Olympia

Hirscher holt Olympia-Gold Dreßen brilliert erst - und geht dann leer aus

Führte nach der Abfahrt: Thomas Dreßen

Führte nach der Abfahrt: Thomas Dreßen

(Foto: dpa)

Thomas Dreßen zeigt auch in Pyeongchang, was er auf der Piste drauf hat: Der Mittenwalder dominiert die Kombinations-Abfahrt. Doch der Slalom ist nicht sein Steckenpferd - und er fällt weit zurück. Es triumphiert der österreichische Ausnahmeathlet Marcel Hirscher.

Thomas Dreßen hat bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang in der Alpinen Kombination einen achtbaren neunten Platz belegt. Nach der Bestzeit in der Abfahrt fiel er im entscheidenden Slalom wie erwartet hinter die Technikspezialisten zurück.

Olympiasieger ist der Österreicher Marcel Hirscher, der die erste olympische Goldmedaille seiner Karriere holte. Mit seiner Bestzeit von 2:06,52 Minuten hatte der sechsmalige Weltmeister im ersten alpinen Wettbewerb der Winterspiele in Südkorea 0,23 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Alexis Pinturault. Bronze ging an dessen Landsmann Victor Muffat-Jeandet (+1,02). Bislang hatte der sechsmalige Gesamtweltcupsieger Hirscher bei Olympia lediglich die Silbermedaille im Slalom vor vier Jahren in Sotschi gewonnen.

"Spritzigkeit ein bisschen weg"

Mit der starken Abfahrt untermauerte Kitzbühel-Sieger Dreßen, dass er zu den Medaillenkandidaten für die Spezial-Abfahrt am Donnerstag zählt. Allerdings war die Abfahrt der Kombination wegen des starken Windes um etwa 20 Fahrsekunden verkürzt und entschärft worden. Bei seinem Halbzeitsieg blickte Dreßen bereits realistisch voraus: "Ich versuche jetzt einfach im Slalom Gas zu geben und dann müssen wir schauen, was da rauskommt. Aber es sind schon viele  Slalomfahrer, die nicht allzu weit hinten sind."

Der neunte Platz wurmt ihn offenbar dennoch: "Ich bin gestern im Training besser gefahren, das nervt mich ein bisschen. Es sei mal dahingestellt, ob es sich für das Podium ausgegangen hätte, aber ein bisschen weiter vorne wäre schon gegangen", sagte Dreßen bei Eurosport: "Am Schluss war die Spritzigkeit ein bisschen weg. Aber ich kann das Positive mitnehmen, dass es in der Abfahrt gepasst hat." Die Speed-Spezialisten Andreas Sander und Josef Ferstl hatten in der Abfahrt die Ränge 32 und 36 belegt, den Slalom aber nicht mehr in Angriff genommen. Der krankheitsgeschwächte Linus Straßer, 39. nach der Abfahrt, schied in seiner eigentlichen Spezialdisziplin, dem Slalom, aus.

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Quelle: n-tv.de , jve/ara/dpa/sid

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