Donnerstag, 12. Juli 2018 Der Tag bei n-tv

Heute mit Uladzimir Zhyhachou und Volker Petersen

22:35 Uhr
Das war Donnerstag, der 12. Juli 2018

(Foto: imago stock&people)
Ein Tag ohne Fußball geht zu Ende, was aber nicht heißt, dass die WM heute kein Thema gewesen wäre. Auf großes Interesse stießen diese Artikel:

Ich wünsche a gutes Nächtle.


22:06 Uhr
Juncker wankt bei Staatsdinner

Muss man sich Sorgen um Jean-Claude Juncker machen? Der Chef der EU-Kommission soll beim Nato-Gipfel in Brüssel gesundheitliche Probleme gehabt haben. Bilder vom Fototermin zeigten ihn, wie er schwankte und sich auf mehrere Gäste stützte.

  • Sein Büro erklärte auf Anfrage: "Es wäre nicht angemessen, irgendwelche gesundheitlichen Probleme öffentlich zu diskutieren." Im Internet sorgte ein Video von der Szene allerdings für große Aufmerksamkeit. Juncker hat in der Vergangenheit öffentlich auf seine Ischiasbeschwerden hingewiesen.
  • Zweifel an seiner gesundheitlichen Eignung hatte Juncker schon 2014 zurückgewiesen. Nach Äußerungen des niederländischen Finanzministers Jeroen Dijsselbloem, Juncker sei "ein verstockter Raucher und Trinker", erklärte er damals, er habe kein Alkoholproblem.


21:34 Uhr
May empfängt Trump zum Galadinner

Schick waren sie alle vier.

Schick waren sie alle vier.

(Foto: REUTERS)
Man könnte sagen, die britische Premierministerin May hat gerade andere Sorgen, als sich mit Donald Trump zu treffen. Doch trotz Brexit-Regierungskrise ist der Gast aus den USA natürlich eminent wichtig - nicht zuletzt, weil ein Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten den Austritt aus der EU lindern soll. Nun traf der lang erwartete, aber nicht von allen ersehnte Gast mit seiner Frau Melania im Blenheim Palace nahe Oxford ein.

  • Trump reiste per Hubschrauber aus London an und wurde mit großem Zeremoniell im Hof des Schlosses von einer Kapelle rotuniformierter Gardesoldaten in Empfang genommen. May legt viel Wert darauf, die "besondere Beziehung" zwischen London und Washington zu beschwören. 
  • Trump ist bekanntermaßen ein Freund pompösen Zeremoniells. May hatte ihn bereits kurz nach seiner Amtseinführung als Präsident zu einem Staatsbesuch mit der Queen in London eingeladen. Wohl aus Angst vor Protesten wurde das aber auf einen Arbeitsbesuch reduziert. Der Empfang in Blenheim Palace dürfte ein Versuch sein, Trump zu etwas zu entschädigen.


21:09 Uhr
Berlin will Harley Davidson anlocken

Da war noch alles gut zwischen Trump und Harley Davidson. Kurz nach der Amtseinführung war das.

Da war noch alles gut zwischen Trump und Harley Davidson. Kurz nach der Amtseinführung war das.

(Foto: dpa)
US-Präsident Trump gefällt es gar nicht, dass der Motorradbauer Harley Davidson aufgrund der Strafzölle im Ausland produzieren will. Da bringt sich Berlin ins Spiel. Nein, nicht Berlin, Connecticut, sondern Berlin, Germany. Laut "Tagesspiegel" sei ein Brief an die Firma in Milwaukee geschickt worden, wo der Firmensitz ist. Den habe Stefan Franzke verschickt, seines Zeichens Chef der offiziellen Standortförderungsagentur Berlin Partner. Die Überschrift war demnach: "You are looking for freedom? Freedom Machine Berlin is our answer." Anschließend strich er ein paar Standortvorteile heraus. Eine Antwort sei noch nicht gekommen.


20:52 Uhr
Bayern und Inter seit '82 immer im WM-Finale vertreten

Klaus Augenthaler spielte 1990 beispielsweise bei den Bayern, Lothar Matthäus (r.) bei Inter Mailand.

Klaus Augenthaler spielte 1990 beispielsweise bei den Bayern, Lothar Matthäus (r.) bei Inter Mailand.

(Foto: dpa)
Hätten Sie es gewusst? Spieler der Fußballvereine Bayern München und Inter Mailand waren seit 1982 immer im WM-Finale mit dabei. In diesem Jahr sind es Corentin Tolisso bei den Bayern und Ivan Perisic sowie Marcelo Brozovic bei Inter. 1986 und 1990 trugen sogar alle Spieler dieser beiden Vereine das weiße Trikot mit dem Adler. Hier die anderen Spieler im Überblick:

Inter- und Bayernspieler in WM-Endspielen

1982 (Deutschland - Italien/1:3): Paul Breitner, Wolfgang  Dremmler, Karl-Heinz Rummenigge (alle Bayern), Ivano Berdon,  Giuseppe Bergomi, Giampiero Marini, Gabriele Oriali, Alessandro Altobelli (alle Inter)

1986 (Deutschland - Argentinien/2:3): Klaus Augenthaler, Norbert  Eder, Dieter Hoeneß, Lothar Matthäus (alle Bayern), Karl-Heinz Rummenigge (Inter)

1990 (Deutschland - Argentinien/1:0): Raimond Aumann, Stefan Reuter, Jürgen Kohler, Klaus Augenthaler, Hans Pflügler, Olaf Thon  (alle Bayern), Andreas Brehme, Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann (alle Inter)

1994 (Brasilien - Italien/3:2 n.E.): Jorginho (Bayern), Nicola Berti (Inter)

