(Foto: imago/Jürgen Ritter) 1 / 82

Mode, Prominente, Handwerker Irving Penn - der Jahrhundertfotograf

Das C/O Berlin ist eine renommierte Fotogalerie und kein Boulevardblatt - wenn sie eine Ausstellung mit "Der Jahrhundertfotograf" ankündigt, ist das also keine marktschreierische Übertreibung.

Das C/O Berlin ist eine renommierte Fotogalerie und kein Boulevardblatt - wenn sie eine Ausstellung mit "Der Jahrhundertfotograf" ankündigt, ist das also keine marktschreierische Übertreibung.
(Foto: imago/Jürgen Ritter) 1 / 82

Das C/O Berlin ist eine renommierte Fotogalerie und kein Boulevardblatt - wenn sie eine Ausstellung mit "Der Jahrhundertfotograf" ankündigt, ist das also keine marktschreierische Übertreibung.

Anlässlich des 100. Geburtstages von Irving Penn (hier bei der Arbeit) zeigt das C/O eine große Retrospektive mit rund 240 Exponaten ...
(Foto: C/O Berlin/Andrea Beu) 2 / 82

Anlässlich des 100. Geburtstages von Irving Penn (hier bei der Arbeit) zeigt das C/O eine große Retrospektive mit rund 240 Exponaten ...

... in Zusammenarbeit mit dem Metropolitan Museum of Art in New York: "Irving Penn. Centennial - Der Jahrhundertfotograf". Die Ausstellung wird ...
(Foto: AP) 3 / 82

... in Zusammenarbeit mit dem Metropolitan Museum of Art in New York: "Irving Penn. Centennial - Der Jahrhundertfotograf". Die Ausstellung wird ...

... an nur vier Orten weltweit gezeigt: New York, Paris, Sao Paulo und Berlin. Sie ist die erste Irving-Penn-Retrospektive überhaupt in Deutschland und eine ziemliche Sensation - der Andrang bei der Eröffnung im C/O war entsprechend groß und ist seitdem ungebrochen.
(Foto: Andrea Beu) 4 / 82

... an nur vier Orten weltweit gezeigt: New York, Paris, Sao Paulo und Berlin. Sie ist die erste Irving-Penn-Retrospektive überhaupt in Deutschland und eine ziemliche Sensation - der Andrang bei der Eröffnung im C/O war entsprechend groß und ist seitdem ungebrochen.

Irving Penn (1917-2009) war  einer der ganz Großen seiner Zunft - und die ganz Großen aus Kunst, Kultur und Politik hat er porträtiert: John F. Kennedy, Pablo Picasso, Marlene Dietrich, Alfred Hitchcock ...
(Foto: imago/IPON) 5 / 82

Irving Penn (1917-2009) war einer der ganz Großen seiner Zunft - und die ganz Großen aus Kunst, Kultur und Politik hat er porträtiert: John F. Kennedy, Pablo Picasso, Marlene Dietrich, Alfred Hitchcock ...

... Truman Capote (hier 1965) und unzählige andere mehr. Aber sein Schaffen umfasst sehr viel mehr als Prominenten-Porträts - er fotografierte weibliche Akte, ...
(Foto: imago/Jürgen Ritter) 6 / 82

... Truman Capote (hier 1965) und unzählige andere mehr. Aber sein Schaffen umfasst sehr viel mehr als Prominenten-Porträts - er fotografierte weibliche Akte, ...

... Mode für die "Vogue" ... (Mädchen mit Tabak auf der Zunge, Mary Jane Russell, New York 1951)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 7 / 82

... Mode für die "Vogue" ... (Mädchen mit Tabak auf der Zunge, Mary Jane Russell, New York 1951)

... Werbung, ... ("Mund" für L'Oréal, 1986)
(Foto: imago/Xinhua) 8 / 82

... Werbung, ... ("Mund" für L'Oréal, 1986)

... Ureinwohner verschiedener Kontinente, ...
(Foto: imago/Jürgen Ritter) 9 / 82

... Ureinwohner verschiedener Kontinente, ...

... einfache Arbeiter und Handwerker ...
(Foto: imago/Jürgen Ritter) 10 / 82

... einfache Arbeiter und Handwerker ...

