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"Time" kürt "Person des Jahres" Auf Trump folgt die #MeToo-Bewegung

Das "Time"-Magazine hat wieder die Person des Jahres gekürt: In diesem Jahr sind es gleich mehrere - diejenigen, die als #MeToo-Bewegung das Schweigen über sexuelle Belästigung durchbrochen haben. Auf die Titelseite setzte die Zeitschrift unter anderem ...

Das "Time"-Magazine hat wieder die Person des Jahres gekürt: In diesem Jahr sind es gleich mehrere - diejenigen, die als #MeToo-Bewegung das Schweigen über sexuelle Belästigung durchbrochen haben. Auf die Titelseite setzte die Zeitschrift unter anderem ...
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Das "Time"-Magazine hat wieder die Person des Jahres gekürt: In diesem Jahr sind es gleich mehrere - diejenigen, die als #MeToo-Bewegung das Schweigen über sexuelle Belästigung durchbrochen haben. Auf die Titelseite setzte die Zeitschrift unter anderem ...

... Schauspielerin Ashley Judd, Sängerin Taylor Swift und die Software-Entwicklerin Susan Fowler. Judd hatte gemeinsam mit weiteren Frauen die Affäre um Filmproduzent Harvey Weinstein losgetreten, dem sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden.
(Foto: dpa) 2 / 21

... Schauspielerin Ashley Judd, Sängerin Taylor Swift und die Software-Entwicklerin Susan Fowler. Judd hatte gemeinsam mit weiteren Frauen die Affäre um Filmproduzent Harvey Weinstein losgetreten, dem sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden.

Bis zum Jahr 2000 hieß der Preis noch "Man of the Year" und bezeichnete damit recht korrekt, wer ausgezeichnet wurde: Männer. Bis auf ein paar Ausnahmen, wie zum Beispiel Elisabeth II. im Jahr 1952.
(Foto: picture alliance / dpa) 3 / 21

Bis zum Jahr 2000 hieß der Preis noch "Man of the Year" und bezeichnete damit recht korrekt, wer ausgezeichnet wurde: Männer. Bis auf ein paar Ausnahmen, wie zum Beispiel Elisabeth II. im Jahr 1952.

Nur wenige Titel gingen an Preisträgerinnen, einer dafür aber gleich an Millionen von Frauen: 1975, zu Zeiten des Second-Wave Feminismus, zum Beispiel an alle US-Amerikanerinnen. "So viele Frauen in den USA haben ihre Leben für sich in Anspruch genommen, das Geschehen kommt der Entdeckung eines neuen Kontinents gleich", so die Begründung.
(Foto: twitter/ChbatMarianne) 4 / 21

Nur wenige Titel gingen an Preisträgerinnen, einer dafür aber gleich an Millionen von Frauen: 1975, zu Zeiten des Second-Wave Feminismus, zum Beispiel an alle US-Amerikanerinnen. "So viele Frauen in den USA haben ihre Leben für sich in Anspruch genommen, das Geschehen kommt der Entdeckung eines neuen Kontinents gleich", so die Begründung.

Die Entstehung des Titels liest sich äußerst skurril: Der Preis war eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Er soll eine Reaktion auf eine "Sauregurkenzeit" gewesen sein, eine Zeit also, in der die Redakteure nichts zu tun hatten. Zudem hatte man bei der "Time" verpasst, Charles Lindbergh gebührend für seine Atlantik-Überquerung zu feiern. Entschädigend wurde er dann zum ersten "Man of the Year" 1927 ernannt.
(Foto: picture-alliance/ dpa) 5 / 21

Die Entstehung des Titels liest sich äußerst skurril: Der Preis war eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Er soll eine Reaktion auf eine "Sauregurkenzeit" gewesen sein, eine Zeit also, in der die Redakteure nichts zu tun hatten. Zudem hatte man bei der "Time" verpasst, Charles Lindbergh gebührend für seine Atlantik-Überquerung zu feiern. Entschädigend wurde er dann zum ersten "Man of the Year" 1927 ernannt.

