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Außenposten im All Die ISS wird 20 Jahre alt

Die Internationale Raumstation (ISS) schwebt seit 20 Jahren im Weltall.

Die Internationale Raumstation (ISS) schwebt seit 20 Jahren im Weltall.
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Die Internationale Raumstation (ISS) schwebt seit 20 Jahren im Weltall.

Sie ist das größte und teuerste Technologieprojekt aller Zeiten.
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Sie ist das größte und teuerste Technologieprojekt aller Zeiten.

Am 20. November 1998 brachte eine russische Proton-Rakete das erste Bauteil mit dem Namen "Sarja" (Morgenröte) ins All.
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Am 20. November 1998 brachte eine russische Proton-Rakete das erste Bauteil mit dem Namen "Sarja" (Morgenröte) ins All.

Damit wurde der Grundstein für den ersten internationalen Außenposten der Menschheit im Weltraum gelegt.
(Foto: REUTERS) 4 / 46

Damit wurde der Grundstein für den ersten internationalen Außenposten der Menschheit im Weltraum gelegt.

Bereits zwei Wochen später folgte der erste Verbindungsknoten "Unity". Er wurde mit einem US-amerikanischen Space Shuttle ins All gebracht und dort mit "Sarja" verbunden.
(Foto: Nasa) 5 / 46

Bereits zwei Wochen später folgte der erste Verbindungsknoten "Unity". Er wurde mit einem US-amerikanischen Space Shuttle ins All gebracht und dort mit "Sarja" verbunden.

Seitdem wurden 30 weitere Module mit verschiedenen Aufgaben angekoppelt.
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Seitdem wurden 30 weitere Module mit verschiedenen Aufgaben angekoppelt.

Von den "External Stowage Platforms" wurden bisher drei montiert. Sie werden zur Lagerung von Ausrüstungs- und Ersatzteilen genutzt.
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Von den "External Stowage Platforms" wurden bisher drei montiert. Sie werden zur Lagerung von Ausrüstungs- und Ersatzteilen genutzt.

Kanada steuerte 2001 einen Multifunktionsarm bei. Er hilft bei Wartungs- und Reparaturarbeiten.
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Kanada steuerte 2001 einen Multifunktionsarm bei. Er hilft bei Wartungs- und Reparaturarbeiten.

Viele Gitterstrukturen zur Stabilisierung, Luftschleusen, die für Außeneinsätze gebraucht werden und Solarpaneele, die der Stromversorgung an Bord dienen, folgten.
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Viele Gitterstrukturen zur Stabilisierung, Luftschleusen, die für Außeneinsätze gebraucht werden und Solarpaneele, die der Stromversorgung an Bord dienen, folgten.

Genauso Module, die als Labore dienen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) schickte das Raumlabor Columbus im Februar 2008 ins All.
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Genauso Module, die als Labore dienen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) schickte das Raumlabor Columbus im Februar 2008 ins All.

Sogar Japan beteiligte sich am Ausbau der ISS. Die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa schickte das Labormodul Kibō (Hoffnung) im März 2008 zur Internationalen Raumstation.
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Sogar Japan beteiligte sich am Ausbau der ISS. Die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa schickte das Labormodul Kibō (Hoffnung) im März 2008 zur Internationalen Raumstation.

Die modulare Bauweise ist der russischen Raumstation "Mir" nachempfunden, die am 23. März 2001 bei einem kontrollierten Absturz verglühte und damit aus dem Verkehr gezogen wurde.
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Die modulare Bauweise ist der russischen Raumstation "Mir" nachempfunden, die am 23. März 2001 bei einem kontrollierten Absturz verglühte und damit aus dem Verkehr gezogen wurde.

Die ISS hat derzeit eine Spannweite von 109 Metern, ist 97,9 Meter lang und 27,5 Meter tief.
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Die ISS hat derzeit eine Spannweite von 109 Metern, ist 97,9 Meter lang und 27,5 Meter tief.

Ihr Gewicht beträgt 455 Tonnen. Das allerdings kreist fast schwerelos in 400 Kilometern Höhe über der Erde. Für eine Erdumrundung benötigt die ISS rund 93 Minuten.
(Foto: picture alliance / dpa) 14 / 46

Ihr Gewicht beträgt 455 Tonnen. Das allerdings kreist fast schwerelos in 400 Kilometern Höhe über der Erde. Für eine Erdumrundung benötigt die ISS rund 93 Minuten.

Insgesamt 16 Nationen sind an Finanzierung, Ausbau und Instandhaltung der ISS beteiligt.
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Insgesamt 16 Nationen sind an Finanzierung, Ausbau und Instandhaltung der ISS beteiligt.

Die fünf Raumfahrtbehörden Nasa (USA), Roskosmos (Russland), ESA (Europa), Jaxa (Japan) und CSA (Kanada) sind federführend bei dem milliardenschweren Projekt, das ein eigenes Emblem besitzt.
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Die fünf Raumfahrtbehörden Nasa (USA), Roskosmos (Russland), ESA (Europa), Jaxa (Japan) und CSA (Kanada) sind federführend bei dem milliardenschweren Projekt, das ein eigenes Emblem besitzt.

