Montag, 16. April 2018 Der Tag bei n-tv

Heute mit Sebastian Huld und Volker Petersen

22:40 Uhr
Das war Montag, der 16. April 2018

So langsam geht der Tag zu Ende, die Nacht kommt, Zeit alles mal ein bisschen sacken zu lassen. Nur falls Sie diese Themen heute verpasst haben, wollen Sie vielleicht ja noch einmal nachlesen. Denn die stießen heute auf verstärktes Interesse:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und hoffe, Sie sind morgen wieder mit dabei.


22:22 Uhr
Sommer wird mies, zumindest laut Zürcher Tradition

Der Bööggs ist hinüber.

Der Bööggs ist hinüber.

(Foto: picture alliance / Ennio Leanza/)
20 Minuten und 31 Sekunden hat es am Abend gedauert, bis der Kopf des sogenannten Bööggs beim Zürcher Frühlingsfest Sechseläuten explodiert ist. Na und? Ha! Der Volksmund sagt: Je schneller der Kopf explodiert, desto schöner wird der Sommer. Mit einer Zeit von über 20 Minuten sieht es 2018 eher schlecht aus: In den vergangenen zehn Jahren ging es nur viermal noch länger. Beim Böögg handelt es sich um eine mit Knallkörpern gefüllte über drei Meter große Figur auf einem 10 Meter hohen Scheiterhaufen. Das hat jahrhundertelange Tradition.


21:55 Uhr
Neue Cyberattacke Russlands auf USA und GB?

Gab es erneut eine Cyberattacke aus Russland? Das werfen die Regierungen der USA und Großbritanniens dem Kreml vor.

  • Von der Regierung in Moskau unterstütze Gruppen hätten Router infiziert, erklärten amerikanische und britische Behörden in einer Telefonschaltung. Der Umfang des Schadens sei noch nicht bekannt, erklärte Jeanette Manfra vom US-Heimatschutzministerium.
  • Ciaran Martin vom britischen National Cyber Security Centre sagte allerdings, es seien "Millionen von Maschinen" ins Visier genommen worden.
  • Die Angriffe würden seit mehr als einem Jahr beobachtet, die zugrundeliegende Taktik sei noch länger bekannt. Möglicherweise brächten sich die Hacker für zukünftige Angriffe in Stellung.


21:29 Uhr
Weitere Leichenteile in Neusiedler See entdeckt

Die Suche am Neusiedler See geht weiter.

Die Suche am Neusiedler See geht weiter.

(Foto: picture alliance / Herbert P. Oc)
Die Suchaktion der Polizei am Neusiedler See hat, wenn man so will, Erfolg: Die österreichischen Beamten haben weitere Leichenteile in dem Gewässer entdeckt, nachdem dort der Torso einer Frau gefunden worden war. Sie gehören wahrscheinlich zu der Leiche. Per DNA-Abgleich soll das morgen geklärt werden. Den Körper hatte ein Fischer gefunden, er trieb rund 800 Meter vom Ufer entfernt. Wer die Frau war, ist noch unbekannt.


21:12 Uhr
Promis fordern kostenloses Interrail-Ticket zum 18.

Die Idee wird in Brüssel schon seit einiger Zeit diskutiert, nun gewinnt sie neue Fahrt. Es geht um kostenlose Interrail-Tickets zum 18. Geburtstag eines jeden EU-Bürgers. Das fordern nun mehr als 100 Unterzeichner eines offenen Briefes an die EU-Kommission und den Europäischen Rat. Darunter sind Promis wie Daniel Brühl und Til Schweiger, der Schriftsteller Martin Walser und der Herzenseuropäer Joschka Fischer. Mit Interrail-Tickets kann man zu einem Festpreis beispielsweise einen Monat lang quer durch europäische Länder fahren - mit der Bahn versteht sich. Bislang sind "nur" 30.000 kostenlose Tickets für dieses Jahr bewilligt worden - was etwa zwölf Millionen Euro kosten soll.

"In den nächsten wenigen Jahren wird sich entscheiden, ob die Vision eines friedlichen, geeinten und solidarischen Europas das prägende Narrativ des Kontinents bleibt. Oder ob die Zeit vor uns von Nationalismus, Grenzen und oppositionellen Interessen geprägt sein wird", heißt es in dem Schreiben, das "Zeit Online" auf Deutsch veröffentlichte. "Europäerin und Europäer wird man durch Erfahrung, durch Austausch, Freundschaften und Reisen."

Das würde eine gute Milliarde Euro pro Jahr kosten, schätzen Experten. Ist es das wert? Stimmen Sie ab!

Umfrage Umfrage Sollten 18-Jährige ein kostenloses Interrail-Ticket bekommen?
 


20:51 Uhr
Löw überreicht Merkel ihr eigenes Trikot

Als ich hörte, dass Joachim Löw der Kanzlerin ihr eigenes Fußballtrikot überreicht hat, wollte ich sogleich wissen, welche Rückennummer darauf ist. Es ist die "4". Warum? Wegen der vierten Amtszeit? Wegen der Bewerbung für die EM 2024? Kann sein. Vielleicht auch, weil "viert schon" ein berühmtes Zitat Merkels widerspiegelt? Vermutlich nicht. Obwohl es ja zur kommenden WM in Russland passen würde.


20:14 Uhr
OPCW darf Mittwoch ins syrische Duma

Hat das syrische Assad-Regime Chemiewaffen gegen Zivilisten eingesetzt? In Washington, Paris und London wäre ein klares "Ja" die Antwort - deswegen wurden ja die Luftschläge geführt. Russland sieht das anders und teilt nun mit, dass am Mittwoch Experten von der Organisation zum Verbot von Chemiewaffen (OPCW) in die Stadt Duma reisen dürfen, um den Vorfall zu untersuchen. Wie viel dann noch von den Spuren wohl noch übrig ist?

Mehr dazu hier.


