Wirtschaft

Zu hohe Vergütung Neuer Air-France-KLM-Chef in der Kritik

Der Kanadier Benjamin Smith tritt am Montag seinen Posten als neuer Chef von Air-France-KLM an.

Der Kanadier Benjamin Smith tritt am Montag seinen Posten als neuer Chef von Air-France-KLM an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf den neuen Konzernlenker von Air-France-KLM wartet ein schwieriger Einstieg. Der Kanadier Benjamin Smith soll am Montag seine Stelle antreten - inmitten eines Tarifstreits, in dem es auch um sein eigenes Gehalt geht.

Inmitten eines Tarifstreits tritt der neue Chef von Air France-KLM, Benjamin Smith, am Montag seinen Posten an. Das teilte die französisch-niederländische Luftfahrtgesellschaft in Paris mit. Der Kanadier muss mit einem frostigen Empfang rechnen. Auf Kritik stößt unter anderem Smiths Vergütung, die mit bis zu 4,25 Millionen Euro pro Jahr mehr als dreimal so hoch ausfallen könnte wie die seines Vorgängers Jean-Marc Janaillac.

Der 47-Jährige soll den seit Monaten schwelenden Tarifstreit mit der Belegschaft schlichten. Auch neue Streiks gelten als nicht ausgeschlossen. Auf einen Aufruf haben die Gewerkschaften aber vorerst verzichtet. Zwischen Februar und Juni waren Piloten und Bodenpersonal für insgesamt 15 Tage in Streik getreten, um die Forderung von 5,1 Prozent mehr Geld für dieses Jahr durchzusetzen. Die Ausstände kosteten die Gruppe 335 Millionen Euro.

Die französischen Gewerkschaften hatten bei Smiths Ernennung Mitte August auch kritisiert, dass Air France mit dem Kanadier erstmals einen ausländischen Konzernlenker bekommt. Der Franzose Janaillac hatte Anfang Mai vor dem Hintergrund eines Gehaltsstreits mit den Gewerkschaften seinen Rücktritt angekündigt.

Smith hat seine Karriere in der Luftfahrt- und Reisebranche gemacht. Bisher war er Nummer zwei bei Air Canada. Zuvor leitete der studierte Ökonom sein eigenes Reiseunternehmen und war bei Air Ontario tätig. Er muss nun versuchen, eine Lösung für die festgefahrene Situation bei der französischen Sparte Air France zu finden.

Quelle: n-tv.de , psa/dpa/AFP

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