Doch die ISS, die vor allem für wissenschaftliche Untersuchungen in der Schwerelosigkeit gebaut wurde, ist viel mehr als ein Riesenlabor im All.
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Doch die ISS, die vor allem für wissenschaftliche Untersuchungen in der Schwerelosigkeit gebaut wurde, ist viel mehr als ein Riesenlabor im All.

Mit der Unterzeichnung des ersten Vertrages für die ISS 1993 zwischen Ländern aus Ost und West kam erstmals eine dauerhafte Zusammenarbeit  zustande. Das Ende des Kalten Krieges machte das möglich.
(Foto: REUTERS) 18 / 46

Mit der Unterzeichnung des ersten Vertrages für die ISS 1993 zwischen Ländern aus Ost und West kam erstmals eine dauerhafte Zusammenarbeit zustande. Das Ende des Kalten Krieges machte das möglich.

Seitdem wird mit ständig wechselnder Besatzung getestet, geschraubt, repariert und erweitert. Da die Belastungen für Menschen in der Schwerelosigkeit besonders hoch sind, muss die Besatzung der ISS regelmäßig ausgetauscht werden.
(Foto: AP) 19 / 46

Seitdem wird mit ständig wechselnder Besatzung getestet, geschraubt, repariert und erweitert. Da die Belastungen für Menschen in der Schwerelosigkeit besonders hoch sind, muss die Besatzung der ISS regelmäßig ausgetauscht werden.

Doch nicht nur für den Austausch der Crew, sondern auch für Versorgung,   Instandhaltung und Müllentsorgung waren viele Starts und ...
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Doch nicht nur für den Austausch der Crew, sondern auch für Versorgung, Instandhaltung und Müllentsorgung waren viele Starts und ...

... natürlich Landungen nötig.
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... natürlich Landungen nötig.

Mit Strom versorgt sich die Raumstation aber selbst. Die acht Solarelemente mit 80 Metern Spannweite fangen  unabhängig voneinander Sonnenenergie ein.
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Mit Strom versorgt sich die Raumstation aber selbst. Die acht Solarelemente mit 80 Metern Spannweite fangen unabhängig voneinander Sonnenenergie ein.

Die Solarpaneele sind an Drehgelenken installiert und können so zum Sonnenlicht ausgerichtet werden.
(Foto: Nasa) 23 / 46

Die Solarpaneele sind an Drehgelenken installiert und können so zum Sonnenlicht ausgerichtet werden.

Ein großer Teil der gewonnenen Solarenergie wird sofort verbraucht, der Rest in Akkus gespeichert. So ist eine gleichmäßige Stromversorgung rund um die Uhr gewährleistet.
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Ein großer Teil der gewonnenen Solarenergie wird sofort verbraucht, der Rest in Akkus gespeichert. So ist eine gleichmäßige Stromversorgung rund um die Uhr gewährleistet.

Das ist nicht nur für die Experimente und Versuchsabläufe wichtig, sondern vor allem für die Menschen an Bord. Seit November 2000 ist die Raumstation ständig mit zwei bis drei Astronauten besetzt.
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Das ist nicht nur für die Experimente und Versuchsabläufe wichtig, sondern vor allem für die Menschen an Bord. Seit November 2000 ist die Raumstation ständig mit zwei bis drei Astronauten besetzt.

Das Kommen und Gehen auf der ISS ist groß. Insgesamt haben bisher mehr als 230 Menschen aus 16 Nationen für eine gewisse Zeit in der ISS gelebt, darunter 112 bei Langzeiteinsätzen. 7 Weltraumtouristen waren bereits hier.
(Foto: picture alliance/dpa) 26 / 46

Das Kommen und Gehen auf der ISS ist groß. Insgesamt haben bisher mehr als 230 Menschen aus 16 Nationen für eine gewisse Zeit in der ISS gelebt, darunter 112 bei Langzeiteinsätzen. 7 Weltraumtouristen waren bereits hier.

Der aktuelle Kommandant auf der ISS ist der Deutsche Alexander Gerst. Es ist schon sein zweiter Aufenthalt auf der ISS.
(Foto: picture alliance/dpa) 27 / 46

Der aktuelle Kommandant auf der ISS ist der Deutsche Alexander Gerst. Es ist schon sein zweiter Aufenthalt auf der ISS.

Obwohl das Leben in der Raumstation mit großen Herausforderungen und Entbehrungen verbunden ist ...
(Foto: picture alliance/dpa) 28 / 46

Obwohl das Leben in der Raumstation mit großen Herausforderungen und Entbehrungen verbunden ist ...

... und eine lange und intensive Vorbereitungszeit nötig ist, ...
(Foto: picture alliance / Sergei Ilnits) 29 / 46

... und eine lange und intensive Vorbereitungszeit nötig ist, ...