20:05 Uhr
Videos des Tages

Viel Stress für wenig Geld
Deutschen Logistikunternehmen fehlen 50.000 Lkw-Fahrer

Schwere Unfälle am Wochenende
Mehrere Motorradfahrer verunglücken tödlich

Sensationeller Fund auf Rügen
13-Jähriger entdeckt Silberschatz des Dänenkönigs Blauzahn

Traum-Heber in der Liga MX
Deutsch-Mexikaner verzückt mit feinem Füßchen

Köster zur Kritik an Kovac-Verpflichtung
"Verstehe nicht, warum die Bayern nachtreten mussten"


19:47 Uhr
Opel zieht Eisenachern Daumenschrauben an

(Foto: picture alliance / dpa)
Es ist keine gute Nachricht, die aus Frankreich nach Eisenach kommt. Der PSA-Konzern, der die Marke Opel mittlerweile besitzt, legt Investitionen in dem thüringischen Autowerk auf Eis.

  • Das begründet Opel-Chef Michael Lohscheller mit dem Widerstand der IG Metall. Die Investition habe noch kein grünes Licht erhalten, weil die Verhandlungen mit den Sozialpartnern noch nicht zu einer Einigung geführt hätten, schrieb der Opel-Chef an seine Mitarbeiter.
  • Opel hatte vergeblich die Stundung der im April anstehenden Tariferhöhung und den Abbau übertariflicher Zulagen verlangt. Erst dann sollte der Bau eines elektrifizierbaren Geländewagens im Werk Eisenach ab der ersten Jahreshälfte 2019 zugesagt werden.


19:25 Uhr
Katalanen entdecken "Bi-Ba-Butzemann" für sich

Dass man in Katalonien mal ein deutsches Volkslied auf den Straßen singt, gehört in die Kategorie "Hätte ich nie gedacht". Doch genau das passiert derzeit - unter den Separatisten im Land ist das Kinderlied "Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann" zum heimlichen Hit avanciert. Wieso das? Weil es sich angeblich anhört wie "Viva Puigdemont", also "Es lebe Puigdemont" - der neue Beliebtheitshöhen erklomm, nachdem das Oberlandesgericht Schleswig ihn auf freien Fuß setzte. Einer Radiohörerin war die leicht entfernte Ähnlichkeit aufgefallen, seitdem geht das Ganze viral.


19:08 Uhr
May: Nicht, weil Trump es gesagt hat

May stellte sich den Abgeordneten im Unterhaus.

May stellte sich den Abgeordneten im Unterhaus.

(Foto: picture alliance / Pa/PA Wire/dp)
Auch in London wird über die Luftschläge in Syrien diskutiert - Premierministerin May verteidigt sie nun im Parlament.

  • Schnell zu handeln sei wesentlich gewesen, um weiteres menschliches Leid zu verhindern und die Sicherheit der beteiligten Streitkräfte zu gewährleisten, sagte May.
  • Bei den Militärschlägen ging es May zufolge darum, die Fähigkeit der syrischen Regierung einzuschränken, Chemiewaffen zu verwenden. "Es gab keine praktikable Alternative zur Anwendung von Gewalt." Oppositionsführer Jeremy Corbyn kritisierte die Luftangriffe dagegen als "rechtlich fragwürdig".
  • May hatte keine Zustimmung der Abgeordneten eingeholt, bevor sie den Befehl zu der gemeinsamen mit den USA und Frankreich durchgeführten Militäraktion am Samstag gab.

Laut "Guardian" sagte sie zudem, sie habe nicht den Befehl gegeben, weil Donald Trump es gesagt habe.


18:59 Uhr
Mutmaßlicher Vergewaltiger stellt sich

Video
 


18:33 Uhr
Polizei rätselt über stark verweste Leiche

Eine stark verweste Leiche in einer Gartenlaube in Niestetal (Hessen) gibt der Polizei Rätsel auf.

  • Eine Frau, die die Hütte von der Gemeinde pachten wollte, hatte die Leiche bei einem Besichtigungstermin entdeckt, wie die Polizei in Kassel berichtet.
  • Wer der oder die Tote ist? Noch völlig unklar. Nicht einmal das Geschlecht ist noch zu erkennen. Möglicherweise habe die Leiche schon seit vergangenen Sommer in der Hütte gelegen. Die Todesursache ist auch noch völlig unklar. Einzelheiten soll eine Obduktion erbringen.


18:14 Uhr
Frankreich will neue Syriengespräche

Philippe.

Philippe.

(Foto: picture alliance / Bernd von Jut)
Der IS ist nahezu besiegt, doch der Bürgerkrieg in Syrien tobt weiter. Nach den Luftangriffen, laut eigener Darstellung eine Reaktion auf den Einsatz von Chemiewaffen gegen Zivilisten, haben Frankreich, Großbritannien und die USA nun deutlich gemacht, dass ihnen nicht alles egal ist. Der Premierminister der Franzosen, Édouard Philippe, macht nun einen Vorschlag für Friedensverhandlungen. Eine Gruppe aus USA, Großbritannien, Frankreich, Saudi-Arabien und Jordanien solle Verhandlungen mit dem Iran, Russland und der Türkei eröffnen, sagte er. "Wir müssen den internationalen Konsens zugunsten einer inklusiven politischen Lösung stärken", forderte er.


17:47 Uhr
Nach Mord - auch neuer slowakischer Innenminister geht

Drucker beugt sich dem Druck.

Drucker beugt sich dem Druck.

(Foto: picture alliance / Pavel Neubaue)
Nach nur dreieinhalb Wochen Amtszeit reicht auch der neue slowakische Innenminister seinen Rücktritt ein.

