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Clinton-Stiftung im Visier US-Justizministerium soll für Trump ermitteln

Hillary Clinton und Donald Trump im Oktober 2016 bei einem Fernsehduell des Präsidentschaftswahlkampfes.

Hillary Clinton und Donald Trump im Oktober 2016 bei einem Fernsehduell des Präsidentschaftswahlkampfes.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Mai setzt das US-Justizministerium einen Sonderermittler in der Russlandaffäre ein. Auf Druck von Donald Trump könnte der nun Gesellschaft bekommen: Ein zweiter Sonderermittler soll die Clinton-Stiftung und den Verkauf einer Uran-Firma beleuchten.

Das US-Justizministerium will in der Russland-Affäre womöglich einen zweiten Sonderermittler einsetzen. Diese Möglichkeit spielt Justizminister Jeff Sessions in einem Brief an die US-Staatsanwaltschaft durch. In dem Schreiben fordert er die Anklagebehörde zudem auf, den umstrittenen Verkauf eines Uran-Konzerns an Russland während der Präsidentschaft von Barack Obama sowie die Geschäfte der Clinton-Stiftung zu untersuchen. Auch die E-Mail-Affäre von Hillary Clinton zu ihrer Zeit als US-Außenministerin soll noch einmal aufgerollt werden.

Sessions kommt damit Forderungen von US-Präsident Donald Trump und mehreren republikanischen Abgeordneten nach. Diese hatten in der Russlandaffäre ihrerseits mehrfach Ermittlungen gegen Clinton und wegen des Verkaufs der Uran-Firma verlangt.

Die kanadische Firma Uranium One war 2013 mit Billigung von Trumps Vorgänger Obama an den russischen Staatskonzern Rosatom verkauft worden, so dass Rosatom Kontrolle über ein Fünftel der US-Uranbestände erhielt. Zuvor hatte Uranium One die Stiftung von Ex-Präsident Bill Clinton mit mehreren Spenden bedacht.

Befangener Sessions

Die US-Geheimdienste gehen davon aus, dass Russland den US-Wahlkampf zugunsten Trumps manipulierte. Sessions hat bereits mehrfach ausgesagt, nichts über mögliche Kontakte zwischen dem Wahlkampfteam und Moskau gewusst zu haben, sich aber wegen Befangenheit bereits vor Monaten aus den Untersuchungen zurückgezogen. Trump hatte sich daraufhin von Session distanziert und dessen Ernennung zum Justizminister infrage gestellt.

Im Laufe des Tages muss sich Sessions im Repräsentantenhaus einer Befragung zur Rolle Russlands im US-Wahlkampf stellen. Im Wahlkampfteam von Trump war er einer der loyalsten Mitstreiter des republikanischen Präsidentschaftskandidaten, der gegen Clinton antrat und überraschend die Wahl gewann.

Quelle: n-tv.de , chr/AFP

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