Wirtschaft

Kosten für den Ausbau BER benötigt weitere drei Milliarden Euro

Ein Teil des verwaisten Hauptstadtflughafens. Noch fliegt hier niemand ab.

Ein Teil des verwaisten Hauptstadtflughafens. Noch fliegt hier niemand ab.

(Foto: dpa)

Die Kosten für den Hauptstadtflughafen sind seit Baubeginn von zwei auf 6,5 Milliarden Euro gestiegen. Nun heißt es: Der weitere Ausbau soll bis 2030 weitere drei Milliarden Euro verschlingen.

Für den weiteren Ausbau des neuen Hauptstadtflughafens werden nach Senatsangaben bis 2030 knapp drei Milliarden Euro benötigt. Das sagte Finanzstaatssekretärin Margaretha Sudhof im Abgeordnetenhaus. "Unabhängig davon werden zusätzliche Kosten durch die Verschiebung der Eröffnung entstehen." Sudhof nannte Betriebskosten für die Anlage und fehlende Einnahmen aus Laden-Vermietung sowie Landegebühren. Der Flughafen soll im Oktober 2020 in Betrieb gehen.

Im Moment habe die Flughafengesellschaft aber noch Geld zur Verfügung, sagte Sudhof, die dem Flughafen-Aufsichtsrat angehört. Noch nicht abgerufen seien ein Gesellschafterdarlehen in dreistelliger Millionenhöhe sowie ein Bankdarlehen von mehr als einer Milliarde Euro.

Vor wenigen Tagen hatte es Berichte gegeben, wonach für den Ausbau des Hauptstadtflughafen BER bis zu eine Milliarde Euro fehlen. Allein die Kosten für den Baustellenbetrieb und die Einnahmeausfälle belaufen sich offenbar auf rund 25 Millionen Euro pro Monat.

Erweiterung des Flughafens kostet

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will die Kapazität des Flughafens bis 2030 auf 55 Millionen Passagiere pro Jahr verdoppeln. Sudhof versicherte, der Flughafen werde im Betrieb sehr profitabel sein. Bislang sind für den seit Jahren verzögerten Bau einschließlich erster Erweiterungen 6,5 Milliarden Euro veranschlagt. Zum Baubeginn 2006 waren noch 2 Milliarden Euro kalkuliert worden.

Ursprünglich sollte der Flughafen nach fünf Jahren Bauzeit 2011 in Betrieb gehen. Sämtliche Eröffnungstermine sind seitdem jedoch abgesagt worden, weil Planungsfehler, Baumängel und Technikprobleme immer wieder für Probleme sorgen.

Quelle: n-tv.de , kpi/dpa

Mehr zum Thema