  • Zehntausende Demonstranten forderten dies, auch am Wochenende wieder - sie verlangen Aufklärung eines Journalistenmordes und die Absetzung des Polizeipräsidenten Tibor Gaspar.
  • Er halte es nicht für richtig, den sehr gut arbeitenden Polizeichef allein aufgrund des Drucks der Straße zu entlassen. Er wolle aber die Gesellschaft nicht weiter polarisieren, deshalb trete er lieber selbst zurück, sagte der parteilose 39-Jährige.


17:29 Uhr
Kampfhund Chico nach Angriff eingeschläfert

Das ist Chiko auf einer Aufnahme von vor einer Woche.

Das ist Chiko auf einer Aufnahme von vor einer Woche.

(Foto: imago/localpic)
Zwei Menschen hatte ein Kampfhund namens Chico in Hannover auf dem Gewissen - nun ist das Tier eingeschläfert worden. Der Staffordshire-Terrier hatte vor knapp zwei Wochen seinen Besitzer sowie dessen Mutter in deren Wohnung totgebissen. Feuerwehrleute hatten ihn eingefangen, anschließend kam er ins Tierheim. Eine Behandlung von zwei herausgebrochenen Eckzähnen wäre höchst aufwendig gewesen, hieß es - und, was wohl noch schwerer wog: Menschen seien "als Sozialpartner" wegen der "gesteigerten Aggressivität" nicht mehr in Frage gekommen. Andere Hunde übrigens auch nicht.

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17:12 Uhr
15-Jähriger nach Schulfeuer in U-Haft

Beim Brand entstand Millionenschaden - war es wirklich der 15-Jährige?

Beim Brand entstand Millionenschaden - war es wirklich der 15-Jährige?

(Foto: dpa)
In Hennef bei Bonn sitzt ein 15-Jähriger in U-Haft, weil er seine Schule angezündet haben soll. Grund dafür sei Fluchtgefahr, teilte die Staatsanwaltschaft Bonn mit. Er wird für einen Brand an der Gesamtschule verantwortlich gemacht, er bestreitet das aber. Der 15-Jährige hatte sich kurz nach dem Ausbruch des Brandes, bei dem ein Schaden in Millionenhöhe entstand, in der Nähe der Schule aufgehalten. Es gebe Hinweise darauf, dass ein Notruf von seinem Handy kam. Der Jugendliche, den ein Kinderheim als vermisst gemeldet hatte, wurde von der Polizei in der Nähe der Schule aufgegriffen, er hatte sich aggressiv verhalten.


17:02 Uhr
Schlagzeilen zum Feierabend

Interview mit Konfliktforscher
"Der Syrien-Krieg ist mittelfristig unlösbar"

Neue Signale in Richtung Trump
Moskau will den Dialog - und stichelt

Münster, Wuppertal und Hamburg
"Nicht jeder unangenehme Mensch ist krank"

Erste Vorlesung in Bonn
Studenten protestieren gegen "Iran-Siggi"

Vergewaltigung auf Zugtoilette
Gladbach-Fan stellt sich der Polizei


16:56 Uhr
Fritz Karl wagt Köln-Provokation

Als Österreicher darf er das: Fritz Karl.

Als Österreicher darf er das: Fritz Karl.

(Foto: picture alliance / Britta Peders)
Für Besuche in den Städten Köln und Düsseldorf gibt es eine Faustregel: Jeweils nicht die andere Stadt loben. Schauspieler Fritz Karl hat nun aber den ewigen Kleinkrieg zwischen den beiden Großstädten ignoriert und muss nun mit den Folgen leben.

  • Düsseldorf sei eine "wirklich schöne Stadt", sagte er - ausgerechnet in Köln. "Die bietet sehr viel. Vor allem kann man hervorragend essen dort", sagte Karl. Er bat die Kölner, ihm die Meinung zu verzeihen. Aber als Österreicher dürfe er sich dazu ja sicherlich äußern.
  • "Was ich aber nicht verstanden habe als Österreicher ist, dass es hier ständig diesen Kampf gibt." Der Schauspieler ist allerdings nicht ganz unbefangen: Seine Partnerin, die Schauspielerin Elena Uhlig (42), ist Düsseldorferin.


16:31 Uhr
Klaus Voormann gibt Echo zurück

Voormann bekam den Preis von Wolfgang Niedecken übergeben. Zunächst hatte er sich gefreut.

Voormann bekam den Preis von Wolfgang Niedecken übergeben. Zunächst hatte er sich gefreut.

(Foto: picture alliance / Jörg Carstens)
Er war ein enger Freund der Beatles, spielte Bass in John Lennons Plastic Ono Band und auch bei Lou Reed oder George Harrison. Musikkulturgeschichte schrieb er mit dem Cover für das Beatles-Album "Revolver", das er designte - kurz, Klaus Voormann muss im Musikbusiness niemandem etwas beweisen. Daher war der Beifall einhellig, als der er kurz vor seinem 80. Geburtstag den Echo für sein Lebenswerk erhielt. Doch was er dort erlebte, schockierte ihn - so sehr, dass er nun die Auszeichnung wieder zurückgibt. "Was sich für mich als Geschenk anlässlich meines 80. Geburtstags anfühlte, entpuppt sich nun als große Enttäuschung", teilte Voormann in München mit. Er habe sich die Rückgabe seines Echos reiflich überlegt und sich deshalb auch mit den Texten des umstrittenen Albums beschäftigt. "Provokation ist erlaubt und manchmal sogar notwendig, um Denkanstöße zu geben". Aber die Grenze zu menschenverachtenden, frauenfeindlichen, rassistischen, antisemitischen und gewaltverherrlichenden Äußerungen und Taten dürfe nicht überschritten werden. "Was muss passieren, dass ein ECHO-Ethikrat Konsequenzen ergreift und eine Nominierung trotz Megaumsätzen eines Albums aus ethischen Gründen ablehnt?"

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16:08 Uhr
Mann vergewaltigt Mann - Polizei sucht Täter

Mit diesem Bild sucht die Polizei nach dem mutmaßlichen Täter.