... und auch Stillleben. Diese aus den 1940er-Jahren ... ("Salatzutaten", New York, 1947)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 11 / 82

... und auch Stillleben. Diese aus den 1940er-Jahren ... ("Salatzutaten", New York, 1947)

... wirken modern, frisch, wie von heute. Stillleben gehörten zu Penns ersten Fotoaufträgen, nachdem er 1943 zur berühmten "Vogue" gekommen war. Der renommierten Zeitschrift blieb er über 60 Jahre treu. (Stillleben mit Rindfleisch, New York, 1943)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 12 / 82

... wirken modern, frisch, wie von heute. Stillleben gehörten zu Penns ersten Fotoaufträgen, nachdem er 1943 zur berühmten "Vogue" gekommen war. Der renommierten Zeitschrift blieb er über 60 Jahre treu. (Stillleben mit Rindfleisch, New York, 1943)

Auch einige frühe Straßenfotografien Penns (1942, 1939, 1945, 1939) sind zu sehen.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 13 / 82

Auch einige frühe Straßenfotografien Penns (1942, 1939, 1945, 1939) sind zu sehen.

Nach seinem Einsatz im Zweiten Weltkrieg erhielt Penn bei "Vogue" den Auftrag, eine Reihe von Persönlichkeiten zu porträtieren. Diese wurden für ihn ausgewählt, doch über Set und Beleuchtung entschied Penn selbst. (Truman Capote, New York 1948)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 14 / 82

Nach seinem Einsatz im Zweiten Weltkrieg erhielt Penn bei "Vogue" den Auftrag, eine Reihe von Persönlichkeiten zu porträtieren. Diese wurden für ihn ausgewählt, doch über Set und Beleuchtung entschied Penn selbst. (Truman Capote, New York 1948)

Er entschied sich als Kulisse für zwei im spitzen Winkel aufgestellte Wände - in der Ecke sollten die prominenten Modelle posieren. (Igor Strawinsky, New York 1948)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 15 / 82

Er entschied sich als Kulisse für zwei im spitzen Winkel aufgestellte Wände - in der Ecke sollten die prominenten Modelle posieren. (Igor Strawinsky, New York 1948)

Trotz des kargen, schlichten Ambientes entstanden sehr unterschiedliche Aufnahmen. (George Grosz, New York 1948)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 16 / 82

Trotz des kargen, schlichten Ambientes entstanden sehr unterschiedliche Aufnahmen. (George Grosz, New York 1948)

Ab und an verwendete Penn zusätzlich einen alten, über eine Kiste geworfenen Teppich. (Alfred Hitchcock, New York 1947)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 17 / 82

Ab und an verwendete Penn zusätzlich einen alten, über eine Kiste geworfenen Teppich. (Alfred Hitchcock, New York 1947)

Das und die kahlen, schmucklosen Wände ... (Salvador Dali, New York 1947)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 18 / 82

Das und die kahlen, schmucklosen Wände ... (Salvador Dali, New York 1947)

... schienen der Situation in der kargen Nachkriegszeit angemessen. (Elsa Schiaparelli, New York 1948)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 19 / 82

... schienen der Situation in der kargen Nachkriegszeit angemessen. (Elsa Schiaparelli, New York 1948)

Diese Porträtreihe begründete ab Ende der 1940er-Jahre Penns Ruf als Fotograf. (Spencer Tracy, New York 1948)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 20 / 82

Diese Porträtreihe begründete ab Ende der 1940er-Jahre Penns Ruf als Fotograf. (Spencer Tracy, New York 1948)

Nachdem Penn sein Können als Porträtfotograf bewiesen hatte, bekam er auch Modeaufträge.  (Handschuh mit Halstuch, Dior, Paris, 1950)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 21 / 82

Nachdem Penn sein Können als Porträtfotograf bewiesen hatte, bekam er auch Modeaufträge. (Handschuh mit Halstuch, Dior, Paris, 1950)

Das Gedränge auf den Modenschauen der Pariser Haute Couture war jedoch nichts für ihn und so bekam er in Paris ein einfaches Studio eingerichtet. (Ärmel von Balenciaga, Regine Debrise, Paris 1950)
(Foto: Irving Pnen/C/O Berlin/Andrea Beu) 22 / 82

