Olympia

Das bringt der Olympia-Dienstag Alpines Chaos, Rodel-Revanche der Ladies?

Zwei blitzsaubere Läufe, die Halbzeitführung bei den Winterspielen und die ewige Rivalin Tatjana Hüfner klar auf  Distanz - eigentlich läuft alles nach Plan für Natalie Geisenberger.

Zwei blitzsaubere Läufe, die Halbzeitführung bei den Winterspielen und die ewige Rivalin Tatjana Hüfner klar auf Distanz - eigentlich läuft alles nach Plan für Natalie Geisenberger.

(Foto: REUTERS)

Acht Goldmedaillen sind am Olympia-Dienstag zu vergeben - und da sollen die deutschen Damen nach dem Rodel-Debakel von Felix Loch die Bilanz aufpolieren. Außerdem lebt die Hoffnung, dass es doch noch einen alpinen Wettbewerb gibt - mit deutscher Medaillenchance.

Snowboard: Den Auftakt in den Olympia-Tag (hierzulande die Nacht) machen auch heute die Snowboarderinnen. Nach dem Slopestyle steht der Wettbewerb in der Halfpipe an – leider ohne deutsche Beteiligung. Garantiert ist trotzdem Akrobatik, die den durchschnittlichen Zuschauer schon mal schwindelig macht. Hauptsache, die Ladies behalten den Horizont im Blick - dann klappt das nämlich auch mit den Back-Flips, Nosegrabs und Beef Curtains. Nix verstanden? Einschalten ab 2 Uhr. Oder einfach unseren Olympia-Liveticker lesen.

Ski alpin: Wir starten den nächsten Versuch, einen Ski-Alpin-Wettbewerb anzuteasern – da das bei den letzten zwei Malen gehörig schiefgelaufen ist, wie immer ohne Garantie. Klar ist aber: Sollte das Wetter auch heute Nacht nicht mitspielen, wird es mit dem Zeitplan richtig eng. Wenn's denn also klappt, erwartet Sie die Alpine Kombination der Herren – unter anderem mit den deutschen Startern Thomas Dreßen, Andreas Sander, Josef Ferstl und Linus Straßer. Die gehören jedoch nicht zum Kreis der Top-Favoriten, das sind der Franzose Alexis Pinturault, Peter Fill aus Italien und Kjetil Jansrud aus Norwegen. Die Abfahrt startet (theoretisch) um 3:30 Uhr, wer ausschlafen will, steht zum Slalom um 7 Uhr morgens auf.

Rodeln: Drei sensationelle Durchgänge und ein Scheißlauf - dramatischer als der Absturz des deutschen Gold-Abonnenten Felix Loch geht’s eigentlich nicht mehr. Das haben sich die deutschen Damen hoffentlich gut angeschaut, denn jetzt ist es an Natalie Geisenberger, Tatjana Hüfner und Dajana Eitberger, dem medaillenverwöhnten Rodelverband die erste Goldene zu bescheren. Ab 11:30 Uhr starten die Frauen Durchgang drei und vier im Eiskanal - und die Ausgangslage ist aus deutscher Sicht perfekt. Es führt nach zwei Läufen Geisenberger vor Eitberger.

Curling: Hat beim Zuschauen mitunter meditative Züge, ist aber vom Spannungsbogen ähnlich anregend wie Schach auf Eis. Wer hat im Olympischen Mixed-Wettbewerb die beste Strategie? Das sehen Sie ab 12:05 Uhr. Gold, Silber und Bronze machen Kanada, die Schweiz, die Olympischen Athleten aus Russland und Norwegen unter sich aus.

Shorttrack: In der Variante des Eisschnelllaufs ist Südkorea absolut spitze: Einmal Gold hat der Gastgeber schon, nun will Choi Minjeong über die 500 Meter der Damen nachlegen. Auch eine deutsche Starterin geht auf die Eisbahn, und zwar Anna Seidel aus Dresden. Los geht’s um 13:11 Uhr.

Eisschnelllauf: 1500 Meter auf Schlittschuhen können ganz schön lang sein - ein langer Atem und kräftige Oberschenkel sind deswegen ein Muss. Wenig überraschend: Auch hier kommen die Gold-Favoriten aus den Niederlanden, den Beweis liefern Koen Verweij und Kjeld Nuis ab 12 Uhr.

Ski nordisch: Wer stoppt die skandinavische Dominanz im Ski-Langlauf? Die Antwort ist: vermutlich keiner. Auch im Sprint gehen die Norwegerin Maiken Casperin Falla und Stina Nilsson aus Schweden als Gold-Anwärterinnen in die Loipe (13:25 Uhr). Streitig machen könnte ihnen den Olympiasieg noch Sadie Björnsen aus den USA. Die deutschen Starterinnen Sandra Ringwald, Hanna Kolb, Elisabeth Schicho und Katharina Hennig haben mit der Medaillenvergabe aller Voraussicht nach nichts zu tun.

Ähnlich ist das Bild bei den Herren: Den Sprint im klassischen Stil machen wohl die Favoriten Johannes Kläbo, Emil Iversen (beide Norwegen), Calle Halvarsson (Schweden) - oder der als Athlet aus Russland startende Alexander Bolschunow - unter sich aus. Den deutschen Ski-Verband vertritt Sebastian Eisenlauer - und zwar ab 13:34 Uhr.

Quelle: n-tv.de , jgu

Mehr zum Thema