Mit diesem Bild sucht die Polizei nach dem mutmaßlichen Täter.

Mit einem Bild aus einer Überwachungskamera sucht die Berliner Polizei nach einem Mann, der in einem Park einen Mann vergewaltigt haben soll.

  • Der Unbekannte sei in der Nacht auf den 24. Februar mit seinem späteren Opfer in der U-Bahn ins Gespräch gekommen, teilt die Polizei mit.
  • In einer Parkanlage habe der Gesuchte den 40-Jährigen dann angegriffen, ihn mehrfach gegen den Kopf getreten und ihn vergewaltigt.
  • Ein Passant sei auf Hilferufe aufmerksam geworden, woraufhin der Täter geflüchtet sei. Der 40-Jährige wurde bei dem Übergriff erheblich verletzt.


15:48 Uhr
Wegen Brexits - Autobauer streicht 1000 Stellen

Der Land Rover Defender ist wie gemacht für unwegsames Gelände - ob dem Mutterkonzern Jaguar Land Rover dies auch gelingt, ist nun die Frage.

Der Land Rover Defender ist wie gemacht für unwegsames Gelände - ob dem Mutterkonzern Jaguar Land Rover dies auch gelingt, ist nun die Frage.

(Foto: imago stock&people)
Was den Brexit angeht, sind sich eigentlich alle Wirtschaftsexperten einig, dass er keine gute Idee ist - da wirkt es wie ein bestätigendes Mosaiksteinchen, dass ein großer britischer Autobauer nun Stellen streichen will. Jaguar Land Rover will 1000 Mitarbeiter in England loswerden. Grund dafür seien die Unsicherheiten durch den Brexit und auch die Dieseldebatte. "Angesichts des anhaltenden Gegenwinds für die Autoindustrie nehmen wir einige Anpassungen bei Produktionsplänen und Leiharbeitern vor", erklärte das Unternehmen. Zugleich würden aber weiter hoch qualifizierte Ingenieure, Absolventen und Lehrlinge eingestellt. 


15:06 Uhr
US-Handelsstreit drückt weltweit Schweinefleischpreise

Clemens Tönnies.

Clemens Tönnies.

(Foto: imago/Team 2)
Dass die USA und China sich über Zölle und Handelsschranken streiten, merkt man auch im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück. Dort sitzt das größte deutsche Fleischunternehmen, Tönnies. Dessen Chef Clemens Tönnies weist nun auf eine unangenehme Folge des Konfliktes hin: die Preise für Schweinefleisch sinken weltweit.  "Wer gedacht hätte, dass sich die Strafzölle positiv auf die Preise in Deutschland auswirken, hat sich getäuscht", sagte der Co-Vorsitzende von Deutschlands größtem Fleischunternehmen Tönnies, Clemens Tönnies bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2017. Das Fleisch aus den USA würde jetzt statt nach China zu gehen weltweit auf die Märkte kommen. Im vergangenen Jahr steigerte Tönnies im Vergleich zu 2016 seinen Umsatz um 8,6 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.

Hier hatte es zunächst im Text geheißen, die Preise stiegen infolge des Handelsstreits. Richtig ist natürlich, dass sie sinken.


14:55 Uhr
Schichtwechsel

Mit ein bisschen Verspätung werfe ich mich in den Bürostuhl, der Kaffee steht bereit und Sebastian Huld habe ich gar nicht mehr gesehen, im Feierabend dürfte er aber sein. Hier geht's nun mit Volker Petersen weiter, der unter volker.petersen (at) nama.de oder bei Twitter erreichbar ist.



14:46 Uhr
Moskau strebt Dialog mit Washington an

Dmitri Peskow

Dmitri Peskow

(Foto: imago/ITAR-TASS)
Russland strebt trotz der westlichen Raketenangriffe auf Syrien einen Dialog mit den USA an. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte in Moskau die Hoffnung, "dass trotz all der Schäden, die Washington dem bilateralen Verhältnis zugefügt hat, irgendeine Art von Kommunikation beginnen kann".

Der Kreml hatte die Luftangriffe auf seinen Verbündeten Syrien am Wochenende scharf kritisiert, auch die jüngsten US-Sanktionen gegen Russland belasten das Verhältnis.


14:27 Uhr
Russischer Journalist stirbt nach Sturz vom Balkon

Ein russischer Journalist, der über Moskaus "Schattenarmee" in Syrien berichtet hatte, ist nach einem Sturz vom Balkon seiner Wohnung gestorben.

  • Es gebe "aber kein Anzeichen dafür, dass ein Verbrechen begangen wurde", erklärte die zuständige Ermittlungskommission.
  • Der Investigativjournalist Maxim Borodin arbeitete für den Pressedienst Nowi Den (Neuer Tag) und hatte jüngst über den Tod mehrerer russischer Söldner der sogenannten "Gruppe Wagner" in Syrien geschrieben.
  • Seit 1992 wurden in Russland 58 Reporter getötet. Die Hintermänner dieser Verbrechen werden jedoch nur selten überführt.


14:01 Uhr
Großvater löst mit Enkel-Verwechslung Polizeifahndung aus

Ein Rentner hat in Wolfsburg eine Polizeifahndung ausgelöst, weil er einen fremden Jungen für seinen Enkel gehalten und versucht hat, ihn vor der Grundschule mitzunehmen. Der Junge befand sich mit zwei Kameraden auf dem Heimweg, als er von einem Autofahrer angesprochen wurde, teilte die Polizei mit. Der Mann stieg aus dem Auto aus und rief dem Jungen hinterher, der aber einfach weiterging.

Die Eltern schalteten nach dem Vorfall am Donnerstag die Polizei ein. Auf die Berichterstattung hin meldete sich der Rentner am Sonntag bei der Polizei. Er habe seinen Enkel von der Schule abholen sollen, aber nicht gewusst, wie dieser an dem Tag gekleidet war. Als er den fremden Jungen von hinter sah, habe er ihn verwechselt und ihm deshalb hinterhergerufen. Der Mann entschuldigte sich für sein Verhalten.


