Wirtschaft

"Mehr Sicherheit für dich" Facebook wirbt für EU-weiten Datenschutz

Die Anzeige von Facebook.

Die Anzeige von Facebook.

(Foto: Christian Herrmann)

Ab 25. Mai gelten für Internetunternehmen europaweit einheitliche Regeln beim Datenschutz. In ganzseitigen Anzeigen wirbt überraschend auch Facebook für das Gesetz, um das Vertrauen seiner Nutzer zurückgewinnen.

Angesichts des Skandals um den millionenfachen Missbrauch von Nutzerdaten geht Facebook in die Offensive. Das Unternehmen hat zum Start in die neue Woche ganzseitige Werbeanzeigen in überregionalen Tageszeitungen geschaltet, in denen es für die neue EU-Gesetzgebung zum Datenschutz wirbt, die Ende Mai in Kraft tritt. Das Gesetz bedeute "mehr Sicherheit für dich", schreibt Facebook in den Werbeanzeigen.

Zu den Unternehmen, die durch die EU-Regeln zu mehr Datenschutz verpflichtet werden gehöre auch Facebook selbst, betont das Unternehmen. "Wie gesetzlich vorgesehen, werden wir dich bitten, zu überprüfen, wie wir deine Daten nutzen dürfen." Nutzer würden zudem die Möglichkeit haben, "jederzeit" auf ihre Daten zuzugreifen, sie herunterzuladen oder sie zu löschen.

Die EU hatte die Datenschutz-Grundverordnung, auch DSGVO genannt, vor zwei Jahren beschlossen. Sie gilt ab dem 25. Mai und macht Internetunternehmen europaweit gültige Vorgaben für die Speicherung und den Schutz von Daten. Nutzer sollen durch das Gesetz leichter gegen Datenmissbrauch vorgehen können. Bei Verstößen drohen den Unternehmen hohe Strafen in zweistelliger Millionenhöhe.

Zuckerberg lobt DGSVO

Facebook war zuletzt aufgrund des Datenmissbrauchs in die schwerste Krise seiner 14-jährigen Geschichte gestürzt. Die Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Usern waren bei der britischen Firma Cambridge Analytica gelandet und sollen unerlaubt für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgeschlachtet worden sein.

Unternehmenschef Mark Zuckerberg hatte die europäische Datenschutz-Grundverordnung zuletzt bereits bei einer Anhörung vor dem US-Kongress ausdrücklich begrüßt. "Ich denke, es ist die richtige Regulierung", sagte er. Die Europäer hätten "die Dinge richtig gemacht". Facebook wolle die in diesem Regelwerk vorgesehen Kontrollen weltweit anwenden.

Quelle: n-tv.de , chr/AFP

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