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Massenevakuierung in Boston Gasexplosion setzt Dutzende Häuser in Brand

Unter anderem brannten Häuser in der 76.000-Einwohner-Stadt Lawrence nieder.

Unter anderem brannten Häuser in der 76.000-Einwohner-Stadt Lawrence nieder.

(Foto: AP)

Beinahe zeitgleich brechen in mehreren Häusern in der Nähe von Boston Brände aus, es gibt zahlreiche Explosionen. 70 Mal müssen die Rettungskräfte ausrücken, Zehntausende Menschen ihre Häuser verlassen. Ein 18-Jähriger wird von Trümmern erschlagen.

Bei Dutzenden mutmaßlichen Gasexplosionen und Bränden in Ortschaften nahe Boston im US-Bundesstaat Massachussetts ist ein Mann getötet worden, mindestens zehn Menschen wurden verletzt. Das 18-jährige Todesopfer saß laut "Washington Post" in seinem Auto, als die Explosion den Kamin eines Hauses auf ihn schleuderte. Er erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Zustand eines weiteren Patienten sei ernst, teilte das Krankenhaus in Lawrence mit.

Laut Polizei wurden Rettungskräfte zu 70 Häusern in den Kleinstädten Lawrence, Andover und North Andover gerufen, in denen es Brände, Explosionen oder zumindest Gasgeruch gegeben habe. Es sei davon auszugehen, dass die Zahl noch steigen werde.

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Die Polizei ordnete sofortige Massenevakuierungen an, Zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. "Zahlreiche Evakuierungen von Gegenden mit Gasgeruch sind derzeit im Gange", teilte die Polizei mit. Derzeit werde der Druck von den Gasleitungen genommen. Das werde aber "einige Zeit in Anspruch nehmen".

Die Explosionen und Brände sind offenbar auf das Netz des Versorgers Columbia Gas zurückzuführen. Die Polizei rief alle Gaskunden des Unternehmens auf, ihre Häuser zu verlassen. Vorsorglich wurde der Strom in der ganzen Gegend abgestellt. Die Behörden baten alle Anwohner ohne Strom, ebenfalls ihre Wohnungen zu verlassen. Auch die Gasleitungen wurden entleert.

Inzwischen sind alle Brände gelöscht. Polizeichef Joseph Salomon sagt der Zeitung "USA Today": "Es gibt soviel Rauch, man kann den Himmel nicht mehr sehen." 

Quelle: n-tv.de , ftü/AFP/dpa

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