13:43 Uhr
AfD-Abgeordnete besuchen erneut annektierte Krim

Russland bindet die Krim mit einer neuen Brücke ans Festland an.

Russland bindet die Krim mit einer neuen Brücke ans Festland an.

(Foto: picture alliance / dpa)
Fünf Bundestagsabgeordnete der AfD nehmen diese Woche an einem Wirtschaftsforum auf der von Russland annektierten Krim teil. Wie der AfD-Abgeordnete Markus Frohnmaier berichtete, werden außer ihm auch Robby Schlund, Ulrich Oehme, Stefan Keuter und der Russlanddeutsche Waldemar Herdt "privat" zu der Veranstaltung reisen. Er selbst werde an einer Podiumsdiskussion teilnehmen, erklärte Frohnmaier. Dass der Veranstalter für seine Unterbringung aufkomme, sei daher normal.

Ihm sei es angesichts der aktuellen Krise der deutsch-russischen Beziehungen wichtig, "ein Zeichen zu setzen", sagte Frohnmaier. Die ukrainische Halbinsel Krim war 2014 von Russland vereinnahmt worden. Während die EU von einer völkerrechtswidrigen Annexion spricht, beruft sich Russland auf einen völkerrechtlich nicht anerkannten Volksentscheid der Krim-Bewohner. Bereits Anfang Februar hatte eine Reise von acht Landtagsabgeordneten der AfD auf die Krim für Aufregung gesorgt.


13:19 Uhr
Sieben Häftlinge bei Meuterei in USA getötet

Die Lee Correctional Institution in Bishopville

Die Lee Correctional Institution in Bishopville

(Foto: AP)
Bei einem Häftlingsaufstand in einem Gefängnis im US-Staat South Carolina sind nach Angaben der Behörden sieben Gefangene getötet worden. 17 weitere Gefangene benötigten ärztliche Hilfe von außerhalb des Gefängnisses, teilte die Gefängnisbehörde von South Carolina mit. Die Lage in der Lee Correctional Institution in Bishopville sei unter Kontrolle.

Bereits am Abend sei es zu Auseinandersetzungen zwischen Gefangenen gekommen, hieß es. Polizei oder Gefängnismitarbeiter seien nicht unter den Opfern, erklärte die Behörde weiter. In dem Hochsicherheitsgefängnis in der Stadt Bishopville sind etwa 1600 Gefangene untergebracht, wie Lokalmedien berichteten.


13:01 Uhr
Israels Präsident leiht Stimme einem Navi-System

Rivlin ist bei der Routenwahl "nahe am Bürger".

Rivlin ist bei der Routenwahl "nahe am Bürger".

(Foto: picture alliance / dpa)
Israels Staatspräsident Reuven Rivlin leiht einer Navi-App zum 70. Jubiläum des Landes seine Stimme. Vom Unabhängigkeitstag am Donnerstag an können israelische Autofahrer sich eine Woche lang vom Präsidenten höchstpersönlich den Weg weisen lassen.

Bei der Aufnahme streute Rivlin auch jiddische Ausdrücke ein wie "Oj wej is mir (auf Deutsch: Oh weh): Gefahrenstelle am Straßenrand". Wenn der Fahrer ankommt, wünscht Rivlin ihm einen "Frohen Unabhängigkeitstag". Die Anweisungen sollen eine Woche verfügbar sein.

Das in Israel entwickelte und 2013 vom Internetriesen Google gekaufte Navigationsprogramm Waze hat eine große Auswahl an Stimmen in verschiedenen Sprachen. Weltweit hat Waze nach eigenen Angaben 100 Millionen Nutzer.


12:44 Uhr
Aidshilfe lobt Conchita Wursts Umgang mit HIV-Infektion

Conchita Wurst wollte sich nicht erpressen lassen.

Conchita Wurst wollte sich nicht erpressen lassen.

(Foto: imago/ITAR-TASS)
Die Deutsche Aidshilfe lobt den Dragkünstler Tom Neuwirth alias Conchita Wurst für seinen selbstbewussten Umgang mit seiner HIV-Infektion. "Wir freuen uns über dieses selbstbewusste, positive Comingout", sagte Aidshilfe-Sprecher Holger Wicht. Ein "Wermutstropfen" und "erschütternd" sei allerdings, dass er offenbar unter Druck an die Öffentlichkeit gegangen sei.

Die österreichische Vollbartdiva hatte bei Instagram öffentlich gemacht, sich vor einigen Jahren mit HIV infiziert zu haben. "Heute ist der Tag gekommen, mich für den Rest meines Lebens von einem Damoklesschwert zu befreien: Ich bin seit vielen Jahren HIV-positiv."


12:13 Uhr
Russland sperrt Whatsapp-Konkurrenten

Die Telegram-App

Die Telegram-App

(Foto: picture alliance / Armin Weigel/)
Die russischen Behörden haben mit der Sperrung des Messenger-Dienstes Telegram begonnen. Bis der Zugang zum Whatsapp-Konkurrenten vollständig blockiert sei, würden noch einige Stunden vergehen, teilte die staatliche Telekomaufsicht Roskomnazor mit. Apple und Google würden aufgefordert, die Telegram-Anwendung aus ihren App-Stores zu entfernen.

Ein russisches Gericht hatte die Sperrung vergangene Woche angeordnet. Der russische Geheimdienst FSB fordert Zugang zu einigen solcher Botschaften und begründet dies unter anderem mit dem Kampf gegen den Terrorismus. Telegram lehnt dies unter Verweis auf den Schutz der Privatsphäre der Nutzer ab. Telegram ist weltweit der neuntgrößte mobile Messengerdienst und insbesondere in der ehemaligen Sowjetunion und dem Nahen Osten beliebt.


