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Speziell? "Dämonenjäger"! Wenn "Evil Dead" auf Takeshi Kitano trifft

Gruselig? Eher witzig: "Die Dämonenjäger".

Gruselig? Eher witzig: "Die Dämonenjäger".

(Foto: Tiberius)

Ein philippinischer Film mit japanischen Teil-Untertiteln? Das ist speziell. Dazu Yakuza-Gewalt und "Evil Dead"-Blutgier? Ganz speziell. "Die Dämonenjäger" setzen aber noch eins drauf und werden so zum Genre-Highlight.

Filme aus Südostasien haben etwas ganz Spezielles an sich. Das beste Beispiel dafür liefert der aktuelle philippinische Hit "Die Dämonenjäger". Der Titel mag nach TV-Massenkost á la "Buffy" klingen, doch das ist der Streifen des Regisseurs Pedring Lopez ("Breach"), der auch am Drehbuch mitwirkte und produzierte, ganz und gar nicht. "Die Dämonenjäger" ist mehr: Hier trifft "Evil Dead" auf Takeshi Kitano.

Im Mittelpunkt des Films steht das "Buch der Finsternis", eine jahrhundertealte Kladde, in der die bösen Geister gebannt sind. Samurai sorgen dafür, dass sie auch im Buch bleiben. Doch nun scheint einer daraus entkommen zu sein. Sein Name: Zahagur.

"Die Dämonenjäger" ist bei Tiberius erschienen.

"Die Dämonenjäger" ist bei Tiberius erschienen.

(Foto: Tiberius)

Serienkiller reloaded

Die Elitecops Tony (Cesar Montano) und Jane (Meg Imperial) kommen ihm auf die Spur, als sie einer grauenvollen Mordserie nachgehen. Sie betrifft nur Frauen, die auf bestialische Weise aufgeschlitzt werden. Das Ganze ähnelt einer Mordserie, die sich vor ein paar Jahren in Japan ereignet und deren Täter Tony später erschossen hat.

Ist also ein Nachahmer unterwegs? Steckt ein Kult dahinter? Sind die Morde ein bestimmtes Ritual? Und wenn ja, wofür?

Tony forscht nach. Er hat eine Ahnung, aber die wäre schon ziemlich weit hergeholt. Als dann aber seine Ex, mit der er gerade wieder angebandelt hat, dem Mörder in die Hände fällt, wird es für Tony persönlich. Nun hat er auch die Gewissheit, dass Zahagur zurück ist, irgendwie - und immer weiter mordet.

Typen, die so aussehen, sollte man aus dem Weg gehen.

Typen, die so aussehen, sollte man aus dem Weg gehen.

(Foto: Tiberius)

Tony sucht Hilfe. Er frischt seine alten Verbindungen zu den Yakuza auf. Mafia-Patin Miyuki (Maria Ozawa) schlägt sich auf seine Seite und bringt geballte Feuergewalt mit ins Spiel. Etwas, das dringend vonnöten ist, um Zahagur zu stoppen. Gelingt das nicht, hat es sich nämlich mit der Erde, wie wir sie kennen.

Verrückt, anders, blutig

Bis es zum Showdown kommt, brechen auf den Zuschauer actiongeladene Szenen, eine Menge Blut und düstere Bilder ohne Ende ein. Langeweile kommt bei dem knapp 90 Minuten langen Film keine Sekunde auf. Da die Hauptcharaktere überschaubar bleiben und auch die Namen gängig sind, kann man der Handlung problemlos folgen.

Etwas problematischer sind da die Untertitel-Sequenzen, die immer dann zum Zuge kommen, wenn Yakuza involviert sind oder der Dämon etwas von sich gibt. Andererseits: Wäre "Die Dämonenjäger" ein europäischer Film oder käme aus Hollywood, hätte der Dämon sicher Latein gebrabbelt. Also alles verkraftbar - auch weil der Zuschauer in den meisten Untertitelszenen Einblick in die geschichtlichen Zusammenhänge rund um das "Buch der Finsternis" erhält.

Was am Ende von "Die Dämonenjäger" bleibt, ist ein preisgekrönter, durchgeknallter Horror-Action-Film mit dramatischen wie witzigen Elementen und viel Blut. Ein sehr spezieller Film, ostasiatisch eben. 

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Quelle: n-tv.de

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