Technik

Bluetooth-Stift und S9-Kamera Das Galaxy Note 9 ist einfach nur besser

Samsung präsentiert in New York das Galaxy Note 9. Es ist eine solide Weiterentwicklung mit vielen Verbesserungen. Highlights sind der S Pen mit Bluetooth und die Kamera, die das Note 9 vom Galaxy S9 geerbt hat.

Wie schon beim Galaxy-S9-Duo hat sich Samsung auch beim Galaxy Note 9 für keine spektakulären Neuerungen entschieden, sondern macht ein bereits gutes Gerät noch besser. Wie man bei den iPhones sieht, hat so ein Vorgehen seine Vorteile, Weiterentwicklungen sind gewöhnlich stabiler und ausgereifter. Besitzer des Vorgängers Note 8 haben aber eigentlich keinen Grund, zum Galaxy Note 9 zu wechseln, sie können auf die neue Generation im kommenden Jahr warten.

Stärkerer Akku, prima Kamera

Grundsätzlich ist das Design gleich geblieben, allerdings ist das neue Note ein bisschen größer und schwerer. Dies liegt zum einen daran, dass das AMOLED-Display jetzt 6,4 statt 6,3 Zoll misst. Aber Samsung hat auch die Kapazität des Akkus von 3300 auf 4000 Milliamperestunden vergrößert, was die Laufzeit deutlich verlängern sollte.

Das Galaxy Note 9 hat ein mächtiges Display.

Das Galaxy Note 9 hat ein mächtiges Display.

(Foto: kwe)

Die optisch auffallendste Änderung ist, dass der Fingerabdrucksensor jetzt unter der horizontal angeordneten Kameraeinheit sitzt und so leichter zu finden ist, ohne das Objektivglas zu verschmieren. Was man schon jetzt sagen kann: Die Kamera ist spitze. Dafür muss man keine Tests machen, Samsung hat dem Note 9 einfach die hervorragende Kamera des Galaxy S9+ eingebaut und mit einer verbesserten Szenenerkennung und automatischen Fehlerhinweisen aufgerüstet.

Stift wird zur Fernbedienung

Auch das Innenleben ähnelt etwas dem des S9-Duos. So werkelt auch im Galaxy Note 9 Samsungs hauseigener Chip Exynos 9810. Ihm stehen in der Grundausstattung wie gehabt 6 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zur Seite, aber der interne Speicher ist auf 128 GB angewachsen. Außerdem gibt es eine Version mit 512 GB internem Speicher und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher. Ebenfalls vom S9 stammen die Stereo-Lautsprecher, die Dolby Atmos unterstützen.

Besonders beim Galaxy Note 9 ist der S Pen.

Besonders beim Galaxy Note 9 ist der S Pen.

(Foto: kwe)

Die vielleicht wichtigste Änderung ist der neue S Pen, der jetzt via Bluetooth mit dem Galaxy Note 9 gekoppelt ist. So kann er beispielsweise bei Präsentationen als Fernbedienung dienen oder die Kamera des Note 9 aus der Ferne auslösen. Grundsätzlich können App-Entwickler die Funktionen, die mit dem S Pen möglich sind, frei wählen und Nutzer können Tasten-Einstellungen ändern. Der S Pen wird im Smartphone binnen 40 Sekunden induktiv geladen. Er hält dann eine halbe Stunde oder ungefähr 200 Tastendrucke durch.

HDMI-Adapter genügt

Um den neuen Bluetooth-Stift bei Präsentationen als Fernbedienung einzusetzen, kann man das Note 9 wie bisher mit einem Monitor verbinden und ähnlich wie einen PC nutzen. Beim neuen Gerät ist es aber nicht mehr nötig, dafür ein Dock zu verwenden. Beim Note 9 genügt ein HDMI-Adapter, den Samsung für 40 Euro anbietet. Vermutlich klappt das aber auch mit Zubehör von Drittanbietern.

Samsung verkauft das Galaxy Note 9 ab dem 24. August in Deutschland in der Version mit 128 und 6 GB zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von knapp 1000 Euro. Das Modell mit 512 und 8 GB soll rund 1250 Euro kosten. Vorbesteller können bis zum 23. August ihr altes Smartphone in Zahlung geben und erhalten zum Restwert zusätzlich 100 Euro von Samsung.

Quelle: n-tv.de

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