Auto

Benziner und Diesel betroffen Madrid verbannt Autos mit alten Motoren

Feierabendverkehr vor den Toren Madrids.

Feierabendverkehr vor den Toren Madrids.

(Foto: picture alliance / dpa)

Während man in Deutschland Fahrverbote in Städten verhängt, gehen andere Länder wesentlich rabiater vor. Spaniens Hauptstadt will im Kampf gegen hohe Stickoxidwerte den Fahrzeugverkehr gänzlich aus der Innenstadt verbannen.

Madrid verbannt einen Großteil des Autoverkehrs aus der Innenstadt. Auf insgesamt 472 Hektar in der City dürfen ab sofort nur Anwohner und Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs fahren. Besucher und Taxis benötigen eine Umweltplakette, die es nur für Diesel ab Euro 4 und Benziner ab Euro 3 gibt. Für ausländische Pkw ist sie laut ADAC zurzeit noch gar nicht erhältlich.

Geparkt werden darf nicht mehr am Straßenrand, lediglich in Garagen ist das Abstellen von Fahrzeugen noch erlaubt. Mit den Maßnahmen will die Metropole den Stickoxidgehalt in der Luft um rund 40 Prozent verringern. An den Plänen der linksalternativen Kommunalregierung gab es im Vorfeld massive Kritik, die Regelung würde zu Chaos führen. Zum Start der Zufahrtsverbote blieb dieses laut spanischen Medienberichten jedoch aus.

Mit Madrid hat eine weitere europäische Metropole im Kampf um bessere Luft strenge Zufahrtsbeschränkungen eingeführt. Ähnliche Regelungen gibt es aktuell unter anderem in Antwerpen, Brüssel, Kopenhagen, mehreren Städten Frankreichs, Athen, London, vielen Städten Italiens sowie Lissabon.

Quelle: n-tv.de , hpr/sp-x

Mehr zum Thema