1998 (Frankreich - Brasilien/3:0): Bixente Lizarazu (Bayern), Youri Djorkaeff, Ronaldo (alle Inter)

2002 (Deutschland - Brasilien/0:2): Oliver Kahn, Thomas Linke,  Jens Jeremies, Carsten Jancker (alle Bayern), Ronaldo (Inter)

2006 (Italien - Frankreich 6:4 n.E.): Willy Sagnol (Bayern), Marco Materazzi (Inter)

2010 (Spanien - Niederlande 1:0 n.V.): Mark van Bommel, Arjen Robben (alle Bayern), Wesley Sneijder (Inter)

2014 (Deutschland - Argentinien/1:0 n.V.): Manuel Neuer, Philipp Lahm, Jerome Boateng, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Toni  Kroos, Mario Götze (alle Bayern), Hugo Campagnaro, Ricardo Alvarez, Rodrigo Palacio (alle Inter)

2018 (Frankreich - Kroatien/?:?): Corentin Tolisso (Bayern), Ivan Perisic, Marcelo Brozovic (alle Inter)

 


20:27 Uhr
Lahm: Löw muss Führungsstil ändern

Zusammen feierten Löw und Lahm den größten Erfolg - Weltmeister 2014.

Zusammen feierten Löw und Lahm den größten Erfolg - Weltmeister 2014.

(Foto: dpa)
Einer wie Philipp Lahm wurde bei der Fußball-WM in Russland schmerzlich vermisst. Nun hat der Weltmeister von 2014 einen Rat für seinen alten Trainer Joachim Löw. Der müsse seinen kollegialen Führungsstil ändern, findet der einstige Kapitän der Nationalelf.

  • Das sei kein Zeichen der Schwäche, sondern der Weiterentwicklung, meinte der 34 Jahre alte Ex-Bayern-Profi. "Er muss eine Kultur strafferer, klarerer Entscheidungen etablieren, als er selbst das gewohnt war", schrieb Lahm in einem Beitrag für das Portal linkedin.com.
  • Die Spieler Özil und Gündogan hätten eine klare Ansage für ihr Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan bekommen müssen, findet er. Die sei aber unterblieben.


20:15 Uhr
103-Jährige schlägt Trickdiebe in die Flucht

Mit dieser Berliner Seniorin haben die Trickdiebe nicht gerechnet. Weil es geklingelt hatte, öffnete die Frau heute die Tür. Sofort drängten zwei Frauen die Seniorin in die Wohnung, wie die Polizei mitteilt.

  • Die 103-Jährige sollte dann in der Küche einen Zettel beschreiben, lehnte das aber ab. Als eine der Frauen ihr dann noch zu nahe kam, griff die rüstige Dame zu ihrem Gehstock und trieb das Duo ohne Beute aus der Wohnung. Ein Mann, der im Treppenhaus gewartet hatte, flüchtete ebenfalls aus dem Haus. Die Seniorin blieb unverletzt.
  • Mit dem sogenannten Zetteltrick versuchen Betrüger ihre Opfer - häufig ältere Menschen - abzulenken. Mal geben sie vor, eine Nachricht für den Nachbarn hinterlassen zu wollen, dann geht es um eine angebliche Unterschriftenliste. "Letztlich geht es immer darum, die Konzentration der Menschen auf etwas anderes zu lenken, damit der Mittäter in die Wohnung huschen kann, um Wertsachen zu erbeuten", erklärte eine Polizeisprecherin.


20:11 Uhr
Videos des Tages

Kaum zu glauben, aber wahr
SEK-Polizisten klettern auf Kölner Dom

Thailändische Fußballmannschaft wohlauf
Bilder zeigen, wie riskant die Rettung wirklich war

Bizarre Kehrtwende des US-Präsidenten
Trump brüstet sich mit Nato-Gipfelerfolg

Deutsches WM-Aus drückt Verkaufszahlen
Fernseher werden immer größer und bunter

Feuriger Actionstreifen "Skyscraper"
Dwayne Johnson gibt in schwindelerregender Höhe alles


19:45 Uhr
Harald Glööckler geht es besser - neues Bild

*Datenschutz
Haben Sie das Allergieschock-Selfie vom Modeschöpfer Harald Glööckler gestern gesehen? Dann habe ich nun gute Nachrichten. Es geht ihm besser. Er trat heute morgen sogar bei Sat.1 auf und sah wieder einigermaßen aus.


19:36 Uhr
Schäfer überfährt eigenes Schaf

Falls Sie vergessen hatten, wie ein Schaf aussieht.

Falls Sie vergessen hatten, wie ein Schaf aussieht.

(Foto: dpa)
Einem Schäfer in Linz am Rhein (Kreis Neuwied) ist ein trauriges Missgeschick passiert. Versehentlich überfährt er eines seiner eigenen Schafe.

  • Insgesamt transportierte der Mann am Donnerstag 16 der Tiere, wie die Polizei mitteilte. Fünf waren in einem Kleintransporter, elf auf einem Anhänger. Drei Schafe sprangen während der Fahrt plötzlich aus dem Transporter, eines von ihnen wurde vom Anhänger überrollt.
  • Die anderen Tiere flüchteten in das Linzer Stadtgebiet, konnten aber später wieder eingefangen werden. Zwei erlitten den Angaben zufolge Verletzungen, alle Vierbeiner kamen zunächst bei einem Landwirt in Linz unter.
  • Die Tür zum Laderaum des Kleintransporters war laut Polizei nur mit einer rostigen Schraube verschlossen, vermutlich konnten die Tiere deswegen aus dem Fahrzeug springen.


19:19 Uhr
Syrische Armee nimmt Rebellenviertel von Daraa ein

Syrische Regierungstruppen marschieren ins Rebellenviertel von Daraa ein - damit entscheiden sie die zuletzt heftigen Kämpfe um die Stadt für sich.

