bayer - Aktie rutscht ab

Wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat sieht sich Dax-Konzern Bayer inzwischen mit rund 8700 Klagen in den USA konfrontiert. Mit weiteren Klagen sei zu rechnen, erklärte der Pharma- und Agrarchemiekonzern in seinem veröffentlichten Quartalsbericht. Zuletzt waren rund 8000 Klagen bekannt.

Die Aktie des Pharma- und Chemiekonzerns geht unterdessen auf Tauchstation – mit einem Minus von 2,8 Prozent ist sie größter Verlierer im Dax. Neben dem Glyphosat-Problem werden die wegen der Monsanto-Übernahme verspätet vorgelegten Geschäftszahlen an der Börse als durchwachsen bezeichnet.


09:26 Uhr
Dax fällt in Richtung 12.000-Punkte-Marke

Nach den deutlichen Verlusten vom Vortag gerät der Dax heute weiter unter Druck: Zu Handelsbeginn geht es um bis zu 0,6 Prozent nach unten auf 12.135 Punkte. Auch der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 verliert 0,6 Prozent.

Vor der nächsten Runde der Verhandlungen im Handelsstreit zwischen den USA und Kanada sind die Anleger weiter vorsichtig. Der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau lehnt Zugeständnisse in Kernfragen bei den Gesprächen um die Neuauflage des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta ab. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende damit gedroht, die Verhandlungen platzen zu lassen.

Unabhängig davon rechnen Börsianer damit, dass US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen neue Strafzölle auf chinesische Importe im Volumen von 200 Milliarden Dollar verhängt.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.



08:43 Uhr
US-Daten einen Tag später - Ölpreise geben nach

Mit den Ölpreisen ist es am Morgen leicht nach unten gegangen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 77,85 US-Dollar. Das waren 32 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung sank etwas stärker um 47 Cent auf 69,40 Dollar. Wesentliche Handelsimpulse blieben zunächst aus.

Die normalerweise immer am Mittwoch anstehenden Regierungsdaten zu den amerikanischen Ölbeständen werden in dieser Woche erst am Donnerstag veröffentlicht. Grund ist, dass der vergangene Montag in den USA ein Feiertag war. Damit verschiebt sich ein meist wichtiger Einflussfaktor auf das tägliche Handelsgeschehen am Rohölmarkt um einen Tag.


08:29 Uhr
JD.com-Chef Liu wird Vergewaltigung vorgeworfen

(Foto: REUTERS)
Der Chef und Gründer des chinesischen Onlineriesen JD.com, Richard Liu, ist laut Polizei in der vergangenen Woche wegen des Verdachts auf Vergewaltigung festgenommen worden. Dies geht aus einem Polizeibericht hervor. Die vorübergehende Festnahme in den USA war bereits in der Nacht zu Montag bekanntgeworden, bisher waren die Hintergründe jedoch unklar gewesen. Häusliche Gewalt spiele bei dem Vorfall am späten Freitagabend keine Rolle. Das derzeit laufende Ermittlungsverfahren wird demnach frühestens Freitag beendet. Erst danach könne es zu einer Anklage kommen.

Der 45-Jährige war ohne Auflagen und Kaution freigelassen worden und befindet sich inzwischen wieder in der Volksrepublik. Der Amazon-Konkurrent teilte zuvor mit, die Anschuldigungen gegen Liu seien unbegründet.


08:17 Uhr
Minuszeichen dominieren in Asien

Aus Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen des US-Handelsstreits mit diversen Staaten ziehen sich Anleger aus den asiatischen Börsen zurück. Der japanische Nikkei-Index verlor 0,3 Prozent und schloss bei 22.626 Punkten. Die Börse Shanghai büßte sogar 0,9 Prozent ein.

Die Börsianer rechnen damit, dass US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen neue Strafzölle auf chinesische Importe im Volumen von 200 Milliarden Dollar verhängt. Kopfschmerzen bereitete Investoren außerdem der Taifun Jebi, der über die japanische Insel Honshu hinwegfegt und unter anderem den wichtigen Flughafen Kansai bei Osaka lahmlegte. Vor diesem Hintergrund fiel der Index für die japanische Luftfahrt-Branche zeitweise auf ein Zwölf-Monats-Tief von 316,52 Punkten.

Die Aktien von Fast Retailing stiegen dagegen um drei Prozent. Der Betreiber des auch in Deutschland aktiven Modehändlers Uniqlo steigerte seinen Umsatz auf dem japanischen Heimatmarkt den Angaben zufolge um 8,8 Prozent.


08:11 Uhr
Abgabe bei Bayer-Aktie nach Zahlen erwartet

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)
Als durchwachsen werden im Handel in einer ersten Einschätzung die Quartalszahlen von Bayer eingestuft. Der Umsatz sei zwar über den Erwartungen ausgefallen, dafür habe das bereinigte Ebitda die Prognosen verfehlt. Zurückhaltend sei zudem der wegen der Monsanto-Übernahme revidierte Ausblick ausgefallen.

Bayer strebt im laufenden Jahr einen Umsatz von mehr als 39 Milliarden Euro an - hier liege die Markterwartung bereits bei 39,5 Milliarden. Beim "Core-EPS" rechne Bayer für 2018 mit einem Gewinn zwischen 5,70 und 5,90 Euro, hier liege die Erwartung bei 6,07 Euro.

Ein Händler spricht von einer Fortsetzung des negativen Nachrichtenflusses bei Bayer und rechnet mit Abgaben in der Aktie. Vorbörslich wird der Kurs 1,5 Prozent niedriger gestellt.