12:00 Uhr
Schlagzeilen am Mittag

Deutsche Enthaltung in Syrien
Guttenberg wirft Merkel "Ausreden" vor

Konflikt in Syrien
Macron will Trump überredet haben

Welt-Index
Die Wochen der Wahrheit kommen

Vergewaltigung im Sonderzug?
Polizei sucht 30-jährigen Gladbach-Fan

"Collinas Erben" entspannt
Gräfe bleibt gelassen, Gnabry glücklos


11:48 Uhr
Polizei entdeckt in Auto 15 lebende Lämmer

Ob die Lämmer durch lautes Nichtschweigen auf sich aufmerksam machten?

Ob die Lämmer durch lautes Nichtschweigen auf sich aufmerksam machten?

(Foto: picture alliance / --/Polizei Ha)
Bei einer Kontrolle an der A1 haben Polizei und Zoll 15 lebende Lämmer in einem Auto entdeckt. Die Tiere wurden im Fußraum und im Kofferraum transportiert, wie die Polizei mitteilte. "Die Fahrerin gab an, sich mit den Lämmern eine Schafzucht aufbauen zu wollen", sagte ein Polizeisprecher.

Eine Überprüfung ergab, dass der Frau im vergangenen Herbst mehrere Tiere zwangsweise weggenommen worden waren. Nach Rücksprache mit dem Amtstierarzt des Landkreises Harburg wurden die Lämmer bei einem Betrieb in Hollenstedt untergebracht.


11:35 Uhr
Ex-Präsident Sarkissjan spaltet Armenen

Sersch Sarkissjan

Sersch Sarkissjan

(Foto: AP)
In Armenien reißen die Proteste gegen einen Wechsel des bisherigen Staatschefs Sersch Sarkissjan ins Amt des Ministerpräsidenten nicht ab. In der Hauptstadt Eriwan blockierten heute Hunderte Demonstranten Straßen, die zum Parlament führen. Der pro-russische Sarkissjan war vergangene Woche nach zwei Amtszeiten aus dem Präsidentenamt ausgeschieden. Er soll aber am Dienstag zum neuen Regierungschef gewählt werden.

Durch eine umstrittene Verfassungsreform, die im Dezember 2015 per Referendum gebilligt wurde und nun in Kraft tritt, wird das Amt des Ministerpräsidenten deutlich aufgewertet. Der Präsident hat künftig vorwiegend repräsentative Aufgaben. Die wahre Macht in der früheren Sowjetrepublik liegt fortan beim Ministerpräsidenten.


11:10 Uhr
94 Jahre alter Ex-Auschwitz-Aufseher angeklagt

Es sind nur noch wenige NS-Verbrecher am Leben, denen der Prozess gemacht werden könnte.

Es sind nur noch wenige NS-Verbrecher am Leben, denen der Prozess gemacht werden könnte.

(Foto: picture alliance / Bernd Weissbr)
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage gegen einen ehemaligen Wachmann des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz erhoben. Der 94-Jährige soll sich wegen Beihilfe zum Mord vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Der damals 19-jährige Angeklagte soll demnach ab Oktober 1942 als Wachmann in Auschwitz tätig gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, spätestens nach Abschluss seiner Grundausbildung von Dezember 1942 bis Ende Januar 1943 durch seinen Wach- und Bereitschaftsdienst "den Lagerbetrieb und damit die Vernichtungsaktionen unterstützt" zu haben. Der Angeklagte habe über seine Verteidigerin erklärt, dass ihm "die Hintergründe, die Zielrichtung und der Ablauf des Tötungsgeschehens" nicht bekannt gewesen seien.


10:30 Uhr
FDP prüft Quote gegen Frauenmangel in Partei

Nicola Beer ist eine der wenigen prominenten Frauen unter den Liberalen.

Nicola Beer ist eine der wenigen prominenten Frauen unter den Liberalen.

(Foto: picture alliance / dpa)
Die FDP denkt angesichts des anhaltend niedrigen Frauenanteils in der Partei über eine Frauenquote nach. "Als Partei für Vielfalt und Chancengerechtigkeit müssen wir selbstkritisch feststellen: Bei uns engagieren sich leider zu wenig Frauen", sagte FDP-Bundesgeschäftsführer Marco Mendorf der Zeitung "Welt". Um das zu ändern, müsse die FDP "endlich auch über bisherige Tabus nachdenken wie eine Selbstverpflichtung und eine konkrete Quote, wenn wir damit Frauen besser fördern können als bisher".

In einer Beschlussvorlage, die heute vom Parteipräsidium verabschiedet werden soll, sind dem Bericht zufolge 13 Maßnahmen aufgeführt, die von einer Arbeitsgruppe nun ergebnisoffen diskutiert werden sollen. Ziel sei es, "effektive Maßnahmen zu entwickeln, um neue weibliche Mitglieder und Wähler zu gewinnen sowie mehr Frauen in die Parteiarbeit und die Führungsebene zu integrieren".


10:07 Uhr
15-Jähriger beim Aufstellen von Maibaum getötet

Eine schöne Tradition: das Maibaumfest

Eine schöne Tradition: das Maibaumfest

(Foto: picture alliance / dpa)
Bei der Aufstellung eines traditionellen Maibaums ist in Rheinland-Pfalz ein Jugendlicher ums Leben gekommen. Der Baum rutschte bei den Vorbereitungen am Sonntag in Nierendorf in die dafür vorgesehene Grube, während sich der 15-Jährige noch darin befand, wie die Polizei in Mayen mitteilte. Er wurde demnach schwer verletzt in die Uniklinik Bonn gebracht, wo er kurz darauf starb.

Warum der Baum frühzeitig in die für die Aufstellung vorbereitete betonierte Grube rutschte, war zunächst unklar. Das Unglück ereignete sich auf dem Gelände der Feuerwehr.


