Fundsache

Fundsache, Nr. 1360 Großer Silberschatz auf Sylt ausgegraben

Morsum, das die Überraschung für die Archäologen bereithielt, liegt im Osten von Sylt.

Morsum, das die Überraschung für die Archäologen bereithielt, liegt im Osten von Sylt.

(Foto: imago stock&people)

Armreife, Ringe, Münzen: Als Archäologen auf der Nordseeinsel Sylt ein Feld umgraben, finden sie ein Kilogramm verschiedenster Silberstücke. Sie sind auf einen Schatz aus der Wikingerzeit gestoßen.

Archäologen haben auf der Nordseeinsel Sylt einen Silberschatz aus der Wikingerzeit entdeckt. "Das ist einer der größten Silberschatzfunde aus Schleswig-Holstein überhaupt", sagte der Leiter des Archäologischen Landesamtes, Claus von Carnap-Bornheim, bei Vorstellung des Fundes.

Experten hatten im Sommer auf einem Acker in Morsum insgesamt 180 Stücke ausgegraben, darunter vollständig erhaltene Schmuckstücke wie Armringe, Fingerringe, einen Halsring, aber auch Münzen, Barren und Schmelzreste - Gesamtgewicht rund ein Kilogramm.

Vor Jahrzehnten hatte auf dem Feld auf Sylt ein Landwirt eine Ringfibel aus Silber, ein Schmuckstück, mit dem Gewänder verschlossen wurden, gefunden. Vor zwei Jahren hatte die Familie das Schmuckstück ihrem Hausarzt vermacht, der sich an die Schleswiger Archäologen wandte. Daraufhin machten die sich auf die Suche nach dem Fundort und fingen mit dem Graben an. Dabei entdecken sie auch die zu der Ringfibel passende Nadel.

Die Experten datieren den Fund auf Mitte des zehnten Jahrhunderts. Er soll künftig in der Dauerausstellung auf Schloss Gottorf zu sehen sein.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa

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