  • Soldaten hissten die syrische Fahne über dem Hauptplatz der Stadt, wie die  Nachrichtenagentur Sana meldet.
  • Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah in einem der südlichen Rebellenviertel einen Konvoi russischer Militärpolizisten und syrischer Offiziere auf dem Weg zu der Fahnenzeremonie auf dem Hauptplatz.
  • Die Rückeroberung der Stadt und der Provinz Daraa wäre für die syrische Regierung ein wichtiger, auch symbolisch bedeutsamer Sieg. Dort hatten im März 2011 die Proteste gegen Staatschef Baschar al-Assad begonnen.


18:52 Uhr
Trump twittert Kim-Brief voller Lob

Das ist mal Post nach dem Geschmack des US-Präsidenten: Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un hat Trump einen Brief geschrieben, in dem er ihn ausgiebig für seine Bemühungen lobt. Darin heißt es, das Treffen in Singapur sei der "Beginn einer bedeutungsvollen Reise" gewesen und er schätze die "energischen und außerordentlichen Bemühungen" Trumps. Im letzten Absatz heißt es dann, Kim wünsche, dass das Vertrauen in Trump, den er mit "Eure Exzellenz Herr Präsident" anspricht, im weiteren Prozess der konkreten Schritte noch gestärkt würde. Ob man da eine Aufforderung herauslesen kann, mehr zu unternehmen? Möglich. Der Brief kommt jedenfalls nach einer Reise US-Außenministers Pompeo nach Nordkorea, von der es geheißen hatte, sie sei überhaupt nicht gut gelaufen.


18:29 Uhr
Wegen SS-Mützen-Äußerung: AfD wirft Mitglied raus

Wegen rechter und menschenverachtender Äußerungen in einer WhatsApp-Gruppe wirft die AfD Sachsen ein Mitglied aus der Partei. Das Verfahren gegen einen weiteren Beteiligten der Chat-Unterhaltung aus dem Kreisverband Vogtland ist noch anhängig.

  • Nach Angaben des Landesverbandes teilten sie Inhalte, die "geschmacklose und gewaltverherrlichende Motive enthielten".  Das Verhalten der Mitglieder des Kreisverbandes hatte im Mai für Empörung gesorgt.
  • An der WhatsApp-Gruppe sollen mindestens neun AfD-Politiker beteiligt gewesen sein. Ein dort verschicktes Bild zeigte eine SS-Mütze mit der Aufschrift: "Liebe Flüchtlinge, an diesen Mützen erkennen Sie Ihren Sachbearbeiter." Die AfD selbst hatte damals von neonazistischen und gewaltverherrlichenden Darstellungen gesprochen.


17:59 Uhr
Puigdemonts Anwälte wollen bis nach Karlsruhe ziehen

Puigdemont.

Puigdemont.

(Foto: dpa)
Der einstige katalanische Regionalpräsident Puigdemont will sich unter keinen Umständen nach Spanien ausliefern lassen - das ist wahrscheinlicher geworden, nachdem das OLG Schleswig-Holstein entschieden hatte, dass er wegen Veruntreuung, nicht aber wegen Rebellion ausgeliefert werden dürfte. Seine Anwälte kündigen nun an, vors Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zu ziehen, um den Auslieferungsbeschluss zu stoppen.


17:25 Uhr
Salvini über Rücknahme zu Migranten: No, grazie

Salvini und Seehofer.

Salvini und Seehofer.

(Foto: dpa)
Innenminister Seehofer muss noch ein bisschen weiter mit Italien verhandeln. Denn noch hat sein Innenministerkollege Salvini keine Neigung, Flüchtlinge aus Deutschland wieder zurückzunehmen. "Auf die höfliche Frage vom deutschen Kollegen Seehofer, der mich gefragt hat, aus Deutschland kommende Migranten zurückzunehmen, habe ich genauso höflich gesagt: no, grazie"


17:12 Uhr
Fast jede zweite Rente unter 800 Euro

(Foto: picture alliance / Karl-Josef Hi)
In Rente zu gehen bedeutet für zahlreiche Arbeitnehmer einen Schritt an die Armutsgrenze. Wie nun eine Antwort auf eine Linken-Anfrage im Bundestag zeigt, liegt jede zweite Altersrente in Deutschland unter 800 Euro. 62 Prozent bleiben unter der Grenze von 1000 Euro. Es gebe bei den Altersrenten unter 800 Euro relativ hohe Anteile an "Kleinstrenten" aufgrund von kurzen Beitragszeiten, hieß es in der Regierungsantwort. Von den Beziehern der Renten unter 800 Euro sind 27 Prozent Männer und 64 Prozent Frauen. Die Rentenversicherung verwies jedoch darauf, dass die Gesamteinkommen der Betroffenen oft höher liegen.


17:00 Uhr
Schlagzeilen zum Feierabend

Transatlantische Konkurrenz?
Was Trump an Deutschland so stört

Trump feiert seinen Nato-Gipfel
"Das waren fantastische Tage in Brüssel"

"Wenn es jemanden verletzt"
Der liebe, nette Herr Söder

52 Mal mehr als Mitarbeiter
Gehälter von Dax-Vorständen fliegen davon

In nur 68 Minuten zum Sieg
Kerber stürmt ins zweite Wimbledon-Finale


16:30 Uhr
Putin-Bewunderer Orban sieht Russland als Gefahr

Orban und Putin.

Orban und Putin.

(Foto: picture alliance / dpa)
Eigentlich zählt Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban zu den Bewunderern von Russlands Präsident Putin. Dennoch sieht er in dem riesigen Land eine Gefahr für Europa.

