Politik

"Land wird von Idioten regiert" Weidel empört mit ausländerfeindlicher Rede

Bevor die Kanzlerin im Bundestag zur Generalaussprache ans Rednerpult tritt, darf Oppositionschefin Alice Weidel von der AfD sprechen. Sie spricht von "alimentierten Messermännern" und "Taugenichtsen". Bundestagspräsident Schäuble ruft sie zur Ordnung.

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel hat mit einer ausländerfeindlichen Rede Tumulte im Bundestag ausgelöst. In der Generaldebatte warf die Oppositionsführerin der Bundesregierung vor, mit einer ihrer Ansicht nach ungezügelten Einwanderung vor allem von Muslimen den Wohlstand zu gefährden. "Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern."

Weidel erklärte weiter, Deutschland sei ein "Einwanderungsland für Unqualifizierte und ein Auswanderungsland für Hochqualifizierte". Den Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Anton Hofreiter, fragte sie, wer die Pensionen zahle: "Ihre eingewanderten Goldstücke etwa? Das meinen Sie doch nicht im Ernst."

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Vertreter aller anderen Bundestagsparteien reagierten mit lauten Zwischenrufen und buhten Weidel aus. Die schloss ihre Rede mit einem Zitat des tschechischen Präsidenten Milos Zeman: "Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden, jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass, dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert."

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble rügte Weidel: "Sie haben unter anderem die Formulierung Kopftuchmädchen und sonstige Taugenichtse gebraucht. Damit diskriminieren Sie alle Frauen, die ein Kopftuch tragen. Dafür rufe ich Sie zur Ordnung."

Quelle: n-tv.de , chr/rts

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