Das Gedränge auf den Modenschauen der Pariser Haute Couture war jedoch nichts für ihn und so bekam er in Paris ein einfaches Studio eingerichtet. (Ärmel von Balenciaga, Regine Debrise, Paris 1950)

Penn war begeistert von dem Studio, dem Licht dort, den exquisiten Kleidern der Designer und den Models - besonders von der ehemaligen Tänzerin Lisa Fonssagrives, die mit großer Eleganz posierte. (Mantel von Balenciaga, Lisa Fonssagrives-Penn, Paris 1950)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 23 / 82

Penn war begeistert von dem Studio, dem Licht dort, den exquisiten Kleidern der Designer und den Models - besonders von der ehemaligen Tänzerin Lisa Fonssagrives, die mit großer Eleganz posierte. (Mantel von Balenciaga, Lisa Fonssagrives-Penn, Paris 1950)

Von 1943 bis 2004 erschienen Fotos von Penn auf 165 "Vogue"-Covern - das ist bis heute mehr als von jedem anderen Künstler. Eine der berühmtesten Aufnahmen ...
(Foto: imago/Uwe Steinert) 24 / 82

Von 1943 bis 2004 erschienen Fotos von Penn auf 165 "Vogue"-Covern - das ist bis heute mehr als von jedem anderen Künstler. Eine der berühmtesten Aufnahmen ...

... ist die für die Ausgabe vom 1. April 1950 (Mitte): Jean Patchett in Schwarz-Weiß. Unten hält Suzy Parker eine von Penns Rolleiflex-Kameras, die er am meisten verwendete. Lisa Fonssagrives (im Profil mit grauem Pelz, im blauen Kostüm und mit Fernglas) war damals ... ("Vogue"-Cover aus den Jahren 1948 bis 1952)
(Foto: Andrea Beu/C/O Berlin) 25 / 82

... ist die für die Ausgabe vom 1. April 1950 (Mitte): Jean Patchett in Schwarz-Weiß. Unten hält Suzy Parker eine von Penns Rolleiflex-Kameras, die er am meisten verwendete. Lisa Fonssagrives (im Profil mit grauem Pelz, im blauen Kostüm und mit Fernglas) war damals ... ("Vogue"-Cover aus den Jahren 1948 bis 1952)

... das berühmteste und bestbezahlte Fotomodell. 1950 wurde sie Penns Frau. ("Frau mit Rosen am Arm", Lisa Fonssagrives-Penn 1950)
(Foto: ASSOCIATED PRESS) 26 / 82

... das berühmteste und bestbezahlte Fotomodell. 1950 wurde sie Penns Frau. ("Frau mit Rosen am Arm", Lisa Fonssagrives-Penn 1950)

Nach dem Krieg und der Rationierung waren die Seiten US-amerikanischer Modezeitschriften ... (Mann gibt Mädchen Feuer, Jean Patchett, New York 1949)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 27 / 82

Nach dem Krieg und der Rationierung waren die Seiten US-amerikanischer Modezeitschriften ... (Mann gibt Mädchen Feuer, Jean Patchett, New York 1949)

... voll mit eleganten Kreationen aus Paris, London und New York. (Die Tarotkartenlegerin, Bridget Tichenor und Jean Patchett, New York 1949)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 28 / 82

... voll mit eleganten Kreationen aus Paris, London und New York. (Die Tarotkartenlegerin, Bridget Tichenor und Jean Patchett, New York 1949)

Penn setzte den neuen Look mit Wespentaille, ... (Balenciaga, 1950)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 29 / 82

Penn setzte den neuen Look mit Wespentaille, ... (Balenciaga, 1950)

... weiten Röcken und exzentrischen Hüten gekonnt in Szene. (Schwarz-weiße Mode mit Handtasche, Jean Patchett, New York 1950)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 30 / 82

... weiten Röcken und exzentrischen Hüten gekonnt in Szene. (Schwarz-weiße Mode mit Handtasche, Jean Patchett, New York 1950)

Sowohl das Modedesign als auch die Aufnahme: Kunstwerke. (Spanischer Hut von Tatiana du Plessix, Dovima, New York 1949)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 31 / 82

Sowohl das Modedesign als auch die Aufnahme: Kunstwerke. (Spanischer Hut von Tatiana du Plessix, Dovima, New York 1949)

Seine ersten weiblichen Akte fotografierte Penn 1947. 1949/50 machte er daraus ...
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 32 / 82

Seine ersten weiblichen Akte fotografierte Penn 1947. 1949/50 machte er daraus ...