  • "Wir sprechen von Gefahren aus dem Osten und aus dem Süden, aber wir müssen wissen, dass es in der Natur dieser beiden Gefahren wesentliche Unterschiede gibt", sagte Orban am Rande des Nato-Gipfeltreffens in Brüssel dem ungarischen Staatsfernsehen.
  • "Die östliche (Gefahr) nennen wir Russland, die südliche (Gefahr) Terrorismus." Darum befürworte er erhöhte Rüstungsfinanzierungen in Europa und eine gemeinsame europäische Armee.


16:11 Uhr
Italiener sind EU-kritischer als Briten

Nicht etwa die Briten, nein, die Italiener sind die EU-kritischsten Europäer. Das geht aus einer Umfrage des US-Instituts Pew hervor. Darin werden allerdings nur acht Länder untersucht. Nur in Italien steht eine Mehrheit der EU kritisch gegenüber, 48 Prozent gegenüber 46 Prozent, die die Mitgliedschaft positiv sehen. In allen anderen Ländern, auch in Großbritannien, steht die Mehrheit der EU positiv gegenüber. In Italien schwindet zudem das Vertrauen in die Parlamente, der Zuspruch für die Rechtsextremen wächst - zwölf Prozent bekennen sich zu diesen. Befragt wurden gut 16.000 Menschen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Schweden, Dänemark und den Niederlanden.


15:44 Uhr
Kerber zieht ins Finale von Wimbledon ein

Endlich läuft es wieder bei Angie Kerber.

Endlich läuft es wieder bei Angie Kerber.

(Foto: AP)
Zum zweiten Mal in ihrer Karriere zieht Angelique Kerber ins Finale von Wimbledon ein. Die deutsche Tennisspielerin besiegt im Halbfinale die Lettin Jelena Ostapenko in nur 68 Minuten mit 6:3 und 6:3. Es könnte sogar ein deutsches Finale geben: Ihre Finalgegnerin könnte Julia Görges werden, die gerade gegen Serena Williams spielt. Ein deutsches Finale gab es in Wimbledon zuletzt 1991 als Boris Becker gegen Michael Stich verlor. Und dann war da noch das Jahr 1931 als eine gewisse Cilly Aussem gegen eine gewisse Hilde Krahwinkel spielte. Wenn Sie das interessiert, müssen Sie nun ausnahmsweise mal selbst googeln.

Mehr dazu hier.

Update 17:17 Uhr: Zum deutschen Finale wird es nicht kommen. Görges hat gegen Serena Williams verloren.


15:39 Uhr
Chaos im britischen Parlament wegen Brexit-Plan

Premierministerin May steht unter Druck.

Premierministerin May steht unter Druck.

(Foto: AP)
Das britische Unterhaus ist im Normalfall ein viel quirligeres Parlament als der Bundestag, das liegt auch daran, dass alle so nah beieinander sitzen und von ihrem Platz aus reden, statt an ein Rednerpult zu gehen. Aber was sich nun dort zugetragen hat, war selbst für britische Verhältnisse turbulent.

  • Der neue Brexit-Minister Dominic Raab stellte den Plan für die künftige Beziehung Großbritanniens zur EU vor. Die Opposition schäumte, vor allem deshalb, weil sie vorab keine Kopien bekommen hatte.
  • Zudem veröffentlichte eine konservative Webseite fast zeitgleich alternative Pläne, die angeblich noch unter Federführung des Vorgängers Raabs, David Davis, entworfen wurden. Davis und auch Außenminister Boris Johnson hatten im Streit um die neuen Pläne am Montag ihr Amt niedergelegt. Sie fürchten, dass Großbritannien mit der neuen Strategie zu eng an die EU gebunden bleibt.
  • Im Kern des neuen Regierungsplans steht eine Freihandelszone, die den freien Warenverkehr zwischen dem Kontinent und Großbritannien garantieren soll. Dafür will sich Großbritannien auch künftig an europäische Regeln und Produktstandards halten. Den Brexit-Hardlinern geht das viel zu weit.


15:15 Uhr
Scheuer kündigt Ausbauoffensive für Mobilfunknetz an

Der Satz "Ich hab' kein Netz" soll nach den Vorstellungen des Bundesverkehrsministers bald der Vergangenheit angehören. CSU-Politiker Scheuer verspricht, bis 2021 die Lücken im Mobilfunknetz zu schließen. Bis 2021 solle es 100 neue 4G-Standorte an bislang unversorgten Verkehrshotspots, 1.000 neue 4G-Standorte "in den weißen Flecken" und unabhängig von weißen Flecken mindestens 10.000 neue, aufgerüstete 4G-Standorte geben.


14:45 Uhr
U-Bahnfahrer soll Passagierin vergewaltigt haben

(Foto: dpa)
Eine 18-Jährige schlief im Juni betrunken in der Münchener U-Bahn ein. Als sie aufwacht stellt sie fest, dass ein fremder Mann eine Hand in ihrer Hose gehabt hat. Nun gibt es einen Tatverdächtigen: Es soll der 57-jährige U-Bahnfahrer gewesen sein. Er soll die junge Frau in einer öffentlich nicht einsehbaren Wendeanlage vergewaltigt haben. Videoaufzeichnungen sollen die Tat beweisen.


14:34 Uhr
Schichtwechsel

Uladzimir Zhyhachou verabschiedet in den verregneten Berliner Nachmittag, Volker Petersen übernimmt die Brücke. Erreichbar bin ich unter volker.petersen (at) nama.de oder bei Twitter.



14:12 Uhr
Unfall auf A2 - Fahrer übernachten in Autos

Nach dem Unfall war die A2 in Fahrtrichtung Dortmund vollständig gesperrt.

Nach dem Unfall war die A2 in Fahrtrichtung Dortmund vollständig gesperrt.

