Panorama

Nervenkitzel in luftiger Höhe Waschbär erklimmt Wolkenkratzer

Zwischendurch ruht das sichtlich erschöpfte Tier aus.

Zwischendurch ruht das sichtlich erschöpfte Tier aus.

(Foto: AP)

Spider-Man gehört der Vergangenheit an, nun hat die Welt einen neuen kletternden Star. Es handelt sich um einen Waschbären, der einen ganz Tag lang die US-Stadt St. Paul in Atem hält.

Waschbären leben normalerweise in gewässerreichen Misch- und Laubwäldern, aber auch auf einem Hochhaus in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota. Von dort wurde das Tier aus Sicherheitsgründen entfernt. Damit wollte sich der Waschbär allerdings nicht abfinden.

Als neuen Wohnort hatte er diesmal das UBS-Bürogebäude auserkoren, genauer gesagt das Dach des 23-stöckigen Hauses. Passanten entdeckten das Tier, wie es sich daranmachte, an den Außenmauern emporzuklettern. Der örtliche Radiosender MPR berichtete darüber, daraufhin tauchten unter dem Hashtag #mprracoon, also MPRWaschbär, bei Twitter die ersten Fotos auf.

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In mehreren Livestreams konnten Internetnutzer in aller Welt schließlich verfolgen, wie der Waschbär sich von Stockwerk zu Stockwerk vorarbeitete. Das dauerte den ganzen Tag, wobei er sich zwischendurch auch mal auf einer Fensterbank ausruhte.

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Bei Twitter wurde intensiv diskutiert, wie das Tier seine Kletteraktion meistern könne, ohne zwischendurch zu fressen oder zu trinken. Dazu konnte der Spider-Waschbär jedoch nicht befragt werden. Am Dienstagabend war er schließlich im 23. Stock angekommen. Um aufs Dach zu gelangen, blieben nun noch einige Meter nackte Betonwand. Inzwischen verfolgten Medien aus aller Welt die Kletteraktion und berichteten darüber.

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Kurz vor dem Ziel setzte jedoch beim Helden des Tages offenbar Verwirrung ein, der Waschbär kletterte wieder hinunter, dann wieder hinauf und wieder hinunter. Die Internetgemeinde verfolgte mit Sorge, dass das Tier immer erschöpfter wird und diskutierte Rettungsszenarien. Die örtliche Feuerwehr lehnte einen Einsatz jedoch ab. Das Leben eines Waschbären sei es nicht wert, das Leben eines Menschen zu riskieren, hieße es zur Begründung. Auch einfach ein Fenster zu öffnen, war keine Option. Das Tier hätte erschrecken und in die Tiefe stürzen können. Erst am nächsten Morgen wendete sich schließlich das Blatt. In einer letzten Kletterrunde schaffte es der Waschbär bis aufs Dach. Dort soll er nun allerdings wieder eingefangen und vielleicht in einem gewässerreichen Misch- oder Laubwald ausgesetzt werden.

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Quelle: n-tv.de , sba