Panorama

Weniger Straftaten - ein Toter 6,3 Millionen Menschen besuchten die Wiesn

Rund 100.000 Menschen mehr als im vergangenen Jahr besuchten 2018 die Wiesn.

Rund 100.000 Menschen mehr als im vergangenen Jahr besuchten 2018 die Wiesn.

(Foto: dpa)

Nach 16 Tagen - einem weniger als im vergangenen Jahr - geht das Oktoberfest nun zu Ende. Münchner Polizei und Wiesnchef ziehen trotz eines tragischen Todesfalls eine weitgehend positive Bilanz des Volksfestes. Es gibt aber auch Kurioses zu berichten.

Das Oktoberfest hat in diesem Jahr bei bestem Wetter wieder mehr Gäste angelockt als in den Vorjahren. Nach Schätzung der Festleitung kamen rund 6,3 Millionen Gäste - das waren rund 100.000 Besucher mehr als 2017, obwohl das Fest diesmal zwei Tage kürzer war. Trotz der gestiegenen Besucherzahl ging die Zahl der Straftaten um knapp neun Prozent zurück. "Es war ein Superwiesn", sagte der Wiesnchef und zweite CSU-Bürgermeister Josef Schmid zum Abschluss des Festes.

Die Gäste tranken wie im Vorjahr 7,5 Millionen Liter Bier, brachten aber einen deutlich besseren Appetit mit: Beim Essen wie auch bei den alkoholfreien Getränken gebe es nach erster Schätzung etwa zehnprozentige Zuwächse, sagte Schmid. Das passe zu der etwas veränderten Besucherstruktur: Es seien mehr Familien gekommen - und auch die Generation 60 plus habe verstärkt mitgefeiert.

Unter den 2885 Fundsachen war auch eine besondere Kuriosität dabei, wie die "Abendzeitung München" berichtet. Ein Wiesn-Besucher hatte sich dazu durchgerungen und ein fremdes Gebiss aufgegeben. Das Münchner Oktoberfest ist traditionell auch ein Highlight für Touristen aus dem Ausland. Zu den Top 10 der Herkunftsländer zählten dieses Jahr Italien, Australien und die USA. Besonders zwei prominente Besucher aus den Vereinigten Staaten hatten in den letzten Tagen für Aufsehen gesorgt: Bill und Hillary Clinton. Der frühere US-Präsident und seine Gattin verbrachten einen Abend im Käfer-Zelt.

Die Polizei zeigte sich insgesamt mit ihren Einsätzen zufrieden: Weniger Sexualdelikte, weniger Taschendiebstähle und weniger Maßkrugschlägereien wurden registriert. Allerdings wurden mehr Beamte verletzt. Ein Todesfall nach einem Faustschlag vor einem Zelt überschattete das Fest - es sei jedoch ein sehr tragischer Fall gewesen, sagte der Pressesprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria Martins.

Quelle: n-tv.de , agr/dpa

Mehr zum Thema