(Foto: picture alliance/dpa)
Nach einem Unfall auf der Autobahn 2 haben Autofahrer die Nacht im Stau verbringen müssen. Zwei Pkw und drei Lastwagen waren bei Bielefeld ineinander gekracht.

  • Weil die Straße in Fahrtrichtung Dortmund vollständig gesperrt wurde, stauten sich die Autos auf bis zu zehn Kilometern. Erst ab den Morgenstunden ging es wieder stockend voran.
  • Ein Mensch sei bei dem Unfall am Mittwochabend schwer verletzt worden. Der Tank eines Lastwagens war aufgerissen und vollständig ausgelaufen. Die aufwendige Reinigung zog sich bis zum Mittag hin.
  • Während der Reinigung entdeckte die Polizei am frühen Morgen zahlreiche defekte Fahrzeuge auf der Autobahn, bei denen vermutlich während des Staus die Batterie versagt hatte. In einigen Autos waren die Insassen eingeschlafen. Rund 20 während des Staus liegen gebliebene Autos mussten abgeschleppt werden.


13:44 Uhr
Hinrichtung scheitert im letzten Moment

Im US-Bundesstaat Nevada ist eine geplante Hinrichtung per Giftspritze vorerst gestoppt worden. Nur Stunden vor der Exekution des verurteilten Mörders Scott Dozier ordnete ein Bezirksgericht an, ein für die Giftmischung benötigtes Mittel dürfe vorerst nicht zum Einsatz kommen.

  • Die Richterin gab damit dem Hersteller Alvogen recht, der die Strafvollzugsbehörde in Nevada verklagt hatte. Es gebe "Grund zu der Annahme, dass die Unternehmensreputation Schaden nimmt", erklärte die Richterin laut der Zeitung "Las Vegas Review-Journal".
  • Eine weitere Anhörung von Vertretern des Bundesstaats und des Unternehmens ist für September geplant. Das Unternehmen selbst teilte mit, die Verwendung seiner Produkte bei Hinrichtungen "nicht zu billigen".
  • Die USA haben seit mehreren Jahren Probleme bei der Beschaffung der für die Giftinjektionen verwendeten Mittel, weil Firmen sich weigern, die Betäubungsmittel zu liefern.


13:11 Uhr
Trump: "Ich habe große Achtung vor Deutschland"

Video
Nach heftigen Angriffen auf Kanzlerin Angela Merkel im Streit um Verteidigungsausgaben hat US-Präsident Donald Trump Deutschland gelobt. "Ich habe große Achtung vor Deutschland", sagte Trump bei einer Pressekonferenz nach einer Krisensitzung beim Nato-Gipfel in Brüssel.

  • Trump sagte, sein Vater komme aus Deutschland, seine Eltern kämen aus Europa. Damit irrte Trump allerdings: Nicht sein Vater, sondern sein Großvater wanderte von Deutschland in die USA aus.
  • Unter anderem wegen des Streits mit Deutschland hatte Trump den Nato-Bündnispartnern kurz zuvor mit einem amerikanischen Alleingang in Verteidigungsfragen gedroht. Wenn die Bündnispartner nicht sofort zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgäben, würden die Amerikaner ihr eigenes Ding machen, sagte Trump demnach beim Gipfeltreffen in Brüssel.
  • Danach hat er allerdings zugesichert, weiter zur Nato zu stehen. Die Vereinigten Staaten blieben dem Bündnis sehr stark verpflichtet, sagte Trump bei der Pressekonferenz nach der Krisensitzung.

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12:37 Uhr
Polizei schlägt Opfer nach antisemitischem Angriff

Erneut ist es in Deutschland zu einem antisemitischen Übergriff gekommen, gefolgt von einer peinlichen Verwechslung der Polizei.

  • In Bonn wurde ein israelischer Hochschulprofessor aus den USA von einem jungen Deutschen mit palästinensischen Wurzeln attackiert. Der 20 Jahre alte mutmaßliche Angreifer wurde nach der Attacke festgenommen und in eine psychiatrische Klinik gebracht.
  • Zunächst hielt die alarmierte Polizei den Professor für den Täter, wie sie selbst mitteilte. Als er auf ihre Zurufe hin nicht stehen geblieben sei und sich gewehrt habe, hätten ihn Polizisten überwältigt, fixiert und ihm ins Gesicht geschlagen. "Ein schreckliches und bedauerliches Missverständnis", sagte die Bonner Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa.
  • Der Angreifer hatte dem 50 Jahre alten Philosophie-Professor nach Polizeiangaben mehrfach seine Kippa vom Kopf geschlagen und ihn geschubst. Dabei habe er den Mann auf Deutsch und auf Englisch beleidigt und unter anderem gerufen: "Kein Jude in Deutschland!"


12:07 Uhr
Schlagzeilen zur Mittagspause

Wenn Nato-Partner nicht zahlen
Trump droht mit Alleingang bei Verteidigung

Tiraden gegen Deutschland
Was ist dran an Trumps Behauptungen?

Wegen Veruntreuung von Geldern
Gericht: Auslieferung Puigdemonts zulässig

Digitaler Nachlass
Erben bekommen Zugang zu Facebook-Konto

Berührung beim Strippen erlaubt
Stormy Daniels festgenommen


12:00 Uhr
Millionärsfamilie erpresst - Todesdrohung gegen Kinder

Mit einer Todesdrohung gegen ihre Kinder ist eine 39-Jährige aus einer Hamburger Millionärsfamilie erpresst worden. Einen entsprechenden Bericht des "Hamburger Abendblatts" bestätigte die Staatsanwaltschaft.

