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Ubisoft überrascht auf E3 Was ist "Assassin's Creed: Odyssey"?

"Assassin's Creed: Odyssey" gibt Spielern mehr Entscheidungsfreiheit.

"Assassin's Creed: Odyssey" gibt Spielern mehr Entscheidungsfreiheit.

(Foto: Ubisoft)

Bei der E3-Show von Ubisoft interessierte das Publikum vor allem, was "Assassin's Creed: Odyssey?" ist. Das Studio beschreitet mit dem Spiel neue Wege, kündigt es als Rollenspiel an. Und genau genommen, gibt's nicht mal Assassinen.

Mit "Assassin's Creed: Origins" feierte Ubisoft erst im vergangenen Herbst einen großen Erfolg und eigentlich wurde erwartet, das Entwicklerteam würde nicht so rasch einen Nachfolger präsentieren. Doch das Studio hat bereits den nächsten Titel der AC-Serie bei der E3 vorgestellt, der im Oktober herauskommen soll. Wie der Name "Odyssey" schon vermuten lässt, werden Spieler diesmal ins alte Griechenland um ungefähr 430 vor Christus versetzt. Es tobt der Peloponnesische Krieg, in dem sich Athen und Sparta als erbitterte Feinde gegenüberstehen. Mitten drin Alexios oder Kassandra - je nachdem ob der Spieler einen männlichen oder weiblichen Söldner als Protagonisten wählt.

Assassin's Creed ohne Assassin's Creed

So weit so gut, Ort und Zeit passen hervorragend für ein AC-Spiel, in dem Geschichte immer eine große Rolle spielen muss. Doch die aus den Vorgängern bekannten Assassinen und ihr Glaubensbekenntnis kann es im alten Griechenland nicht geben. Denn die geheime Gesellschaft gründet sich laut "Origins" erst einige hundert Jahre später in Ägypten.

In "Assassin's Creed: Odyssey" gibt es auch wieder packende Seeschlachten.

In "Assassin's Creed: Odyssey" gibt es auch wieder packende Seeschlachten.

(Foto: Ubisoft)

Doch das hindert Ubisoft nicht daran, das grundsätzliche Spielprinzip beizubehalten und die Helden gegen miese Verschwörer antreten zu lassen. Und auch wenn es sich nicht um Assassinen handelt, meucheln und kämpfen Alexios oder Kassandra ebenso geschickt wie diese. Und es gibt auch wieder eine Story, die parallel in der Gegenwart spielt, wo es die aus "Origin" bekannte Layla Hassan mit echten Assassinen und Templern zu tun hat. Hardcore-Fans müssen also bittere, logische Pillen schlucken, um "Assassin's Creed: Odyssey" genießen zu können.

Abwechslung tut gut

Trotzdem sei das Spiel gelungen, weil es die Frischzellenkur von "Origin" weiterführe, was der Serie guttue, schreibt "Gamestar", das "Odyssey" bereits anspielen konnte. Dazu gehört auch, dass Ubisoft "Assassin's Creed" mehr hin zu einem Rollenspiel weiterentwickelt hat und "Odyssey" nicht mehr als Action-Adventure vermarktet.

Durch die daraus resultierenden Wahlmöglichkeiten kann das Spiel je nach Entscheidung unterschiedliche Wendungen nehmen. So sollen auch die Nebenaufgaben abwechslungsreicher sein und weiter in die Hauptgeschichte eingebunden sein. Bei Kämpfen bleibt sich "Assassin's Creed" aber treu und lässt Spieler auch in "Origin" Konflikte wie in den Vorgängern ausfechten - zu Lande und sehr oft auch zu Wasser.

Obwohl die Charaktere etwas blass blieben, ist "Gamestar" von "Odyssey" auch "ganz ohne Assassinen und Creed" von dem Spiel durchaus angetan. Das liege vor allem an den Geschichten, deren Ausgang der Spieler beeinflusse, was den Spieler emotional an Land und Leute binde. Die Gefahr bestehe allerdings, dass "die kleinteiligen Quest-Entscheidungen dem großen Ganzen letztlich schaden."

Quelle: n-tv.de , kwe

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