09:36 Uhr
Hitze, Feuer und Staub machen Griechen zu schaffen

Sonne über dem Berg Olymp

Sonne über dem Berg Olymp

(Foto: picture alliance / Yannis Kolesi)
Warmer und starker Südwestwind zusammen mit feinem Staub aus der Sahara machen den Menschen im Westen Griechenlands sowie in Athen und zahlreichen Inseln der Ägäis den dritten Tag in Folge das Leben schwer. Auf der Halbinsel Peloponnes brachen außerdem Brände aus. Dort hätten die Thermometer am Wochenende 33,9 Grad Celsius erreicht, teilte das Wetteramt in Athen mit. Viele Menschen litten unter Atemwegbeschwerden weil die Winde dichten Staub aus der Sahara brachten.

Die Sicht war wegen des Staubs auf wenige hundert Meter beschränkt. Der Zivilschutz riet den Menschen, keine schwere Arbeit zu verrichten. Menschen mit Herz- oder Atemwegsproblemen sollten sich nicht zu lange im Freien aufhalten. Das Phänomen soll bis Mittwoch dauern.


09:20 Uhr
Zwei Kleinflugzeuge kollidieren nahe Schwäbisch Hall

Das Sportflugzeug wurde vollständig zerstört.

Das Sportflugzeug wurde vollständig zerstört.

(Foto: picture alliance / Sdmg/Kohls/SD)
Beim Zusammenprall zweier Kleinflugzeuge in der Nähe von Schwäbisch Hall im Nordosten Baden-Württembergs sind am Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Maschinen seien im Landeanflug gewesen, teilte die Polizei mit. Demnach handelt es sich um ein Sportflugzeug und um ein Ultraleichtflugzeug.

Das Ultraleichtflugzeug brannte den Angaben nach aus und wurde von der Feuerwehr gelöscht. Die Bergung der Maschinen sollte bis weit in den Montag hinein andauern. Auf Bildern von der Unglücksstelle waren viele Trümmer zu sehen. Die Polizei wollte in der Nacht auch die Identität der beiden Toten klären. Die Absturzstelle rund 600 Meter von dem dortigen Flughafen Adolf Würth wurde weiträumig abgesperrt.


09:00 Uhr
Schlagzeilen am Morgen

"Moralisch ungeeignet"
Ex-FBI-Chef Comey greift Trump scharf an

Unbefriedigende BA-Daten
Hartz-IV-Bezieher sind länger arbeitslos

Antwort auf Pipeline-Kritik
Altmaier plant fest mit Nord Stream 2

Suche nach 30-Jährigem
Vergewaltiger aus Fanzug identifiziert?

Mit Derbysieg zur Wachablösung
Schalke stellt die Machtfrage im Pott


08:52 Uhr
Sensationeller Münzschatz auf Rügen entdeckt

(Foto: picture alliance / Stefan Sauer/)
In einem Acker auf der Ostseeinsel Rügen sind Archäologen auf einen wertvollen Silberschatz aus dem späten 10. Jahrhundert und damit aus der Umbruchphase von der Wikingerzeit zum Christentum gestoßen.

  • nahe der Ortschaft Schaprode bargen sie am Wochenende Hals- und Armreife, Perlen, Fibeln, einen Thorshammer, zerhackten Ringschmuck sowie etwa 500 bis 600 teilweise zerhackte Münzen.
  • davon konnten mehr als 100 Münzen der Regentschaft des legendären Dänenkönigs Harald Blauzahn (910-987) zugeordnet werden können.
  • Der umstrittene Herrscher war historischen Quellen zufolge nach der verlorenen Ostseeschlacht gegen seinen Sohn Sven Gabelbart (965-1014) im Jahr 986 nach Pommern geflohen.
  • Dort starb er ein Jahr später auf der Jomsburg - wohl beim heutigen Wolin/Swinemünde.

Hier dazu mehr.


08:16 Uhr
Claude-Oliver Rudolph bei Dreharbeiten verletzt

Die Sonnenbrille als Markenzeichen:  Claude-Oliver Rudolph

Die Sonnenbrille als Markenzeichen: Claude-Oliver Rudolph

(Foto: picture alliance / dpa)
TV-Bösewicht Claude-Oliver Rudolph hat sich beim Dreh für die ARD-Serie "Großstadtrevier" schwer verletzt: Aus Versehen rammte er sich selbst ein Messer in die Hand. "Der kleine und der Ringfinger hingen nur noch an einer Sehne. Ich habe die Blutung sofort mit Tape gestoppt", sagte der 61-Jährige der "Bild-Zeitung".

In einer Hamburger Klinik wurde er umgehend operiert. "Schmerzen habe ich nicht gespürt", so der Schauspieler: "Ich war so voll Adrenalin!" Eigentlich wollte er nach den Angaben in einer Szene nur ein Sushi-Messer in einen Kohlkopf rammen, allerdings durchbohrte das Messer den Kohl.


07:59 Uhr
Täter nach Vergewaltigung in Fan-Zug flüchtig

Die Polizei fing die Fans noch am Bahnhof ab.

Die Polizei fing die Fans noch am Bahnhof ab.

(Foto: picture alliance / Holger Hollem)
Die Polizei sucht weiter nach einem 30 Jahre alten Mönchengladbacher, der eine junge Frau in einem Fußball-Sonderzug sexuell missbraucht haben soll. Der Verdächtige sei bislang noch nicht festgenommen worden, hieß es am Morgen bei der Polizei.

Von dem Mann und der 19-Jährigen sei bereits im Zug ein Foto gemacht worden, hieß es zuvor von einem Sprecher des Polizeipräsidiums in Mönchengladbach. Das Foto wurde der Polizei demnach aber erst nach den Massenkontrollen an Bahnhöfen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zugespielt. Die Personalien des Verdächtigen seien der Polizei bekannt.

In dem Zug befanden sich Fußballfans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagabend. Die Bundespolizei nahm danach an mehreren Bahnhöfen die Personalien aller 750 Passagiere auf.