... eine umfangreiche Serie. Es finden sich viele üppige Figuren, ganz im Gegensatz zur Wespentaille-Mode, ...
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 33 / 82

... eine umfangreiche Serie. Es finden sich viele üppige Figuren, ganz im Gegensatz zur Wespentaille-Mode, ...

... manche Fotos erinnern an die Formensprache von Bildhauer Henry Moore.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 34 / 82

... manche Fotos erinnern an die Formensprache von Bildhauer Henry Moore.

In den 1950er-Jahren entfachten seine Aktaufnahmen jedoch keine große Begeisterung. Erst Jahrzehnte später fanden sie Beachtung.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 35 / 82

In den 1950er-Jahren entfachten seine Aktaufnahmen jedoch keine große Begeisterung. Erst Jahrzehnte später fanden sie Beachtung.

So wie seine "Nudes" stießen auch seine "Cigarettes" von 1972 auf Unverständnis. So viel Aufwand, um Abfall zu fotografieren?
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 36 / 82

So wie seine "Nudes" stießen auch seine "Cigarettes" von 1972 auf Unverständnis. So viel Aufwand, um Abfall zu fotografieren?

Penn verabscheute das Rauchen, er sympathisierte mit dem Kampf der American Cancer Society gegen die Tabakkonzerne.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 37 / 82

Penn verabscheute das Rauchen, er sympathisierte mit dem Kampf der American Cancer Society gegen die Tabakkonzerne.

Zudem hatten die Kippen im Rinnstein für ihn eine größere Bedeutung: Er sah eine Nation, die durch die Verantwortungslosigkeit der Industrie Schaden nimmt.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 38 / 82

Zudem hatten die Kippen im Rinnstein für ihn eine größere Bedeutung: Er sah eine Nation, die durch die Verantwortungslosigkeit der Industrie Schaden nimmt.

Ende 1948 reiste Penn im Auftrag der "Vogue" nach Peru, in die Hauptstadt Lima und nach Cusco, die alte Inkahauptstadt in den Anden.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 39 / 82

Ende 1948 reiste Penn im Auftrag der "Vogue" nach Peru, in die Hauptstadt Lima und nach Cusco, die alte Inkahauptstadt in den Anden.

In Cusco mietete er sich im Tageslichtstudio eines einheimischen Fotografen ein und machte innerhalb von nur drei Tagen ... (Kinder aus Cusco, 1948)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 40 / 82

In Cusco mietete er sich im Tageslichtstudio eines einheimischen Fotografen ein und machte innerhalb von nur drei Tagen ... (Kinder aus Cusco, 1948)

... Hunderte Porträts von Einwohnern und Besuchern ... (Frau mit vielen Röcken, Cusco 1948)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 41 / 82

... Hunderte Porträts von Einwohnern und Besuchern ... (Frau mit vielen Röcken, Cusco 1948)

... aus umliegenden Ortschaften. Sie kamen in die Stadt, um während der Weihnachtstage ihre Waren anzubieten. (Vater und Sohn aus Cusco mit Eiern 1948)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 42 / 82

... aus umliegenden Ortschaften. Sie kamen in die Stadt, um während der Weihnachtstage ihre Waren anzubieten. (Vater und Sohn aus Cusco mit Eiern 1948)

Viele kamen ins Studio, um ihr jährliches Familienporträt anfertigen zu lassen. Alle trugen ihre traditionelle Kleidung.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 43 / 82

Viele kamen ins Studio, um ihr jährliches Familienporträt anfertigen zu lassen. Alle trugen ihre traditionelle Kleidung.

