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Luxusautos oder Sportwagen Welcher Autobauer verdient am meisten?

Ferrari verdient an jedem verkauften Auto etwa 69.000 Euro.

Ferrari verdient an jedem verkauften Auto etwa 69.000 Euro.

Für Luxussportwagen verlangen die Hersteller ordentlich Geld. Deshalb ist auch die Marge für den Autobauer entsprechend hoch. Allerdings gilt das nicht für alle Marken und am Ende streicht eben doch ein ganz anderer den höchsten Gewinn ein.

Je höher der Preis, desto höher der Gewinn des Autoherstellers, könnte man meinen. Dass diese Gleichung nicht stimmen muss, zeigt eine Analyse des Center Automotive Research der Uni Duisburg-Essen. Danach zahlten beispielsweise Käufer für die Luxusautos von Bentley im ersten Halbjahr 2018 durchschnittlich rund 165.000 Euro, trotzdem machen die Briten pro Auto 17.000 Euro Verlust. Das andere Extrem zeigt sich beim Supersportwagenhersteller Ferrari: Im Schnitt zückten Käufer 280.000 Euro für einen der Maranello-Flitzer, 69.000 Euro davon strichen die Italiener als Gewinn ein.

Ins Porsche-Autohaus geht man der Analyse zufolge ebenfalls nur mit gut gefüllter Brieftasche. Zwar ist der Einstieg in die Welt der Zuffenhausener mit einem 718 Cayman schon ab knapp 53.000 Euro möglich, im Mittel zahlen die Kunden aber 91.000 Euro für ein Modell der Marke. Daran verdient der Sportwagenhersteller knapp 17.000 Euro pro Auto. Für einiges weniger wird der durchschnittliche Maserati verkauft: gut 73.000 Euro lassen sich Käufer einen solchen Wagen kosten. Die Italiener verdienen an jedem Auto knapp 5000 Euro.

Ein dickes Minus pro verkauftem Fahrzeug muss Elektroauto-Hersteller Tesla notieren: Rund 11.000 Euro zahlen die US-Amerikaner pro Wagen drauf, im Schnitt kosten die E-Autos 66.500 Euro. Geradezu bescheiden muten dagegen im Vergleich die Zahlen eines Herstellers von Brot-und-Butter-Modellen an: Der Volkswagen-Konzern verkauft seine Fahrzeuge durchschnittlich für gut 21.000 Euro und macht dabei 1800 Euro Gewinn pro Wagen. Allerdings verkaufe die Wolfsburger allein in Deutschland pro Monat etwa 66.000 Fahrzeuge. Ferrari veräußert im gleichen Zeitraum in ganz Europa lediglich 750 Autos. Man muss kein Mathegenie sein, um zu errechnen, wer hier mehr Geld verdient.

Quelle: n-tv.de , hpr/sp-x

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