... sind alle, die das Abenteuer Weltall persönlich erleben durften, voller Eindrücke und überglücklich, ...
(Foto: picture alliance / Shamil Zhumat) 30 / 46

... sind alle, die das Abenteuer Weltall persönlich erleben durften, voller Eindrücke und überglücklich, ...

... auch noch Jahre nach ihrer Rückkehr.
(Foto: picture alliance / dpa) 31 / 46

... auch noch Jahre nach ihrer Rückkehr.

Kein Wunder - ist doch die Aussicht von der ISS aus einmalig.
(Foto: picture alliance / dpa) 32 / 46

Kein Wunder - ist doch die Aussicht von der ISS aus einmalig.

Noch besser allerdings sieht man direkt vom All aus. Die Krönung des Einsatzes für jeden Astronauten besteht in einem Außeneinsatz.
(Foto: picture alliance / dpa) 33 / 46

Noch besser allerdings sieht man direkt vom All aus. Die Krönung des Einsatzes für jeden Astronauten besteht in einem Außeneinsatz.

"Da draußen hat man einen wahnsinnig tollen Ausblick", schwärmt der deutsche Raumfahrer Thomas Reiter.
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"Da draußen hat man einen wahnsinnig tollen Ausblick", schwärmt der deutsche Raumfahrer Thomas Reiter.

Doch trotz der schönen Sicht ist das Leben an Bord hart.
(Foto: picture alliance / dpa) 35 / 46

Doch trotz der schönen Sicht ist das Leben an Bord hart.

Der Arbeitstag der Raumfahrer ist streng reglementiert. Freizeit gibt es kaum, Alkohol ist verboten.
(Foto: picture alliance/dpa) 36 / 46

Der Arbeitstag der Raumfahrer ist streng reglementiert. Freizeit gibt es kaum, Alkohol ist verboten.

Duschen gibt es nicht. Toilettengänge sind nur mit festgeklemmten Beinen möglich.
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Duschen gibt es nicht. Toilettengänge sind nur mit festgeklemmten Beinen möglich.

Das Essen ist eher mäßig und kommt aus der Büchse - eben Astronautennahrung.
(Foto: picture alliance / dpa) 38 / 46

Das Essen ist eher mäßig und kommt aus der Büchse - eben Astronautennahrung.

Und obwohl die Ausmaße der Raumstation riesig sind, ist der Platz für die Besatzung eher beschränkt und ...
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Und obwohl die Ausmaße der Raumstation riesig sind, ist der Platz für die Besatzung eher beschränkt und ...

... alles andere als wohnlich.
(Foto: picture alliance / dpa) 40 / 46

... alles andere als wohnlich.

Wegen des hohen Arbeitsaufkommens und einiger Pannen liegen die Astronauten und Forscher im Zeitplan des Großprojekts um Jahre zurück.
(Foto: picture alliance / dpa) 41 / 46

Wegen des hohen Arbeitsaufkommens und einiger Pannen liegen die Astronauten und Forscher im Zeitplan des Großprojekts um Jahre zurück.

Gegner der Raumstation kritisieren vor allem die hohen Kosten für das Kooperationsprojekt, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stünden.
(Foto: picture alliance / dpa) 42 / 46

Gegner der Raumstation kritisieren vor allem die hohen Kosten für das Kooperationsprojekt, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stünden.

Wissenschaftliche Ergebnisse, wie die von der ISS seien nirgendwo sonst zu bekommen, halten Forscher  dagegen.
(Foto: picture alliance / dpa) 43 / 46

Wissenschaftliche Ergebnisse, wie die von der ISS seien nirgendwo sonst zu bekommen, halten Forscher dagegen.

Fundierte Erkenntnisse über die Atmosphäre, das All und speziell den Muskelschwund beim Menschen in der Schwerelosigkeit hätte man ohne den Einsatz der ISS nicht gewinnen können.
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Fundierte Erkenntnisse über die Atmosphäre, das All und speziell den Muskelschwund beim Menschen in der Schwerelosigkeit hätte man ohne den Einsatz der ISS nicht gewinnen können.

Im Dezember 2016 hat die Europäische Weltraumorganisation Esa die Finanzierung der ISS bis 2024 verlängert. Bezüglich der USA gab Präsident Donald Trump bekannt, dass die USA die ISS ab 2025 nicht länger unterstützen wolle.
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Im Dezember 2016 hat die Europäische Weltraumorganisation Esa die Finanzierung der ISS bis 2024 verlängert. Bezüglich der USA gab Präsident Donald Trump bekannt, dass die USA die ISS ab 2025 nicht länger unterstützen wolle.

Was nach 2024 aus der Internationalen Raumstation werden soll, steht deshalb heute noch in den Sternen. (jaz/kpi)
(Foto: picture alliance / dpa) 46 / 46

Was nach 2024 aus der Internationalen Raumstation werden soll, steht deshalb heute noch in den Sternen. (jaz/kpi)