  • In den Kinderschlafzimmern seien am 11. Januar Fotos gefunden worden, die eine auf die Kinder gerichtete Pistole zeigten. Die Mutter sollte innerhalb von 48 Stunden 300.000 Euro zahlen, forderten die Erpresser nach Angaben von Oberstaatsanwalt Carsten Rinio in einem Schreiben. Sollte sie dies nicht tun oder die Polizei einschalten, würden die Kinder getötet werden.
  • Die Frau habe den von ihr getrennt lebenden Vater der Kinder verständigt, der die Polizei alarmierte. Dem Zeitungsbericht zufolge gab es keine Einbruchsspuren, deswegen habe die Polizei im Umfeld der Frau ermittelt.
  • Ihr 43 Jahre alter Lebensgefährte und ein 31-jähriger Bekannter von diesem seien in Verdacht geraten. Die beiden Männer sind auf freiem Fuß, die Ermittlungen gehen weiter.


11:39 Uhr
Gericht: Auslieferung Puigdemonts zulässig

Das schleswig-holsteinische Oberlandesgericht hat die Auslieferung des katalanischen Separatistenführers Carles Puigdemont wegen des Vorwurfs der Veruntreuung für zulässig erklärt. Eine Auslieferung wegen Rebellion ist dagegen unzulässig. Schleswig-Holsteins Generalstaatsanwalt muss eine Auslieferung aber erst bewilligen.  

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11:29 Uhr
Petry und Weidel verteidigen Seehofer

Video
Die Bundestagsabgeordnete Frauke Petry hat Bundesinnenminister Horst Seehofer gegen Kritik von Grünen, SPD und Linken verteidigt.

  • Seinen Rücktritt zu fordern, nur weil der CSU-Vorsitzende "seiner Freude über einen halbwegs gut gefüllten Flieger mit illegalen Migranten freien Lauf ließ", sei ungerechtfertigt, sagte Petry der dpa. "Der tragische Tod des mehrfach vorbestraften Afghanen ist trotz vieler unbestreitbarer Fehler dennoch nicht Seehofers Schuld", erklärte Petry. Allein Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe mit ihrer "ebenso unverantwortlichen wie eigenmächtigen Einladung an alle Welt, Menschen Versprechungen gemacht, die sie am Ende des Tages gar nicht halten kann".
  • Seehofer hatte am Dienstag bei der Vorstellung seines "Masterplans Migration" gesagt: "Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sind 69 - das war von mir nicht so bestellt - Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden. Das liegt weit über dem, was bisher üblich war."
  • Die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, verwies auf Mordfälle, bei denen Asylbewerber als Tatverdächtige ermittelt worden waren. Sie schrieb auf Twitter: "Pure Heuchelei um #Seehofer: Wer ist denn dann für den Tod der jungen Mädchen verantwortlich?"


11:19 Uhr
Eltern dürfen Facebook-Konto der toten Tochter einsehen

Facebook muss den Eltern eines toten Mädchens als Erben Zugang zu dem seit fünfeinhalb Jahren gesperrten Nutzerkonto der Tochter gewähren. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe in letzter Instanz entschieden. Die Richter hoben ein Urteil des Berliner Kammergerichts auf, das die Sperre unter Verweis auf das Fernmeldegeheimnis bestätigt hatte. Die Eltern erhoffen sich von den privaten Inhalten der Seite Aufschluss über die Todesumstände der 15-Jährigen.

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10:56 Uhr
Tanzende US-Cops begeistern das Netz

*Datenschutz
Polizisten in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia drehen ein Video, in welchem sie zu "Uptown Funk" von Bruno Mars tanzen und den Songtext mimen - das Internet flippt aus.

  • Die Polizeistation wurde vom Corinth Police Department in Texas zum "Lip Sync Battle" nominiert und hat die Herausforderung angenommen.
  • Die Corinther Polizisten hatten zuvor ein Video veröffentlicht, in welchem sie zum Miley-Cyrus-Lied "Party in the U.S.A." tanzten.
  • Auslöser der Challenge war ein Auftritt eines Polizisten, der sich auf Streife selbst gefilmt hatte. Im Video imitierte er den Song "Fuiste Mala" von den Kumbia Kings.

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10:55 Uhr
Trump droht mit Alleingang in Verteidigungsfragen

US-Präsident Donald Trump hat der Nato nach Angaben von Diplomaten offen mit einem amerikanischen Alleingang in Verteidigungsfragen gedroht. Wenn die Bündnispartner nicht sofort zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgäben, würden die Amerikaner ihr eigenes Ding machen, sagte Trump demnach beim Gipfeltreffen in Brüssel.

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10:21 Uhr
Erneut 20 Kinder in Ferienlager krank

Ende Juni waren in einer Ferienanlage in Thüringen 45 Schüler und Betreuer an Norovirus erkrankt.

Ende Juni waren in einer Ferienanlage in Thüringen 45 Schüler und Betreuer an Norovirus erkrankt.

(Foto: picture alliance/dpa)
Vor zwei Wochen waren in einem Ferienlager im thüringischen Rauenstein 45 Menschen am Norovirus erkrankt. Die Anlage wurde geschlossen, von einer Spezialfirma gereinigt und desinfiziert. Am Montag dieser Woche öffnete das Ferienlager wieder.

Und schon wieder sind Gäste erkrankt. Wie ein Sprecher des Landratsamts Sonneberg mitteilte, klagen 20 Jugendliche aus Brandenburg über Brechdurchfall. Sie werden vor Ort von Ärzten und Sanitätern behandelt. Über die Ursache der Erkrankungen könne derzeit aber noch nichts gesagt werden.


09:54 Uhr
Bereits 200 Todesopfer durch Starkregen in Japan

Video
Die Zahl der Todesopfer nach den Überschwemmungen im Westen Japans ist auf 200 gestiegen. Dutzende Menschen werden vermisst.

