Panorama

Gefährliche Abkühlung Im Westen drohen Unwetter und Tornados

Vor allem über dem Westen des Landes ziehen dunkle Wolken auf: Dort soll es im Laufe des Tages regnen, hageln und stürmen.

Vor allem über dem Westen des Landes ziehen dunkle Wolken auf: Dort soll es im Laufe des Tages regnen, hageln und stürmen.

(Foto: imago/Jan Eifert)

Seit Tagen hält sich die Hitze in Deutschland. Während es im Osten weiterhin heiß bleiben soll, werden vor allem für den Westen im Tagesverlauf Starkregen, kräftige Gewitter und Sturmböen erwartet.

Nach der Hitze der vergangenen Tage erwarten Wetterexperten für Donnerstag vielerorts kräftige Gewitter und Starkregen. Von Westen her ziehen die Unwetter mit teils starkem Wind über Deutschland hinweg. In Nordrhein-Westfalen muss vom Mittag an mit schweren Sturmböen, teils auch mit orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten von 105 Kilometern pro Stunde gerechnet werden, heißt es.

Mancherorts könnten sich womöglich sogar Tornados bilden, erklärt n-tv Meteorologe Björn Alexander. "In den Gewittern drohen Platzregen mit Überschwemmungsgefahr, großer Hagel und heftige Sturm - bis hin zu Orkanböen", so Alexander. Besonders kritisch könne es für die Campingplätze Richtung Emsland und an der Nordsee werden.

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Der Osten und Südosten bleiben dabei noch weitgehend sonnig mit Höchsttemperaturen von bis zu 36 Grad. Jedoch warnt Alexander: Auch dort drohen für den Abend und für die Nacht Gewitter. "In der Nordwesthälfte werden es maximal 24 bis 30 Grad. Dabei bleibt es verbreitet ziemlich schwül", so der Experte.

Am Freitag ziehen die letzten kräftigen Gewitter dann nach Osten ab, die Temperaturen sollen dann noch bei angenehmeren 19 bis 27 Grad liegen. Für Samstag werden 20 bis 28 Grad erwartet, am Sonntag werden im Norden 22 Grad, im Süden steigt das Thermometer womöglich wieder auf bis zu 32 Grad.

Jahresrekord bislang bei 39,5 Grad

Am Mittwoch wurden die höchsten Werte in der Region Berlin-Brandenburg gemessen. Am heißesten war es laut Björn Alexander in Berlin-Eiskeller mit 38,5 Grad. Den deutschlandweiten Jahresrekord hält mit 39,5 Grad weiterhin Bernburg in Sachsen-Anhalt, gemessen am 31. Juli. Bereits in der Nacht zum Donnerstag zogen vor allem im Südosten erste Gewitter auf. Am frühen Morgen sanken die Temperaturen im Nordosten auf 21 Grad, im Emsland auf 13 Grad.

Über eine baldige Abkühlung dürften sich nicht nur die Landwirte, sondern auch einige Stromerzeuger freuen. "Es gibt zahlreiche konventionelle Kraftwerke vor allem im Südwesten Deutschlands, die aufgrund des warmen Kühlwassers ihre Leistung gedrosselt haben", sagte Energieökonomin Claudia Kemfert. Der Sonnenschein habe aber auch etwas Gutes: "Tagsüber produzieren Solaranlagen aufgrund der wirklich im Moment ja sehr beständigen Sonneneinstrahlung große Mengen an Strom, sehr viel mehr als bisher."

Quelle: n-tv.de , kpi/dpa

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