1982 wurde beispielsweise der Computer ausgezeichnet und 1988 galt der Titel der bedrohten Erde. Die Redakteure des Magazins werden nicht müde zu betonen, dass der Preis Personen, Kategorien, Gruppen oder Erfindungen auszeichnen kann, die nicht nur lobens-, sondern auch nennenswert sind und das Geschehen im jeweiligen Jahr maßgeblich beeinflusst haben. Vor dem Hintergrund ...
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1982 wurde beispielsweise der Computer ausgezeichnet und 1988 galt der Titel der bedrohten Erde. Die Redakteure des Magazins werden nicht müde zu betonen, dass der Preis Personen, Kategorien, Gruppen oder Erfindungen auszeichnen kann, die nicht nur lobens-, sondern auch nennenswert sind und das Geschehen im jeweiligen Jahr maßgeblich beeinflusst haben. Vor dem Hintergrund ...

... ist wohl auch die Verleihung des Titels an Adolf Hitler im Jahr 1938 zu verstehen. Er sei als "größte Bedrohung der Demokratie und Freiheitsliebe" mit dem Titel ausgezeichnet worden. Das stiftete damals viel Verwirrung.
(Foto: picture alliance / dpa) 7 / 21

... ist wohl auch die Verleihung des Titels an Adolf Hitler im Jahr 1938 zu verstehen. Er sei als "größte Bedrohung der Demokratie und Freiheitsliebe" mit dem Titel ausgezeichnet worden. Das stiftete damals viel Verwirrung.

Ebenso die Auszeichnung dieses schnurrbärtigen Diktators im Jahr 1939. Josef Stalin habe hart daran gearbeitet, sich zu Lebzeiten als Gott zu inszenieren. Keine Schmeichelei sei zu offensichtlich, kein Kompliment übertrieben, er sei schließlich zur Quelle sozialistischer Weisheiten avanciert.
(Foto: picture alliance / dpa) 8 / 21

Ebenso die Auszeichnung dieses schnurrbärtigen Diktators im Jahr 1939. Josef Stalin habe hart daran gearbeitet, sich zu Lebzeiten als Gott zu inszenieren. Keine Schmeichelei sei zu offensichtlich, kein Kompliment übertrieben, er sei schließlich zur Quelle sozialistischer Weisheiten avanciert.

Neben Diktatoren wurden aber auch Menschen mit besserem Image ausgezeichnet. Im Jahr 1930 zum Beispiel der indische Widerstandskämpfer und Pazifist Mahatma Gandhi, der die britische Kolonie Indien mit gewaltlosem Widerstand in die Unabhängigkeit führte.
(Foto: picture alliance / dpa) 9 / 21

Neben Diktatoren wurden aber auch Menschen mit besserem Image ausgezeichnet. Im Jahr 1930 zum Beispiel der indische Widerstandskämpfer und Pazifist Mahatma Gandhi, der die britische Kolonie Indien mit gewaltlosem Widerstand in die Unabhängigkeit führte.

Oder der Vorkämpfer der Bürgerrechtsbewegung in den USA, Martin Luther King. Er erhielt den Titel 1963. Es war das Jahr der Proteste in Birmingham, die zur Aufhebung der Rassentrennung führten. Im selben Jahr fand der Marsch auf Washington statt, bei dem King seine berühmte "I have a Dream"-Rede hielt und seine Vision einer Gesellschaft ohne Rassismus beschrieb.
(Foto: picture alliance / dpa) 10 / 21

Oder der Vorkämpfer der Bürgerrechtsbewegung in den USA, Martin Luther King. Er erhielt den Titel 1963. Es war das Jahr der Proteste in Birmingham, die zur Aufhebung der Rassentrennung führten. Im selben Jahr fand der Marsch auf Washington statt, bei dem King seine berühmte "I have a Dream"-Rede hielt und seine Vision einer Gesellschaft ohne Rassismus beschrieb.

Ebenfalls für seinen Kampf gegen Rassismus und Unterdrückung wurde Nelson Mandela 1993 ausgezeichnet. Den Titel teilte er sich mit drei anderen Personen, u.a. Jassir Araft, in der Kategorie Friedensstifter.
(Foto: picture alliance / dpa) 11 / 21

Ebenfalls für seinen Kampf gegen Rassismus und Unterdrückung wurde Nelson Mandela 1993 ausgezeichnet. Den Titel teilte er sich mit drei anderen Personen, u.a. Jassir Araft, in der Kategorie Friedensstifter.

