Fußball

Nach Italiens WM-"Apokalypse" Ventura entschuldigt sich - und bleibt

Ventura steht nicht erst seit dem feststehenden WM-Aus in der Kritik.

Ventura steht nicht erst seit dem feststehenden WM-Aus in der Kritik.

(Foto: picture alliance / Daniel Dal Ze)

Für die Tifosi ist es eine Schmach: Der vierfache Weltmeister Italien ist bei der Fußball-WM in Russland nicht dabei. Ein Schuldiger ist schnell gefunden, doch Coach Ventura denkt vorerst nicht an Rücktritt. Auch Verbandschef Tavecchio nicht.

Italiens Fußball-Nationaltrainer Gian Piero Ventura hat nach dem WM-Aus noch nicht über seine Zukunft entschieden. "Ich trete nicht zurück, weil ich noch nicht mit dem Präsidenten gesprochen habe. Es gibt zahlreiche Überlegungen", sagte Ventura laut Nachrichtenagentur Ansa nach dem torlosen  Playoff-Rückspiel gegen Schweden in Mailand. "Ich fühle mich danach, mich bei den Italienern zu entschuldigen, für das Ergebnis, nicht für unsere Anstrengungen."

Venturas Vertrag war erst im August verlängert werden. Er sollte die Mannschaft eigentlich bis zur Europameisterschaft 2020 führen.

Veränderungen an der Verbandsspitze?

Der Präsident des nationalen Fußballverbands FIGC, Carlo Tavecchio, will sich 48 Stunden Bedenkzeit nehmen. Er habe entschieden, die verpasste Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland zunächst nicht zu kommentieren, erfuhr die italienische Nachrichtenagentur Ansa am späten Montagabend aus Verbandskreisen.

Das 0:0 hatte das Aus der Squadra Azzurra für die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland besiegelt. Zuletzt fand 1958 eine WM ohne Italien statt. In den italienischen Zeitungen war vor der Partie bereits von einer möglichen "Apokalypse" zu lesen. Verbandschef Tavecchio stand schon vor dem Spiel am Montag in der Kritik. Gegen ihn waren Rücktrittsforderungen laut geworden für den Fall, dass sich Italien erstmals seit 60 Jahren nicht qualifizieren sollte.

Quelle: n-tv.de , bad/dpa

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