Penn verwendete für den Großteil seiner Arbeiten in Peru zwar Farbdiafilme, ...
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 44 / 82

Penn verwendete für den Großteil seiner Arbeiten in Peru zwar Farbdiafilme, ...

... entwickelte die Aufnahmen aber später fast alle in Schwarz-Weiß. Die Fotostrecke "Christmas at Cuzco" erschien im Dezember 1949 in "Vogue".
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 45 / 82

... entwickelte die Aufnahmen aber später fast alle in Schwarz-Weiß. Die Fotostrecke "Christmas at Cuzco" erschien im Dezember 1949 in "Vogue".

In den 1950er- und frühen 1960er-Jahren fotografierte Penn auch Prominente für "Vogue". Seine Bekanntheit und das Prestige der Zeitschrift sorgten dafür, dass nur wenige die Einladung zu einer Porträtsitzung ablehnten, da sie fast wie eine Auszeichnung war.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 46 / 82

In den 1950er- und frühen 1960er-Jahren fotografierte Penn auch Prominente für "Vogue". Seine Bekanntheit und das Prestige der Zeitschrift sorgten dafür, dass nur wenige die Einladung zu einer Porträtsitzung ablehnten, da sie fast wie eine Auszeichnung war.

Nach Penns Vorstellung sollten die Porträts die "Vogue"-Leser so sehr fesseln, dass sie nicht einfach weiterblättern. (Marlene Dietrich, New York 1948)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 47 / 82

Nach Penns Vorstellung sollten die Porträts die "Vogue"-Leser so sehr fesseln, dass sie nicht einfach weiterblättern. (Marlene Dietrich, New York 1948)

Er studierte die Werke Goyas, Daumiers und Toulouse-Lautrecs, um sich Anregungen für Fokus, Licht und grafische Gestaltung zu holen. (Audrey Hepburn und Yves Saint Laurent)
(Foto: imago/Xinhua) 48 / 82

Er studierte die Werke Goyas, Daumiers und Toulouse-Lautrecs, um sich Anregungen für Fokus, Licht und grafische Gestaltung zu holen. (Audrey Hepburn und Yves Saint Laurent)

Die Nuss Picasso war aber nicht so leicht zu knacken: Als Penn  bei Picasso in Südfrankreich ankam, ließ der sich verleugnen. Doch nachdem Penns Assistent über das verschlossene Tor geklettert war, gewährte Picasso dem Fotografen zehn Minuten. Er warf sich ein Cape über, ...
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 49 / 82

Die Nuss Picasso war aber nicht so leicht zu knacken: Als Penn bei Picasso in Südfrankreich ankam, ließ der sich verleugnen. Doch nachdem Penns Assistent über das verschlossene Tor geklettert war, gewährte Picasso dem Fotografen zehn Minuten. Er warf sich ein Cape über, ...

...  Penn ließ Picasso sein Verkleidungsspiel und tastete sich geduldig nach und nach an den fesselnden Blick des linken Auges heran. So entstand 1957 dieses besondere Porträt.
(Foto: imago/ZUMA Press) 50 / 82

... Penn ließ Picasso sein Verkleidungsspiel und tastete sich geduldig nach und nach an den fesselnden Blick des linken Auges heran. So entstand 1957 dieses besondere Porträt.

Im Juli 1950, während Penn in Paris bei den Modenschauen fotografierte, begann er mit einer neuen Serie: "Small Trades", Kleingewerbe.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 51 / 82

Im Juli 1950, während Penn in Paris bei den Modenschauen fotografierte, begann er mit einer neuen Serie: "Small Trades", Kleingewerbe.

Die Aufnahmen dazu aus den Jahren 1950 und 1951 wurden schließlich die größte zusammenhängende Serie in Penns Schaffen. Er fotografierte ...
(Foto: Irvin Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 52 / 82

Die Aufnahmen dazu aus den Jahren 1950 und 1951 wurden schließlich die größte zusammenhängende Serie in Penns Schaffen. Er fotografierte ...

... Gewerbetreibende und Straßenverkäufer mit ihrem Handwerkszeug und ihren Waren.
(Foto: Andrea Beu) 53 / 82

... Gewerbetreibende und Straßenverkäufer mit ihrem Handwerkszeug und ihren Waren.