  • In einigen Gebieten ist die Versorgung mit Leitungswasser weiter unterbrochen. Dadurch erhöht sich das Risiko von Erkrankungen infolge der schwülen Sommerhitze.
  • Bei den extrem starken Regenfällen der vergangenen Tage war es in den am schwersten betroffenen Provinzen Okayama, Hiroshima und anderen Regionen zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen gekommen.
  • Es ist die schlimmste Naturkatastrophe, die das asiatische Inselreich seit dem verheerenden Erdbeben und Tsunami im März 2011 heimsuchte.


09:25 Uhr
Stormy Daniels festgenommen

Die wegen einer angeblichen Affäre mit Präsident Donald Trump bekannt gewordene US-Pornodarstellerin Stormy Daniels ist nach Angaben ihres Anwalts festgenommen worden. Vorgeworfen werde ihr, dass sie einem Kunden in einem Stripclub in Columbus (Bundesstaat Ohio) erlaubt habe, sie auf der Bühne zu berühren, schrieb ihr Anwalt Michael Avenatti auf Twitter. Man erwarte, dass sie in Kürze auf Kaution freigelassen werde.

Avenatti bezeichnet die Festnahme als "abgekartetes Spiel und politisch motiviert". Daniels habe in Columbus die gleiche Schau aufgeführt wie zuvor in fast 100 anderen Striplokalen im ganzen Land. Man werde gegen die "aus der Luft gegriffenen Vorwürfe" ankämpfen.

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09:03 Uhr
Verdächtiger nach Mord an US-Rapper festgenommen

Der erst 20-jährige Rapper XXXTentacion wurde vor drei Wochen in Florida erschossen.

Der erst 20-jährige Rapper XXXTentacion wurde vor drei Wochen in Florida erschossen.

(Foto: picture alliance/dpa)
Mehr als drei Wochen nach dem Mord an dem US-Rapper XXXTentacion hat die Polizei einen zweiten Verdächtigen gefasst.

  • Nach Polizeiangaben saß der 22-jährige Mann bereits seit vergangener Woche wegen Drogendelikten in Haft. Nun wurde ein neuer Haftbefehl wegen Mordverdachts ausgestellt.
  • Der 20-jährige XXXTentacion war am 18. Juni vor einem Motorradgeschäft in Deerfield Beach nördlich von Miami in Florida erschossen worden. Die Polizei geht davon aus, dass die tödlichen Schüsse im Zuge eines versuchten Raubüberfalls fielen.
  • Zwei Tage nach dem Mord hatte die Polizei einen ersten Verdächtigen festgenommen, der ebenfalls 22 Jahre alt ist. Nach einem weiteren 22-Jährigen wird noch gefahndet.

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09:02 Uhr
Schlagzeilen am Morgen

"In allen Belangen besser"
Kroatien schafft die WM-Sensation - und tönt

"Wir alle fühlen den Schmerz"
Englands WM-Ekstase endet wieder im Drama

Nord Stream 2 in der Kritik
USA drohen mit Pipeline-Sanktionen

Neue Runde im Sandalenkrieg
Puma klagt gegen D&G-Badelatschen

Streiks, Wartezeiten, Engpässe
Flugreisende beschweren sich häufiger


08:37 Uhr
Fast jede zweite Altersrente unter 800 Euro

(Foto: picture alliance / Karl-Josef Hi)
Fast jede zweite Altersrente in Deutschland liegt einem Medienbericht zufolge unter 800 Euro im Monat. Dies berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter Berufung auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion.

Rund 8,6 Millionen Rentner erhielten Ende 2016 demnach eine Rente von weniger als 800 Euro monatlich - ein Anteil von 48 Prozent.

Das Ministerium legt in dem Bericht Wert auf die Feststellung, dass die Rentenhöhe für sich genommen nur eingeschränkt Hinweise auf die Einkommenssituation im Alter liefere. Grund dafür sei, dass weitere Einkommen nicht berücksichtigt würden - etwa die anderer Haushaltsmitglieder.  Die Zahlen beziehen sich dem Bericht zufolge auf Renten nach Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch vor Abzug von Steuern. Daten für 2017 lagen demnach noch nicht vor.

Hier lesen Sie mehr dazu.


08:06 Uhr
Längste Fingernägel der Welt abgeschnitten

Shridhar Chillals Hand verformte sich durch das Gewicht der Nägel.

Shridhar Chillals Hand verformte sich durch das Gewicht der Nägel.

(Foto: picture alliance/dpa)
Die längsten Fingernägel der Welt sind abgeschnitten: Der 82-jährige Inder Shridhar Chillal präsentierte die fünf Fingernägel, die 66 Jahre lang an seiner linken Hand auf je knapp 200 Zentimeter angewachsen waren, in einem Kuriositätenmuseum am New Yorker Times Square, wo sie nun permanent in einer Vitrine gezeigt werden sollen.

  • Die Fingernägel waren einige Tage zuvor in einer medizinischen Einrichtung abgeschnitten worden.
  • Der Inder hatte die Nägel seiner linken Hand seit 1952 nicht mehr abgeschnitten und war deswegen 2014 in das Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen worden.
  • Chillal ist verheiratet, Vater mehrerer Kinder und hat jahrelang - mit seiner rechten Hand - als Fotograf gearbeitet. Die linke Hand ist vom jahrzehntelangen Gewicht der Fingernägel inzwischen verformt.

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Die längsten Fingernägel der Welt sind nun im Museum.

Die längsten Fingernägel der Welt sind nun im Museum.

