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"Mache den Job noch drei Jahre" Uli Hoeneß denkt bereits an Rückzug

Winkt Uli Hoeneß bald zum Bayern-Abschied?

Winkt Uli Hoeneß bald zum Bayern-Abschied?

(Foto: imago/MIS)

Der FC Bayern München und Uli Hoeneß gehören zusammen. Dennoch sieht der 66-Jährige ein Ende seiner Präsidentschaft kommen und spricht davon, Platz für einen Nachfolger zu machen. Der müsste aber die personifizierte "eierlegende Wollmilchsau" sein.

Der FC Bayern München scheint auf eine Zukunft ohne Uli Hoeneß zuzusteuern. Der Präsident des Fußball-Bundesligisten hat auf der Wirtschaftsveranstaltung "saxxess" erklärt, dass er bereits seinen Rückzug aus dem Amt plane. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. "Ich mache diesen Job noch zwei, drei Jahre und will meinem Nachfolger eine volle Kasse übergeben. Dann können sie mit dem Geld machen, was sie wollen", sagte der 66-Jährige in Sachsen.

Bis zum November 2019 ist Hoeneß gewählt, eine weitere Amtszeit scheint wahrscheinlich. Außer es findet sich ein passender Nachfolger, gesteht Hoeneß: "Wenn ich wüsste, der oder der kann das, würde ich nächstes Jahr aufhören." Dabei sollte sein Nachfolger laut Hoeneß auch eine "menschliche Seite haben" und aus dem Fußball kommen. "Wir müssen die eierlegende Wollmilchsau suchen."

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Die medienkritische Pressekonferenz des deutschen Meisters vor wenigen Wochen ordnete Hoeneß mit etwas Abstand anders ein. Für seine herabsetzende Wortwahl in Richtung des Ex-Spielers Juan Bernat entschuldigte er sich erneut und gestand einen weiteren Fehler ein: "Wir haben auch die Wertigkeit mit dem Grundgesetz etwas zu hoch gesetzt. Dadurch bekam alles einen etwas pathetischen Anstrich."

Das Medienecho richtete sich in der Folge gegen Sportvorstand Karl-Heinz Rummenigge und Hoeneß selbst. Das Ausmaß sei selbst für ihn ungewohnt gewesen. "Ich bin überrascht, was ein Wort von mir auslösen kann", betonte Hoeneß, der zugab mit modernen Medien so seine Probleme zu haben: "Ich bin im Zeitalter der sozialen Medien nicht mehr der Uli Hoeneß, der ich sein möchte."

Hoeneß mit Kampfansage Richtung BVB

Sportliche Themen diskutierte Hoeneß in der Runde mit rund 200 Gästen ebenfalls. Mit der bisherigen Saison seines Klubs sei er nicht zufrieden. Einen Grund dafür sehe er bei der Einstellung der Mannschaft: "Unsere Spieler sind nicht so selbstbewusst, wie viele und auch sie selbst manchmal glauben."

Für das Gipfeltreffen mit dem BVB hatte der Bayern-Präsident dennoch eine Kampfansage parat. "Dortmund spielt erstaunlich gut", sagte Hoeneß, "aber nicht so gut, wie wir könnten. Wenn die Dortmunder am Ende oben sind, bin ich der Erste, der gratuliert. Aber bis das passiert, werden wir noch ganz schön Gas geben. Am Samstag, glaube ich, dass wir nicht verlieren."

Hoeneß ist mit Unterbrechungen seit 2009 als Präsident der Bayern tätig und seit 2010 außerdem als Aufsichtsratsvorsitzender. Zuvor amtierte der Weltmeister von 1974 seit 1979 als Manager der Münchner. Im Zuge seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hatte der 66-Jährige im März 2014 seine Ämter in den Führungsgremien des deutschen Branchenführers aufgegeben. Nach seiner Haftentlassung wurde Hoeneß im November 2016 erneut zum Präsidenten gewählt und im Februar 2017 auch wieder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt.

Quelle: n-tv.de , mba/sid

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