07:29 Uhr
Ein Toter und 20 Verletzte bei Feuer in Offenbach

Bei einem Brand in einem Offenbacher Seniorenwohnheim ist am Morgen ein Mensch ums Leben gekommen. Ein Polizeisprecher sprach außerdem von mindestens 20 Verletzten. Sechs von ihnen sollen schwere Verletzungen erlitten haben. Ersten Informationen zufolge brach das Feuer gegen kurz vor 4.00 Uhr aus noch ungeklärter Ursache im zweiten Obergeschoss des Seniorenheims aus. Die Identität des Toten konnte aufgrund der schweren Verbrennungen zunächst noch nicht geklärt werden.


07:12 Uhr
Montenegro wählt pro-europäischen Präsidenten

Djukanovic ließ sich im Wahlkampf als "Anführer, Staatsmann und Präsident aller Bürger" feiern.

Djukanovic ließ sich im Wahlkampf als "Anführer, Staatsmann und Präsident aller Bürger" feiern.

(Foto: AP)
Nach zweijähriger Abwesenheit von der politischen Bühne ist dem Ex-Präsidenten Montenegros, Milo Djukanovic, ein Comeback gelungen: Der prowestliche Politiker habe bei der Präsidentschaftswahl in der Balkanrepublik gleich im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen gewonnen, teilte seine Partei in Podgorica mit. Damit muss der 56-Jährige nicht in eine Stichwahl gegen seinen stärksten Konkurrenten Mladen Bojanic.

"Sieg für die europäische Zukunft von Montenegro", sagte Djukanovic nach der Wahl. Der 56-Jährige ist seit rund einem Vierteljahrhundert der einflussreichste Politiker des kleinen Balkanstaates, der früher zu Jugoslawien gehörte. Sechs Mal übte er in der Zeit das Amt des Regierungschefs aus, zwischen 1998 und 2002 war er schon einmal Präsident. Gegner werfen ihm dagegen autoritäres Gebaren, Korruption, Vetternwirtschaft und Verbindungen zur organisierten Kriminalität vor.


06:49 Uhr
US-Schauspieler R. Lee Ermey verstorben

Ermey startete ins Filmgeschäft als Militärberater zu "Apocalypse now"

Ermey startete ins Filmgeschäft als Militärberater zu "Apocalypse now"

(Foto: AP Images for IAVA and Victory Motorcycles)
Der Schauspieler und US-Marine im Ruhestand, R. Lee Ermey, ist tot. Der vor allem aus Stanley Kubricks Film "Full Metal Jacket" bekannte Darsteller sei im Alter von 74 Jahren an den Komplikationen einer Lungenentzündung gestorben, teilte sein Manager Bill Rogin mit.

Der 1944 geborene Ermey spielte in rund 60 Filmen mit. Oft spielte er Militär-Rollen, so auch in "Full Metal Jacket", wo er einen unflätigen Offizier darstellte. Ermey lieh zudem seine Stimme Figuren in Animationsfilmen wie "Toy Story" und Zeichentrickserien wie den "Simpsons". Als Vorstandsmitglied der einflussreichen US-Waffenlobby NRA war er zudem Moderator von Waffenshows im US-Fernsehen.


06:38 Uhr
Das wird heute wichtig

Kriegszerstörtes Duma

Kriegszerstörtes Duma

(Foto: AP)
Guten Morgen,

schon irre die Welt: Der Frühling beschert vielen Menschen in Deutschland ein schönes Wochenende, derweil eskaliert einmal mehr der Streit zwischen Russland und der westlichen Welt. Bomben fliegen, Kriegsrhetorik, Grillen und Sonnenbaden. Nun geht es für die meisten von uns zurück an die Arbeit, möge das gleiche auch für die Vernunft in der Politik gelten. Das wird heute wichtig:

  • der Syrien-Konflikt beschäftigt das EU-Außenministertreffen und die Gespräche von Nato-Generalsekretär Stoltenberg in der Türkei
  • der Exekutivrat der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) berät über den möglichen Giftgaseinsatz in der syrischen Stadt Duma
  • in Potsdam gehen die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst in die entscheidende Phase

Am Abend spielen zudem die Abstiegskandidaten Mainz und Freiburg gegeneinander in einer weiteren Montagspartie der Bundesliga. Arme Auswärtsfans. Ihnen wünsche ich einen guten Start in die Woche. Schreiben Sie mir gerne per E-Mail oder Twitter,  wenn Sie Anregungen oder Kritik haben.



06:15 Uhr
Achtung, der Sommer nimmt Anlauf

Sonnenschirme raus, es wird heiß diese Woche.

Sonnenschirme raus, es wird heiß diese Woche.

(Foto: picture alliance / Wolfgang Kumm)
Aus der Sicht eines Allergikers gegen Birkenpollen kann man sagen: "Heute ist nochmal ein Tag zum Durchatmen!". Denn es sind doch noch einige Schauer unterwegs, die im Tagesverlauf tendenziell häufiger werden und vor allem von den Alpen bis in den Bereich der Lüneburger Heide auch mal von Gewittern begleitet sein können.

Am wenigsten Sonne bekommen Sie hierbei im Süden und im Südosten. Besser sieht es zum Start in die neue Woche in Mecklenburg-Vorpommern sowie im Westen und Nordwesten aus. Denn dort bleibt es überwiegend trocken und zeitweise sonnig.

Die Temperaturen: an der Küste und an den grauen Alpen 10 bis 13 Grad. Im großen Rest ist es aber überdurchschnittlich warm für Mitte April mit meistens 17 bis 23 Grad. Und das ist defintiv erst der Anfang. In den nächsten Tagen wird es nämlich immer öfter sommerlich. Hier die sonnig-schönen Details . Damit wünsche ich Ihnen einen guten Wochenstart.

Ihr Björn Alexander


06:00 Uhr
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