Seit 1932 und Teddy Roosevelt werden auch alle US-Präsidenten zur Person des Jahres gewählt. Ausnahmslos. Zur Begründung schreibt das Magazin: "Als Oberbefehlshaber einer der größten Nationen der Welt ist es schwer, keine Nachrichten zu produzieren."
(Foto: picture alliance / dpa) 12 / 21

Seit 1932 und Teddy Roosevelt werden auch alle US-Präsidenten zur Person des Jahres gewählt. Ausnahmslos. Zur Begründung schreibt das Magazin: "Als Oberbefehlshaber einer der größten Nationen der Welt ist es schwer, keine Nachrichten zu produzieren."

Tatsächlich ist auch die Wahl der "Person des Jahres" zuweilen sehr politisch: Als 2003 der "amerikanische Soldat" gekürt wurde, verstanden einige nicht nur als Patriotismus, sondern auch als Kritik an der Linie des US-Präsidenten.
(Foto: REUTERS) 13 / 21

Tatsächlich ist auch die Wahl der "Person des Jahres" zuweilen sehr politisch: Als 2003 der "amerikanische Soldat" gekürt wurde, verstanden einige nicht nur als Patriotismus, sondern auch als Kritik an der Linie des US-Präsidenten.

Politiker werden am häufigsten ausgezeichnet - auch wenn es 2005 neben Bill Gates und seiner Frau Melinda auch U2-Sänger Bono auf das Cover schaffte. Alle drei wurden von "Time" für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt.
(Foto: REUTERS) 14 / 21

Politiker werden am häufigsten ausgezeichnet - auch wenn es 2005 neben Bill Gates und seiner Frau Melinda auch U2-Sänger Bono auf das Cover schaffte. Alle drei wurden von "Time" für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt.

Die Regel brechen aber auch immer wieder zivile Akteure: So wurden beispielsweise 2011, im Jahr des arabischen Frühlings, die Demonstranten ausgezeichnet, ...
(Foto: picture alliance / dpa) 15 / 21

Die Regel brechen aber auch immer wieder zivile Akteure: So wurden beispielsweise 2011, im Jahr des arabischen Frühlings, die Demonstranten ausgezeichnet, ...

... und 2014 Menschen, die als Helferinnen und Helfer gegen die Ebola-Epidemie in Teilen Westafrikas kämpften.
(Foto: picture alliance / dpa) 16 / 21

... und 2014 Menschen, die als Helferinnen und Helfer gegen die Ebola-Epidemie in Teilen Westafrikas kämpften.

Auch 2015 standen zivile Akteure auf der Liste: Auf Platz drei landete die Bürgerrechtsbewegung "Black Lives Matter", die gegen Rassismus und tödliche Polizeigewalt gegen Schwarze kämpft.
(Foto: picture alliance / dpa) 17 / 21

Auch 2015 standen zivile Akteure auf der Liste: Auf Platz drei landete die Bürgerrechtsbewegung "Black Lives Matter", die gegen Rassismus und tödliche Polizeigewalt gegen Schwarze kämpft.

Auf Platz eins lag damals Bundeskanzlerin Angela Merkel - übrigens seit fast 30 Jahren die erste Titelgewinnerin.
(Foto: AP) 18 / 21

Auf Platz eins lag damals Bundeskanzlerin Angela Merkel - übrigens seit fast 30 Jahren die erste Titelgewinnerin.

Einer, der ihr die Auszeichnung damals missgönnte, war übrigens Donald Trump - denn der Immobilientycoon wollte selbst gern auf den Titel des Magazins.
(Foto: picture alliance / dpa) 19 / 21

Einer, der ihr die Auszeichnung damals missgönnte, war übrigens Donald Trump - denn der Immobilientycoon wollte selbst gern auf den Titel des Magazins.

Immerhin, im folgenden Jahr gewann er dann den Preis. Da war er gerade zum US-Präsidenten gewählt worden. Und die Auszeichnung zeigte: ...
(Foto: picture alliance / dpa) 20 / 21

Immerhin, im folgenden Jahr gewann er dann den Preis. Da war er gerade zum US-Präsidenten gewählt worden. Und die Auszeichnung zeigte: ...

... Sie soll eben vor allem eine Bestandsaufnahme sein, wer oder was den größten Einfluss auf die Ereignisse des Jahres hatte - ob einem das nun gefällt oder nicht. (apo/jug)
(Foto: REUTERS) 21 / 21

... Sie soll eben vor allem eine Bestandsaufnahme sein, wer oder was den größten Einfluss auf die Ereignisse des Jahres hatte - ob einem das nun gefällt oder nicht. (apo/jug)