Dabei arbeitete er in derselben Art von Tageslicht-Studio, er verwendete dieselbe Beleuchtung ...
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 54 / 82

Dabei arbeitete er in derselben Art von Tageslicht-Studio, er verwendete dieselbe Beleuchtung ...

... und denselben neutralen Hintergrund wie bei den Mode- und Porträtfotos. Der Hintergrund, ein ausrangierter Theatervorhang, ...
(Foto: imago/IPON) 55 / 82

... und denselben neutralen Hintergrund wie bei den Mode- und Porträtfotos. Der Hintergrund, ein ausrangierter Theatervorhang, ...

... den Penn über fünf Jahrzehnte verwendete, wird ebenfalls ausgestellt. (Ebenso  zwei im spitzen Winkel aufgestellte Wände, wie sie Penn für seine Porträtreihe 1948 genutzt hatte - hier können die Ausstellungsbesucher selbst posieren und sich fotografieren lassen.)
(Foto: Andrea Beu) 56 / 82

... den Penn über fünf Jahrzehnte verwendete, wird ebenfalls ausgestellt. (Ebenso zwei im spitzen Winkel aufgestellte Wände, wie sie Penn für seine Porträtreihe 1948 genutzt hatte - hier können die Ausstellungsbesucher selbst posieren und sich fotografieren lassen.)

1967 besuchte Penn die Republik Dahomey (heute Benin). Kinder und junge Frauen aus dem Pfahlbautendorf Ganvie waren seine Modelle. Diese Fotos ernteten auch Kritik und den Vorwurf des "kolonialen Blicks". Die Bilder "erinnern teilweise an koloniale Menschenschauen", schrieb etwa die "Junge Welt".
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 57 / 82

1967 besuchte Penn die Republik Dahomey (heute Benin). Kinder und junge Frauen aus dem Pfahlbautendorf Ganvie waren seine Modelle. Diese Fotos ernteten auch Kritik und den Vorwurf des "kolonialen Blicks". Die Bilder "erinnern teilweise an koloniale Menschenschauen", schrieb etwa die "Junge Welt".

In der Ausstellung heißt es zu der Reihe: "Angeregt zu der Reise nach Dahomey wurde Penn durch die weit verbreiteten Fotografien legendärer Kriegerinnen, die auf Weltausstellungen im 19. Jahrhundert schändlicherweise zur Schau gestellt worden waren. ...
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 58 / 82

In der Ausstellung heißt es zu der Reihe: "Angeregt zu der Reise nach Dahomey wurde Penn durch die weit verbreiteten Fotografien legendärer Kriegerinnen, die auf Weltausstellungen im 19. Jahrhundert schändlicherweise zur Schau gestellt worden waren. ...

... In diesem Kontext gesehen, könnten seine Aufnahmen beunruhigende Assoziationen an die Kolonialgeschichte wecken."
(Foto: imago/Jürgen Ritter) 59 / 82

... In diesem Kontext gesehen, könnten seine Aufnahmen beunruhigende Assoziationen an die Kolonialgeschichte wecken."

Für die Aufnahmen in Afrika ebenso wie für die in Neuguinea ... (Stammesangehörige, Neuguinea 1970)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 60 / 82

Für die Aufnahmen in Afrika ebenso wie für die in Neuguinea ... (Stammesangehörige, Neuguinea 1970)

... verwendete Penn ein tragbares Studio, das aus einem Alugerüst und einem Nylonzelt bestand. So hatte er immer einen neutralen Hintergrund, vor dem er seine Modelle positionierte - und nicht etwa in ihrem normalen Lebensumfeld. (Stammesangehörige, Neuguinea 1970)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 61 / 82

... verwendete Penn ein tragbares Studio, das aus einem Alugerüst und einem Nylonzelt bestand. So hatte er immer einen neutralen Hintergrund, vor dem er seine Modelle positionierte - und nicht etwa in ihrem normalen Lebensumfeld. (Stammesangehörige, Neuguinea 1970)

1971 reiste und fotografierte Penn in Marokko - hier endete sein Projekt zu fremden Völkern, das in Peru begonnen hatte. In der Stadt Guelmin ...
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 62 / 82

1971 reiste und fotografierte Penn in Marokko - hier endete sein Projekt zu fremden Völkern, das in Peru begonnen hatte. In der Stadt Guelmin ...

