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Lithiumabbau in Chile Fluch und Segen des "weißen Goldes"

In der Atacama-Wüste in Chile gibt es das größte Lithium-Vorkommen der Welt. Das Alkalimetall ist eine Schlüsselkomponente für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien.

In der Atacama-Wüste in Chile gibt es das größte Lithium-Vorkommen der Welt. Das Alkalimetall ist eine Schlüsselkomponente für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien.
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In der Atacama-Wüste in Chile gibt es das größte Lithium-Vorkommen der Welt. Das Alkalimetall ist eine Schlüsselkomponente für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien.

Verbaut werden die Batterien in der Unterhaltungselektronik, in Handys, Laptops und E-Autos. Auf dem globalen Markt zählt der Rohstoff zu einem der begehrtesten der Welt.
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Verbaut werden die Batterien in der Unterhaltungselektronik, in Handys, Laptops und E-Autos. Auf dem globalen Markt zählt der Rohstoff zu einem der begehrtesten der Welt.

Lithium wird aus dem mineralhaltigen Grundwasser der Region gewonnen. Es wird in riesige Becken gepumpt, wo es bei hoher Sonneneinstrahlung verdunstet.
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Lithium wird aus dem mineralhaltigen Grundwasser der Region gewonnen. Es wird in riesige Becken gepumpt, wo es bei hoher Sonneneinstrahlung verdunstet.

Übrig bleibt eine Salzkruste, aus der dann mithilfe eines chemischen Prozesses Lithium-Karbonat hergestellt wird - es wird auch das "neue Öl" oder "weißes Gold" genannt.
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Übrig bleibt eine Salzkruste, aus der dann mithilfe eines chemischen Prozesses Lithium-Karbonat hergestellt wird - es wird auch das "neue Öl" oder "weißes Gold" genannt.

Die Firmen, die in der Atacama-Wüste aktiv sind - dazu gehören die US-Firma Albemarle und SQM, die im Besitz der Familie von Chiles Ex-Diktator Pinochet ist - streichen seit Jahren große Gewinne mit der Lithium-Produktion ein.
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Die Firmen, die in der Atacama-Wüste aktiv sind - dazu gehören die US-Firma Albemarle und SQM, die im Besitz der Familie von Chiles Ex-Diktator Pinochet ist - streichen seit Jahren große Gewinne mit der Lithium-Produktion ein.

Allein Albemarle produziert in der Salz-Wüste jährlich 80.000 Tonnen Lithium - mehr als ein Drittel der weltweiten Nachfrage im Jahr 2017.
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Allein Albemarle produziert in der Salz-Wüste jährlich 80.000 Tonnen Lithium - mehr als ein Drittel der weltweiten Nachfrage im Jahr 2017.

Doch der Abbau von Lithium hat desaströse Folgen für die Umwelt. Die Wasservorräte in der Region schwinden.
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Doch der Abbau von Lithium hat desaströse Folgen für die Umwelt. Die Wasservorräte in der Region schwinden.

Die ersten Warnsignale sind im Jahr 2013 zu sehen: Bäume sterben. Heute sind an vielen Orten nur noch trockene Felder zu sehen.
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Die ersten Warnsignale sind im Jahr 2013 zu sehen: Bäume sterben. Heute sind an vielen Orten nur noch trockene Felder zu sehen.

Durch den Verdunstungsprozess bei der Lithium-Herstellung werden Unmengen an Wasser verbraucht.
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Durch den Verdunstungsprozess bei der Lithium-Herstellung werden Unmengen an Wasser verbraucht.

Inzwischen sind Feuchtgebiete und Flussläufe teilweise ausgetrocknet, der Grundwasserspiegel ist stark gesunken.
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Inzwischen sind Feuchtgebiete und Flussläufe teilweise ausgetrocknet, der Grundwasserspiegel ist stark gesunken.

In den umliegenden Gemeinden ist Wasser damit zu einem knappen Gut geworden.
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In den umliegenden Gemeinden ist Wasser damit zu einem knappen Gut geworden.

In der Region kommt es immer häufiger zu Ernteausfällen, weil die Felder nur ungenügend bewässert werden. Außerdem ist das Trinkwasser verseucht, weil Abwasser der Lithium-Produktion teilweise in das Grundwasser gelangt.
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In der Region kommt es immer häufiger zu Ernteausfällen, weil die Felder nur ungenügend bewässert werden. Außerdem ist das Trinkwasser verseucht, weil Abwasser der Lithium-Produktion teilweise in das Grundwasser gelangt.

Ungeachtet der Probleme hat die Regierung den Bergbauunternehmen Anfang diesen Jahres die Erlaubnis erteilt, Lithium bis zum Jahr 2043 abzubauen.
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Ungeachtet der Probleme hat die Regierung den Bergbauunternehmen Anfang diesen Jahres die Erlaubnis erteilt, Lithium bis zum Jahr 2043 abzubauen.

Vonseiten der Unternehmen heißt es, dass sie ihre Erträge künftig noch erheblich steigern können, ohne den Wasserverbrauch weiter zu steigern.
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Vonseiten der Unternehmen heißt es, dass sie ihre Erträge künftig noch erheblich steigern können, ohne den Wasserverbrauch weiter zu steigern.

Fraglich ist jedoch, wie viel Wasser tatsächlich verbraucht wird. Die Unternehmen bezichtigen sich gegenseitig, in der Vergangenheit mehr lithiumhaltiges Wasser entnommen zu haben als genehmigt war.
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Fraglich ist jedoch, wie viel Wasser tatsächlich verbraucht wird. Die Unternehmen bezichtigen sich gegenseitig, in der Vergangenheit mehr lithiumhaltiges Wasser entnommen zu haben als genehmigt war.

Für Umweltschützer zeigt der Streit, dass es wohl nicht mehr genügend Reserven gibt.
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Für Umweltschützer zeigt der Streit, dass es wohl nicht mehr genügend Reserven gibt.

Ihrer Meinung nach haben weder die chilenischen Behörden noch die Unternehmen ein klares Bild davon, wie es um die Wasservorräte in der Atacama-Wüste steht. (nen)
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Ihrer Meinung nach haben weder die chilenischen Behörden noch die Unternehmen ein klares Bild davon, wie es um die Wasservorräte in der Atacama-Wüste steht. (nen)