07:53 Uhr
Ausmaß der Vapiano-Gewinnwarnung überrascht

Im Handel stellt man sich auf Abgabedruck in Vapiano nach der Gewinnwarnung des Systemgastronomen vom Vorabend ein. Dabei überrasche weniger die Gewinnwarnung per se als deren Höhe, heißt es. Das Unternehmen erwartet für 2018 nun nur noch einen bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 42 bis 47 Millionen Euro. Bisher sollte der Gewinn auf 48 bis 54 Millionen Euro steigen.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn mehr als 25 Prozent an Wert verloren - ein Teil der Gewinnwarnung dürfte daher bereits eingepreist sein, heißt es. Erste Indikationen sehen die Aktie rund 8 Prozent schwächer.


07:38 Uhr
Euro berappelt sich etwas

Der Euro hat wieder etwas an Wert gewonnen. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1595 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Insgesamt hielten sich die Kursbewegungen am Devisenmarkt aber zunächst in Grenzen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs des Euro am Dienstagnachmittag auf 1,1562 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte dürften sich Anleger unter anderem auf Konjunkturdaten konzentrieren. Im Euroraum stehen die stets beachteten Einkaufsmanager-Indizes für die Dienstleister auf dem Programm. Zudem werden Umsatzzahlen der Einzelhändler veröffentlicht. Diese geben einen Hinweis auf die Stärke des Privatkonsums.

In den USA stehen Daten vom Außenhandel an. Sie erlangen Aufmerksamkeit wegen des Handelsstreits zwischen den USA und unter anderem China.


07:24 Uhr
Asien-Vorgaben sprechen gegen Dax-Anstieg

(Foto: dpa)
Die europäischen Börsen dürften heute wenig verändert in den Handel starten. An den Risikofaktoren, insbesondere Handelsstreit und Schwellenländerkrise, hat sich nichts geändert. Das dürfte weiter für Zurückhaltung bei den Investoren sorgen. In Frankfurter notierte der Dax vorbörslich 0,1 Prozent höher bei 12.226 Punkten.

Die USA und Kanada wollen heute die Handelsgespräche wieder aufnehmen. US-Präsident Donald Trump hat klargemacht, dass er sich eine Nafta notfalls auch ohne den nördlichen Nachbarn vorstellen kann. Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat klargestellt, dass eine Neuauflage des Abkommens einen Mechanismus zur Schlichtung von Streitfällen nach Kapitel 19 des bisherigen Abkommens beinhalten müsse. Andernfalls werde sein Land kein neues Abkommen unterzeichnen. Die USA hatten bei bilateralen Verhandlungen mit Mexiko jüngst einen Durchbruch erzielt.

Die Vorgaben aus Asien sprechen ebenfalls gegen steigende Kurse in Europa. In China hat sich der Caixin-Service-PMI im August abgeschwächt. Damit nähert sich der Index der Expansionsschwelle bei 50.


07:06 Uhr
Chinas Dienstleister verlieren an Fahrt

Das Wachstum bei den Dienstleistern in China hat im August erneut an Schwung verloren. Der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex fiel auf 51,5 Zähler von 52,8 Punkten im Vormonat. Das ist der niedrigste Stand seit zehn Monaten. "Der Einkaufsmanagerindex weist daruaf hin, dass die expansive Kreditpolitik und aktive Haushaltspolitik noch ihre Auswirkungen zeigen müssen", sagte CEBM-Experte Zhengsheng Zhong.

Auch die Industrie im Reich der Mitte verlor zuletzt an Fahrt. Der Composite-Index, der Dienstleister und Industrie zusammenfasst, fiel auf 52,0 Punkten von 52,3 Zählern im Vormonat.


06:48 Uhr
Australiens Wirtschaft wächst seit 27 Jahren

(Foto: picture alliance / epa AAP Bhp B)
Wachstumsland Australien: Die dortige Wirtschaft hat mit dem zweiten Quartal 27 Jahre ungebrochenes Wachstum hinter sich gebracht. Im jüngsten Berichtszeitraum expandierte die Wirtschaft zudem stärker als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt kletterte in den drei Monaten um 0,9 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal und 3,4 Prozent im Jahresvergleich. Es war das höchste Tempo seit fast sechs Jahren, wie das Australian Bureau of Statistics mitteilte. Ökonomen hatten ein Plus von 0,7 Prozent im Quartals- und 2,8 Prozent im Jahresvergleich prognostiziert.

Die wichtigsten Wachstumstreiber waren der private Konsum, die Bauwirtschaft, Exporte und die Bergbauindustrie. Der Kohleabbau lieferte den höchsten Beitrag seit 2014 ab.

Allerdings steht die an Bodenschätzen reiche australische Wirtschaft auch vor Herausforderungen, nicht zuletzt durch die angespannten Handelsbeziehungen zwischen den USA und China.


06:39 Uhr
Japan verzeichnet Verluste - China kaum verändert

Die Börse in Tokio hat zur Wochenmitte im Minus tendiert. Experten machten dafür Sorgen über die internationalen Handelskonflikte verantwortlich. "Heute sollen die US-kanadischen Gespräche weitergehen", sagte Masahiro Ichikawa von Sumitomo Mitsui Asset Management. "Das sorgt dafür, dass der Handel ganz vorne steht. Dann gibt es noch den US-chinesischen Handelsstreit und die Turbulenzen bei den Währungen der Schwellenländer, über die sich der Markt Sorgen machen muss."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag 0,3 Prozent tiefer bei 22.635 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent und lag bei 1710 Punkten. Die Börse in Shanghai lag unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen trat ebenfalls auf der Stelle. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,2 Prozent.

Ein Euro wurde mit 1,1595 US-Dollar bewertet, faktisch unverändert zum späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 111,67 Yen gehandelt nach 111,44 Yen in den USA.