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DSGVO hilft Aufräumen Jetzt wird man Newsletter ganz einfach los

Und wieder einer weniger!

Und wieder einer weniger!

(Foto: imago/blickwinkel)

Viele Nutzer bekommen massenweise Newsletter, die sie nicht mehr brauchen oder ungewollt bestellt haben. Jetzt ist die beste Zeit, mit der nervigen Info-Post aufzuräumen, denn viele Absender müssen nochmal nachfragen.

Nach einer zweijährigen Übergangsfrist gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ab dem 25. Mai bundesweit. Das hat für alle, die irgendwie im Internet tätig sind, mehr oder weniger große Konsequenzen. Für Nutzer bedeutet das vor allem, dass sie in diesen Wochen ständig angepassten Datenschutzrichtlinien zustimmen müssen. Das ist etwas lästig, aber letztendlich zu ihrem Vorteil.

Die DSGVO gibt ihnen auch eine gute Gelegenheit, endlich die Newsletter-Flut in ihren Postfächern zu bändigen. Denn viele Absender von Info-Post fühlen sich gezwungen, nochmal um die Zustimmung der Empfänger zu bitten oder eine einfachere Möglichkeit zur Abmeldung zu bieten als bisher.

Schon jetzt klare Regeln

Grundsätzlich ändert sich für das E-Mail-Marketing kaum etwas. Denn es gelten im Prinzip weiter die Vorschriften aus dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und aus dem Telemediengesetz (TMG). Das heißt vor allem: Nutzer müssen dem Empfang eines Newsletters ausdrücklich zustimmen. Ohne vorherige Einwilligung dürfen Shop-Betreiber Direktwerbung nur an Kunden verschicken, die bereits etwas bestellt haben.

Ab dem 25. Mai gilt verschärft: Der Absender muss den Empfänger klar und deutlich auf die Datenschutzerklärung hinweisen und in jeder E-Mail gut sichtbar die Möglichkeit geben, sich unkompliziert und ohne Bedingungen abzumelden.

Was gilt für Altbestände?

Daten dürfen nur zweckbezogen erhoben werden und der Absender muss erklären, wofür er sie verwendet. Webseitenbetreiber sind außerdem verpflichtet, alle Eintragungen nachweisbar zu protokollieren und dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, sie jederzeit zu löschen.

Die Frage ist aber, wie mit bereits erhobenen Kundendaten umgegangen wird. Bei "IT-Recht-Kanzlei.de" heißt es, bereits eingeholte Einwilligungen blieben auch nach dem 25. Mai gültig, wenn sie zuvor nach geltendem Recht eingeholt wurden. "EmailToolTester" weist allerdings darauf hin, dass "bisher erhobene Kundendaten – das beinhaltet alle Informationen, die Rückschlüsse auf die Identität einer Person geben – ab dem 25. Mai 2018 nicht weiter verwendet werden dürfen."

Gelegenheit nutzen

So oder so müssen Versender von Newslettern reagieren. Entweder müssen sie die Einwilligung erneut einholen oder ihre Datenschutzerklärung anpassen. Nutzer erhalten dann E-Mails, in denen ihnen sehr deutlich die Möglichkeit geboten wird, sich abzumelden. Oder noch einfacher: Ihnen wird ein Ultimatum gesetzt, die Einwilligung zu erneuern - danach werden sie automatisch von der Verteilerliste gestrichen. Man sollte die Gelegenheit nutzen, seinen Posteingang zu entschlacken. So einfach war es noch nie.

Quelle: n-tv.de , kwe

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