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Weihnachtsmarkt wird abgeriegelt Berlin errichtet "einzigartigen" Terrorschutz

Die Konstruktion rund um den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz soll auch in den nächsten Jahren wiederverwendet werden können.

Die Konstruktion rund um den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz soll auch in den nächsten Jahren wiederverwendet werden können.

(Foto: REUTERS)

Vor zwei Jahren rast der Islamist Anis Amri mit einem LKW in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin. Zwölf Menschen werden bei dem Anschlag getötet. Nun eröffnet der Weihnachtsmarkt wieder - und wird zur Hochsicherheitszone.

Der Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche wird zwei Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag mit zwölf Todesopfern aufwendig abgeriegelt. Seit Montag bauen Arbeiter an den Längsseiten des Breitscheidplatzes mehr als hundert quadratische Gitterkörbe auf und verschrauben sie zu einer langen Reihe. In die Körbe kommen mit Sand gefüllte Kunststofftaschen. Die Längsseiten und Fußgängerzugänge wurden bereits mit extra Pollern versperrt.

Zudem werden die Tauentzinstraße in Richtung Charlottenburg und die Budapester Straße Richtung Schöneberg jeweils zur Einbahnstraße. Nur Busse, Fahrräder und Lieferverkehr dürfen dann noch auf den üblichen Spuren "gegen den Strom" fahren.   

Rund um den Weihnachtsmarkt stehen mit Sandsäcken gefüllte Eisenkörbe.

Rund um den Weihnachtsmarkt stehen mit Sandsäcken gefüllte Eisenkörbe.

(Foto: picture alliance/dpa)

Diese Kombination aus verschiedenen Absperrungen soll laut Senat einen in Deutschland bislang "einzigartigen Zufahrtsschutz" gegen Terroranschläge mit bis zu 40 Tonnen schweren Lastwagen bieten. Der Berliner "Kurier" schrieb von einer "Glühweinfestung". Die Sperrelemente und ihr Auf- und Abbau kosten das Land mehr als 2,5 Millionen Euro. Die Metallpoller und Betonsockel sollen in Zukunft wiederverwendet werden.

Die Sicherheitsbeauftragten der Stadt hatten speziell für den Breitscheidplatz nach dem Anschlag neue Schutz-Konzepte entwickelt. Andere Berliner Weihnachtsmärkte müssen für die Sicherheit ihrer Märkte selbst zahlen.  

Am 19. Dezember, dem zweiten Jahrestag des islamistischen Terroranschlags mit einem Lastwagen am Breitscheidplatz, ist eine Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung geplant. Außerdem gibt es eine Gedenkminute für die 12 getöteten und mehr als 70 verletzten Opfer des Terroranschlags. Am Abend findet ein Gottesdienst statt.

Quelle: n-tv.de , kpi/dpa

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