... machte er die Aufnahmen in einem Zelt auf einem Kamelmarkt, wieder vor dem neutralen Hintergrund. (Schwarzgekleidete Frauen mit Brot, Marokko 1971)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 63 / 82

... machte er die Aufnahmen in einem Zelt auf einem Kamelmarkt, wieder vor dem neutralen Hintergrund. (Schwarzgekleidete Frauen mit Brot, Marokko 1971)

Komplett verschleiert, fast felsenartig posieren die Fotografierten, während draußen heftiger Wind wehte. (der New Yorker Kurator der Ausstellung, Jeff L. Rosenheim, bei der Presseführung zur Eröffnung)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 64 / 82

Komplett verschleiert, fast felsenartig posieren die Fotografierten, während draußen heftiger Wind wehte. (der New Yorker Kurator der Ausstellung, Jeff L. Rosenheim, bei der Presseführung zur Eröffnung)

Doch immer wieder porträtierte Penn Prominente, so wie hier in den 1960- und 1970er-Jahren seinen Bruder, den Filmregisseur Arthur Penn, mit Warren Beatty, den Filmregisseur Ingmar Bergman (v.l.), ...
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 65 / 82

Doch immer wieder porträtierte Penn Prominente, so wie hier in den 1960- und 1970er-Jahren seinen Bruder, den Filmregisseur Arthur Penn, mit Warren Beatty, den Filmregisseur Ingmar Bergman (v.l.), ...

... den Schriftsteller S.J. Perelman und den Fotografen-Kollegen Richard Avedon (v.l.).
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 66 / 82

... den Schriftsteller S.J. Perelman und den Fotografen-Kollegen Richard Avedon (v.l.).

Modedesigner John Galliano posierte 1995 in Paris für Penn, ...
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 67 / 82

Modedesigner John Galliano posierte 1995 in Paris für Penn, ...

... mit dem japanischen Modeschöpfer Issey Miyake (r.) verband Penn sogar eine 14 Jahre währende Zusammenarbeit: Ab den 1980er-Jahren schickte Miyake Penn seine Kreationen, ...
(Foto: imago/Uwe Steinert) 68 / 82

... mit dem japanischen Modeschöpfer Issey Miyake (r.) verband Penn sogar eine 14 Jahre währende Zusammenarbeit: Ab den 1980er-Jahren schickte Miyake Penn seine Kreationen, ...

...  die der sehr bewunderte und für eine ganze Serie fotografierte. Das Problem: Sie waren oft aus zartem, dünnem Material und flach zusammengefaltet in Kartons verpackt und Penn wusste oft nicht, wie genau man sie anziehen muss. So entstanden am Ende oft Figuren, die von Miyake so nicht gedacht waren.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 69 / 82

... die der sehr bewunderte und für eine ganze Serie fotografierte. Das Problem: Sie waren oft aus zartem, dünnem Material und flach zusammengefaltet in Kartons verpackt und Penn wusste oft nicht, wie genau man sie anziehen muss. So entstanden am Ende oft Figuren, die von Miyake so nicht gedacht waren.

Den Eindruck könnte man beim "Kopf aus Leinen mit Eisenwaren" von Jun Takahashi (2006) auch bekommen.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 70 / 82

Den Eindruck könnte man beim "Kopf aus Leinen mit Eisenwaren" von Jun Takahashi (2006) auch bekommen.

Das Kleid von Christian Lacroix aus Satin von 1995 ist ebenso kunstvoll  und verwickelt - aber zumindest ist hier ganz klar, wo hinten und vorne ist.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 71 / 82

Das Kleid von Christian Lacroix aus Satin von 1995 ist ebenso kunstvoll und verwickelt - aber zumindest ist hier ganz klar, wo hinten und vorne ist.

Viel weniger Stoff, viel mehr Bewegung, ganz andere Zeit: Birgitta Klercker im Badeanzug, 1966.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 72 / 82

Viel weniger Stoff, viel mehr Bewegung, ganz andere Zeit: Birgitta Klercker im Badeanzug, 1966.

