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Neue Studie zur Partnerwahl Was unattraktive Männer anziehend macht

Auch Männer, die nicht besonders gut aussehen, haben der Studie zufolge gute Chancen bei Frauen.

Auch Männer, die nicht besonders gut aussehen, haben der Studie zufolge gute Chancen bei Frauen.

(Foto: imago/Westend61)

Wer nicht von Natur aus mit einem ansehnlichen Äußeren gesegnet ist, muss sich laut einer neuen Studie nicht grämen: Denn für Frauen zählt nicht nur der Waschbrettbauch. Physische Defizite können Männer demnach durch Kreativität und Witz kompensieren.

Viele dürften es vermutet haben, nun haben Forscher den wissenschaftlichen Beweis erbracht: Männer mit weniger attraktivem Äußeren können laut einer aktuellen Studie durch Witz und kreatives Auftreten ihre Chancen bei der Partnersuche deutlich verbessern. Studienautor und Psychologe Christopher Watkins von der schottischen Universität Abertay fasst das Ergebnis so zusammen: "Kreative Typen mit weniger attraktiven Gesichtern werden als fast genauso attraktiv gesehen wie wirklich gut aussehende Typen, die aber weniger kreativ sind."

Am allerbesten kommen beim weiblichen Geschlecht solche Männer an, die sowohl attraktiv sind als auch kreativ auftreten. Die Forscher fanden in ihren Experimenten allerdings keinen Beleg dafür, dass dies auch in umgekehrter Richtung gilt - also eher unattraktiv aussehende Frauen ihre Chancen bei den Männern durch besonders originelles Auftreten erhöhen können.

Watkins legte seine Studie in zwei Stufen an. Zunächst bat er eine Gruppe Freiwilliger, Fotos von Männern und Frauen anzuschauen und diese nach ihrer Attraktivität zu bewerten. Damit konnte der Psychologe ein Attraktivitäts-Ranking erstellen. In der zweiten Runde legte er diese Fotos einer anderen Gruppe von Studienteilnehmern vor - allerdings wurden die Porträts ergänzt durch Aussagen, die die Abgebildeten zu bestimmten Themen gemacht haben sollen. Die eine Hälfte der Aussagen war rein faktisch und eher langweilig, die andere Hälfte war kreativ und witzig.

Intelligenz macht sexy

Auch die zweite Gruppe wurde dann gebeten, die auf den Fotos abgebildeten Menschen nach ihrer Attraktivität zu bewerten - wobei den Frauen dann plötzlich auch jene Männer attraktiv vorkamen, die nicht besonders blendend aussahen, die aber mit originellen Aussagen in Verbindung gebracht wurden. Bei Männern, die Frauen zu bewerten hatten, war dieser Effekt weniger ausgeprägt. Watkins vermutet evolutionsbiologische Gründe hinter dem Verhalten.

Frauen seien "das wählerischere Geschlecht", wenn es um die Wahl des Partners geht, heißt es zur Erklärung. Die Evolution begünstige die Auswahl solcher Männer, die für gesunden Nachwuchs und Sicherheit sorgen. Kreativität und Witz könnten als Kennzeichen von Intelligenz verstanden werden - "was signalisiert, dass ein Mensch Zeit und Mühe in eine bestimmte Aufgabe investieren kann oder Dinge auf eine neue Weise betrachten kann, die das Überleben sichert", so Watkins. Bei der Partnerwahl sei dies ein Vorteil.

Quelle: n-tv.de , jug/AFP

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