Panorama

22 Verletzte auf Teneriffa Partygäste brechen durch die Tanzfläche

Am Morgen danach: Feuerwehrleute am Eingang des teilweise eingestürzten Nachtclubs.

Am Morgen danach: Feuerwehrleute am Eingang des teilweise eingestürzten Nachtclubs.

(Foto: imago/Agencia EFE)

Schreckliches Ende einer Partynacht: Ohne Vorwarnung gibt in einem Nachtclub im Südwesten von Teneriffa der Fußboden nach. Dicht gedrängt fallen Feiernde in den klaffenden Abgrund. Mehrere Menschen erleiden Kochenbrüche an den Beinen.

In einem Nachtclub auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa sind 22 Menschen verletzt worden, als Teile des Fußbodens einbrachen. Die Tanzfläche habe in der Nacht auf Sonntag auf einer Länge von etwa vier Meter unvermittelt nachgegeben, erklärte die Regionalregierung der kanarischen Inseln.

  Das Unglück ereignete sich demnach gegen 2.30 Uhr in dem Ferienort Playa de las Américas nahe der Stadt Adeje im Südwesten der Insel. Die Besucher des Nachtclubs "Butterfly Disco Pub" seien durch das Loch im Boden rund drei Meter tief in den darunter liegenden Keller des Gebäudes gestürzt, hieß es in lokalen Medien. Auf ersten Bildern vom Unglücksort ist zu erkennen, wie Retter in den Trümmern nach weiteren Verletzten suchen. Einsatzkräfte der Feuerwehr sperrten den Veranstaltungsort schließlich ab.

Klaffendes Loch vor der Bühne: Blick ins Innere des Nachtclubs.

Klaffendes Loch vor der Bühne: Blick ins Innere des Nachtclubs.

(Foto: © Bomberos de Tenerife)

Bei den Opfern des Unglücks soll es sich Berichten zufolge um Personen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren handeln. Sie wurden nach Angaben der Behörden in ein Krankenhaus gebracht. Mindestens zwei Menschen gelten als schwer verletzt. Ärzte mussten in mehreren Fällen unter anderem gebrochene Beine, verstauchte Gelenke und schwere Prellungen im Bereich der Gelenke, der Hüften und der Wirbelsäule behandeln.

Kein Patient sei in einem lebensbedrohlichen Zustand, erklärte ein Sprecher des Rettungsdienstes. Wie viele Personen sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Club aufhielten, blieb zunächst unklar. Die Rettungs- und Sicherungsarbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an.

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Unter den 22 Verletzten waren ersten Erkenntnissen zufolge zwei Franzosen, ein Belgier, ein Rumäne und mindestens ein Brite. Die Polizei leitete Ermittlungen zur Ursache des Unglücks ein. Untersucht werden neben der Statik und der Baugeschichte des Gebäudes auch, ob der Betreiber die erforderlichen Betriebsgenehmigungen vorweisen kann.

Quelle: n-tv.de , mmo/AFP