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Jauch disst Kumpel Gottschalk "probt? Muss ein Double sein"

Tobias Kaiser konnte mit Promigeschichten glänzen.

Tobias Kaiser konnte mit Promigeschichten glänzen.

Der Kandidat hat ein Foto von sich mit Thomas Gottschalk mitgebracht. Für Günther Jauch stimmt etwas an dem Bild nicht. Margariten, 90 Helene-Fischer-Konzerte und ISS-Astronauten auf "Heavy Rotation" tun ein Übriges.

Unter Freunden darf man ja wohl noch mal kabbeln. "Irgendeinen Mühlstein hängt er sich immer um den Hals", hatte Thomas Gottschalk vor vielen Jahren über den ausbleibenden Ruhestand seines Freundes Günther Jauch geklagt. Während der ehemalige "Wetten, dass ..?"-Moderator es sich unter der Sonne Kaliforniens gut gehen lässt, sitzt Jauch weiterhin pflichtbewusst bei der anderen großen Fragezeichen-Show des deutschen Fernsehens – und stänkert gegen den tiefenentspannten Kumpel. Der Gast hat ein Foto von sich mit Gottschalk bei Proben zum Deutschen Fernsehpreis mitgebracht. "Thomas probt?", warf Jauch ein. "Das muss ein Double sein. Er hat noch nie geprobt."

Journalist Tobias Kaiser aus Radolfzell glänzte bei der "Wer wird Millionär?"-Ausgabe am Montagabend vor allem mit seinen Promigeschichten samt Fotobeweisen. "Wer saß neben mir? Mein Idol Matthias Reim", berichtete er von dem ersten Kneipenabend in seiner neuen Heimatstadt. Gottschalk? "Er hat hier die Million abgeräumt. Mein Vorbild!" Der insgesamt recht überschwängliche Kandidat gab dem Publikum Klatschanweisungen, beschwerte sich über vermeintlich zu schwere Fragen und ballte gern die Siegesfaust.

Rotierende Raumfahrer

Bei der 8000-Euro-Frage hatte Kaiser zumindest den richtigen Riecher, dass sich das Prinzip der "Heavy Rotation" wohl eher nicht auf die ISS bezieht ("Das wäre nicht so gut für die Astronauten"). Allerdings schloss er auch die korrekte Antwort "Songs im Radio" aus. Und was blieb nach dem 50/50-Joker stehen? Eben diese beiden Möglichkeiten. Das war das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit, dass der 50/50-Joker dem Kandidaten keine große Hilfe war.

Der 33-jährige Online-Redakteur beim "Südkurier" in Konstanz scheiterte schließlich an der Schreibweise der Margeriten (er entschied sich für die Variante "Margariten"). Dank der Sicherheitsvariante hatte der Familienvater aber 16.000 Euro sicher und das Soll erfüllt: "Dann lässt meine Frau mich zu Hause wieder rein."

Zuvor hatte Überhangskandidatin Bettina McFarland aus Berlin kurzen Prozess gemacht. Sie passte bei der ersten Frage, wovon es im Jahr 2017 hierzulande rund 90 gab: Top-10-Singles, neue Kinofilme, Helene-Fischer-Konzerte oder GZSZ-Folgen? Korrekt war Antwort A. Die Lufthansa-Flugbegleiterin freute sich über 32.000 Euro. Als gleich dritte Kandidatin in Folge (das gab es ebenfalls lange nicht mehr) entschied sich auch Journalistin Ellen Reim aus Nordenham für die "Schisservariante". "Ich bin nicht mehr 25, ich muss auf Sicherheit gehen", rechtfertigte sich die stellvertretende Redaktionsleiterin der "Kreiszeitung Wesermarsch". Das Herz, wissen Sie, Herr Jauch?

Die Kandidatin hat jetzt erst einmal Zeit, sich zu beruhigen. Nächsten Montag gibt es ein Zwillings-Special. Sechs Geschwisterpaare treten an, Jauch wird von den Lochis unterstützt.

Quelle: n-tv.de

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