Leben

Von Game of Thrones bis Titanic Die schönsten Orte an Nordirlands Küste

The Dark Hedges.

The Dark Hedges.

(Foto: imago/UIG)

Wenn das Wetter ständig zwischen Sonne und Regen wechselt und die Schafe die Straßen blockieren, dann ist man in Nordirland. An der rauen Küste der Insel finden Naturliebhaber ein echtes Paradies. Und manchmal haben sie das sogar ganz für sich.

Rund eine Stunde Autofahrt von Belfast entfernt gibt es ein grünes Paradies für Outdoorurlauber. Downhill-Biken, Wandern oder Surfen: Für Sportler ist Nordirland eine große Spielwiese, denn an jeder Ecke warten Routen und Aktivitäten, um die spektakuläre Natur zu erkunden. Besonders der Küstenabschnitt an der Causeway Coastal Route ist empfehlenswert. Fischerdörfer, einsame Strände oder stürmische Brandungen sind der Lohn für manchmal auch körperlich anstrengende Touren.

Wer auf den Küstenstraßen Nordirlands mit dem Auto oder Mountainbike unterwegs ist, hat zudem oft nur wenig Verkehr um sich herum. Urlauber können die Natur in Ruhe genießen und sollten viele Stopps einplanen. Dass es mitunter sehr beschaulich zugeht, zeigen allein die unzähligen Schafe am Wegesrand. Die pure Entschleunigung: Wenn die Tiere auf den engen Straßen herumstehen und zum Stillstand zwingen. Aber auch das ist Teil der Naturerfahrung in Nordirland.

Carrick-a-Rede-Bridge.

Carrick-a-Rede-Bridge.

(Foto: Sonja Gurris)

Mystik im Unesco-Weltnaturerbe

Unterwegs gibt es immer wieder etwas zu entdecken, beispielsweise Dunluce Castle. Die Burg steht zwischen den Orten Portballintrae und Portrush direkt an der Küste, 30 Meter über dem Meer. Die Ruine bietet Besuchern einen tollen Blick. Auch eine Stippvisite an der Carrick-a-Rede-Rope-Bridge lohnt sich, denn von diesem Punkt aus können Besucher ein fantastisches Panorama von der Küste rundherum genießen. Bei gutem Wetter geht das umso besser. Die kleine Insel Carrik-a-Rede liegt zwischen Ballycastle und Ballintoy. Das Eiland ist nur durch die große Hängebrücke mit dem Festland verbunden. 

Ein absolutes Naturhighlight ist der Giant's Causeway in Bushmills in der Grafschaft Antrim. Wer diesen Ort, der Unesco-Weltnaturerbe ist, betritt, wird sofort seine Magie spüren. Die Steinformationen aus rund 40.000 Basaltsäulen und das Zusammenspiel aus Wind, Wasser und Licht wirken besonders mystisch, wenn in den frühen Morgenstunden noch nicht so viele Besucher dort spazieren gehen. Ihr Usprung reicht 60 Millionen Jahre bis ins Paläozän zurück.

Giant's Causeway.

Giant's Causeway.

Gewusel bei "Game of Thrones"-Drehorten

Tausende Serienfans zieht es jedes Jahr nach Nordirland, weil viele Folgen der Erfolgsserie "Game of Thrones" dort gedreht wurden. Ein Muss ist deshalb beispielsweise die Allee The Dark Hedges in Ballymoney. Die Buchen sind im 18. Jahrhundert gepflanzt worden, um Eindruck zu machen auf die Besucher des Anwesens Gracehill House. In der Serie wird die Allee als King's Road bezeichnet.

Man muss sich also nicht wundern, wenn viele Autos auf dem hinteren Teil der Straße stehen und "Game of Thrones"-Fans versuchen, den Weg möglichst menschenleer zu fotografieren. Das ist ein schwieriges Unterfangen, da ab Belfast mittlerweile auch "Game of Thrones"-Tagesfahrten angeboten werden. Neben diesem Hotspot sind aber auch die Cushendun Caves, 400 Millionen Jahre alte Höhlen, einen Zwischenstopp wert. Sie sind das Ergebnis von Erosion durch extreme Wetterverhältnisse ebenso ein Drehort der TV-Serie. Mehr Informationen dazu finden die Serienfans auch im Internet.

Die Cushendun Caves.

Die Cushendun Caves.

(Foto: imago/robertharding)

Belfast: Murals, Pubs und Titanic

Nordirlands Natur mag ein Hauptgrund für einen Urlaub auf der grünen Insel sein. Doch auch die Hauptstadt Belfast sollten Reisende auf keinen Fall verpassen. Vor allem drei Highlights sind absolut sehenswert: Die Murals (Wandgemälde) in Belfast zeigen die blutige Geschichte des Nordirlandkonfliktes zwischen Katholiken und Protestanten. Seit 1998 herrscht offiziell Frieden. Bei einer Fahrt oder einem Spaziergang entlang dieser Mauern erfahren Besucher mehr über den Konflikt und wie sehr dieser das Land und seine Einwohner geprägt hat.

Stark verbunden mit Belfast ist auch die "Titanic". Besucher können am Hafen das Titanic Belfast Museum besuchen und dabei in die Zeit eintauchen, in der das damals größte Passagierschiff der Welt gebaut wurde. Das Museum ist eine echte Erlebniswelt, die anschaulich die harten Arbeitsbedingungen der Werftarbeiter und auch die dramatische Geschichte der damals als "unsinkbar" bezeichneten Titanic erzählt. Touristen erfahren aber auch, welche Bedeutung der Schiffsbau im Allgemeinen für Belfast hatte.

Nicht zuletzt sollten Besucher durch die Innenstadt streifen. Im Cathedral Quarter reihen sich die Pubs aneinander. In den Abendstunden zeigen die Nordiren bei Livemusik, wie gerne sie feiern und das Leben genießen. Für Urlauber ist es eine gute Möglichkeit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Sowohl als Ausgangspunkt, aber auch als Endstation eines Nordirland-Trips ist Belfast deshalb ideal - und die Stadt bietet einen tollen Kontrast zu den sehr ruhigen und idyllischen Landstrichen an der Küste im Norden.  

Quelle: n-tv.de

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