Ganz klar auch aus den "crazy Sixties": Marisa Berenson im Overall aus Straußenfedern von Patou, 1968.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 73 / 82

Ganz klar auch aus den "crazy Sixties": Marisa Berenson im Overall aus Straußenfedern von Patou, 1968.

Diese Modeaufnahmen von 1969 erinnern an die Fotos aus Dahomey: Naomi Sims in einen Schal gehüllt und Marisa Berenson als "Brautskulptur" von Ungaro.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 74 / 82

Diese Modeaufnahmen von 1969 erinnern an die Fotos aus Dahomey: Naomi Sims in einen Schal gehüllt und Marisa Berenson als "Brautskulptur" von Ungaro.

Kaum zu erkennen, aber sie ist es wirklich: Nicole Kidman in Couture von Chanel, Lagerfelds Tweedjacke, 2004.
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 75 / 82

Kaum zu erkennen, aber sie ist es wirklich: Nicole Kidman in Couture von Chanel, Lagerfelds Tweedjacke, 2004.

Diese Modeaufnahmen ... (Caroline Trentini in Chanel Haute Couture, 2007)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 76 / 82

Diese Modeaufnahmen ... (Caroline Trentini in Chanel Haute Couture, 2007)

... und Porträts, die von den 1960er-Jahren bis ins erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts reichen, ... (Hell's Angel Doug, San Franciso 1967)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 77 / 82

... und Porträts, die von den 1960er-Jahren bis ins erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts reichen, ... (Hell's Angel Doug, San Franciso 1967)

... sind in der Retrospektive unter dem Schlagwort "Zeitkapseln" zusammengestellt. (Tom Wolfe, 1966)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 78 / 82

... sind in der Retrospektive unter dem Schlagwort "Zeitkapseln" zusammengestellt. (Tom Wolfe, 1966)

"Penns Schönheitsempfinden hatte immer auch die Unausweichlichkeit des Verfalls mit reflektiert", heißt es dazu - ein Spiegel der Vergänglichkeit des Lebens, eingefangen in seinen Fotografien. (Gianni Versace 1987, Anais Nin 1971)
(Foto: Irving Penn/C/O Berlin/Andrea Beu) 79 / 82

"Penns Schönheitsempfinden hatte immer auch die Unausweichlichkeit des Verfalls mit reflektiert", heißt es dazu - ein Spiegel der Vergänglichkeit des Lebens, eingefangen in seinen Fotografien. (Gianni Versace 1987, Anais Nin 1971)

Am Ende des Rundgangs im C/O Berlin wird die Ausstellung ergänzt durch einen kurzen Film (8 Millimeter, drei Minuten, von seiner Frau aufgenommen) über die Arbeit Penns - ein einmaliger Schatz. Denn es gibt sonst keine Filmaufnahmen von ihm ...
(Foto: imago/Uwe Steinert) 80 / 82

Am Ende des Rundgangs im C/O Berlin wird die Ausstellung ergänzt durch einen kurzen Film (8 Millimeter, drei Minuten, von seiner Frau aufgenommen) über die Arbeit Penns - ein einmaliger Schatz. Denn es gibt sonst keine Filmaufnahmen von ihm ...

... und auch sonst sind Filme, die Fotografen bei ihrer Arbeit zeigen, sehr selten. (Penn bei der Arbeit, Neuguinea 1948)
(Foto: Unbekannter Fotograf/C/O Berlin/Andrea Beu) 81 / 82

... und auch sonst sind Filme, die Fotografen bei ihrer Arbeit zeigen, sehr selten. (Penn bei der Arbeit, Neuguinea 1948)

Die Ausstellung "Irvin Penn. Centennial - Der Jahrhundertfotograf" läuft noch bis zum 1. Juli 2018 im C/O Berlin am Bahnhof Zoologischer Garten. (abe)
(Foto: Andrea Beu) 82 / 82

Die Ausstellung "Irvin Penn. Centennial - Der Jahrhundertfotograf" läuft noch bis zum 1. Juli 2018 im C/O Berlin am Bahnhof Zoologischer Garten. (abe)