Wirtschaft

Kartellamt gibt grünes Licht Karstadt und Kaufhof dürfen fusionieren

Die einstigen Konkurrenten in der Düsseldorfer Innenstadt.

Die einstigen Konkurrenten in der Düsseldorfer Innenstadt.

(Foto: imago/Marianne Müller)

Karstadt gilt als letzte Rettung von Konkurrent Kaufhof. Einem Zusammenschluss der beiden deutschen Warenhaus-Urgesteine standen bisher noch Kartellbedenken entgegen. Die scheinen nun zerstreut.

Das Bundeskartellamt erhebt keine Einwände gegen die geplante Fusion von Karstadt und Kaufhof. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Unternehmenskreise meldete, will die Behörde am Freitag ihre Freigabe für die Fusion der beiden Warenhäuser erteilen. Auflagen solle es keine geben. Laut "FAZ" will das Kartellamt anders als erwartet keine zweite, vertiefende Prüfungsphase anschließen.

Wie die "FAZ" weiter berichtete, rechnen Kenner mit einem Zusammenschluss der Unternehmen noch Ende dieses Monats - und damit noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft.

Die Eigentümer von Karstadt und Kaufhof, die österreichische Signa-Holding und der kanadische Handelskonzern HBC, hatten am 11. September mitgeteilt, die beiden Warenhausketten zusammenzuschließen. Die Karstadt-Mutter Signa soll dabei einen Anteil von 50,01 Prozent an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen halten, HBC 49,99 Prozent.

Am 9. Oktober meldeten Signa und HBC die geplante Fusion beim Bundeskartellamt an. Die Behörde hatte einen Monat Zeit für die Prüfung, könnte diese aber um bis zu drei Monate verlängern. Signa-Chef René Benko hatte dem "Handelsblatt" gesagt, die Fusion sei "die Rettung des Unternehmens" Kaufhof. Die Kette sei "in einem ähnlich besorgniserregenden Zustand wie 2014 Karstadt". Damals hatte Benko Karstadt übernommen.

Die Gewerkschaft Verdi sprach sich gegen die Verschmelzung der Kaufhausketten aus und appellierte an die Eigentümer, keine Stellen abzubauen. Es gibt Befürchtungen, dass im Zuge der Fusion bei Kaufhof 5000 von rund 20.000 Stellen wegfallen könnten.

Quelle: n-tv.de , lou/AFP

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