(Foto: picture alliance/dpa)

07:28 Uhr
Wölfin erschossen und im See versenkt

(Foto: picture alliance/dpa)
Eine junge Wölfin soll in Sachsen getötet und ihr Kadaver mit einem Betongewicht in einem See versenkt worden sein.

  • Der Verein Wolfsschutz-Deutschland hat nun eine Belohnung von 7000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zum Täter führen.
  • Der Kadaver war bereits im Juni von Passanten in Ufernähe des Tagebausees Mortka gefunden worden. Eine Untersuchung hatte ergeben, dass die einjährige Wölfin mit Schüssen getötet wurde. Anschließend war das Tier mit einem Strick um den Bauch, an dessen anderem Ende ein Betongewicht befestigt war, in dem See versenkt worden.
  • Wölfe sind nach EU-Recht und dem Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art. Ihre unerlaubte Tötung ist eine Straftat. Das Landratsamt Bautzen stellte Strafanzeige, das Landeskriminalamt Sachsen ermittelt.


07:12 Uhr
Mazedonien lehnt EU-Flüchtlingslager ab

Mazedoniens Außenminister Dimitrov will keine Asylzentren in seinem Land.

Mazedoniens Außenminister Dimitrov will keine Asylzentren in seinem Land.

(Foto: picture alliance/dpa)
Mazedonien lehnt die Errichtung von Asylzentren der EU auf seinem Staatsgebiet ab. Der Balkan sei "eine Insel mitten in der EU", Länder "dieser Insel" könnten nicht darum gebeten werden, "eine solche Bürde zu übernehmen, wenn sie nicht Teil der EU" seien, sagte der mazedonische Außenminister Nikola Dimitrov der "Welt".

  • "Ich denke, da werden wir sehr standhaft bleiben", fügte Dimitrov hinzu. "Man kann uns, den Balkan, nicht nutzen, um Flüchtlinge abzuwehren", betonte er.
  • Dimitrov äußerte sich vor dem Treffen der EU-Innenminister in Innsbruck. Dabei soll es um die Themen Migration und Asyl gehen. Der österreichische Innenminister Herbert Kickl will seinen EU-Kollegen vorschlagen, dass Staaten außerhalb der EU auf freiwilliger Basis "Rückkehrzentren" einrichten.
  • Vor Mazedonien hatte auch Albanien die Errichtung von Asylzentren der EU auf seinem Staatsgebiet abgelehnt. EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hatte zuletzt die beiden Länder für Auffanglager auf dem Balkan vorgeschlagen.


06:59 Uhr
Das wird heute wichtig

Bei dem Nato-Gipfel geht es heute um Einsatz in Afghanistan und die Beziehungen zur Ukraine und Georgien.

Bei dem Nato-Gipfel geht es heute um Einsatz in Afghanistan und die Beziehungen zur Ukraine und Georgien.

(Foto: picture alliance/dpa)
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, Bundesinnenminister Horst Seehofer diskutiert heute erstmals im Kreise seiner EU-Kollegen über die europäische Asylpolitik. Am Rande des Treffens der EU-Innenminister in Innsbruck wird der CSU-Chef mit Ländern wie Griechenland außerdem die Möglichkeiten zur Rücknahme von Flüchtlingen ausloten.

Was wird heute sonst wichtig:

  • Am zweiten Tag ihres Gipfeltreffens in Brüssel wollen die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten über den laufenden Afghanistan-Einsatz und die Beziehungen zur Ukraine und zu Georgien beraten.
  • US-Präsident Donald Trump reist nach Großbritannien. Im Mittelpunkt des Besuchs dürfte ein Handelsabkommen zwischen Großbritannien und den USA stehen, das nach dem Brexit die Handelsbeziehungen beleben soll. Morgen ist ein Treffen mit Premierministerin Theresa May angesetzt. Danach ist ein Besuch von Trump und seiner Ehefrau Melania bei Königin Elizabeth II. auf Schloss Windsor geplant.
  • Die Eltern eines Mädchens streiten seit dem Tod ihrer Tochter vor fünfeinhalb Jahren mit Facebook um Zugang zum gesperrten Nutzerkonto der Toten - heute verkündet der Bundesgerichtshof in höchster Instanz sein Urteil.
  • Die Tennisspielerinnen Angelique Kerber und Julia Görges wollen in Wimbledon ein historisches deutsches Endspiel perfekt machen. Kerber tritt im ersten Halbfinale auf dem Centre Court gegen die Lettin Jelena Ostapenko an. Anschließend steht Görges in ihrem ersten Grand-Slam-Halbfinale der US-Amerikanerin Serena Williams gegenüber.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!



06:22 Uhr
Wann kommt der Sommer zurück?

Björn Alexander

Björn Alexander

Tief "Gislinde" zieht heute Richtung Polen weiter und beeinflusst vor allem im Osten unseres Landes das Wettergeschehen, während sich weiter westwärts Hoch "Falk" bemerkbar macht. Insofern dominieren von der Ostsee bis runter ans Erzgebirge und den Harz die Wolken und es regnet teils kräftig. Auch eingelagerte Gewitter sind möglich. Ansonsten bringt der Tag nach Auflösung von Frühnebelfeldern aber schon wieder deutlich mehr Sonne und nur selten Schauer.

Die Temperaturen: morgens an den Küsten um die 17 Grad. Im großen Rest sind es meistens 10 bis 16 Grad. Frischer startet der Tag nur Richtung Oberschwaben und Allgäu bei 7 oder 8 Grad. Tagsüber klettern die Werte dann auf 19 Grad im östlichen Bergland und bis zu 27 Grad am Rhein. Es wird also wieder wärmer. Und dieser Trend bleibt auch in den kommenden Tagen bestehen, denn der Sommer meldet sich zurück. Einen guten Start in den Tag wünscht Ihr Björn Alexander


06:02 Uhr
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