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Große Ehre für "Allerweltsvogel" "Vogel des Jahres": Der Star ist der Star

Der Star folgt auf den Waldkauz als "Vogel des Jahres".

Der Star folgt auf den Waldkauz als "Vogel des Jahres".

(Foto: picture alliance / dpa)

Jeder kennt ihn. Er ist weit verbreitet und ein talentierter Imitator. Doch der Star, einer der markantesten heimischen Singvögel, wird seltener. Das hat Gründe - und ein besonderer Titel soll nun aufrütteln.

Der Star (Sturnus vulgaris) wird "Vogel des Jahres 2018". Das teilten der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der bayerische Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit. Er folgt damit auf den Waldkauz, den "Vogel des Jahres 2017".

"Der Star ist bekannt als Allerweltsvogel. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab", erklärte Nabu-Präsidiumsmitglied Heinz Kowalski. Heute gebe es etwa eine Million Paare weniger als noch vor zwanzig Jahren. Der Bestand in Deutschland schwanke je nach Nahrungsangebot und Bruterfolg zwischen drei und viereinhalb Millionen Paaren pro Jahr. Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird die Art inzwischen als "gefährdet" eingestuft.

Überwintern in Deutschland

Als Ursache für den Rückgang macht der Nabu menschliche Einflüsse verantwortlich. "Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung, insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft", betonte Kowalski. Der Verlust natürlicher Wiesen und die Abholzung von Wäldern mache es Staren schwierig, genügend Insekten und Nistplätze zu finden.

Der Star ist für sein Talent bekannt, andere Vögel und Umgebungsgeräusche imitieren zu können. Er ahmt Hundebellen ebenso nach wie Alarmanlagen oder Handyklingeltöne. Im Herbst bilden Stare imposante Schwarmwolken, um gemeinsam in ihre Winterquartiere zu fliegen. Viele der Tiere ziehen aus Deutschland bis in den südlichen Mittelmeerraum oder nach Nordafrika. Andere Stare überwintern in Deutschland.

Quelle: n-tv.de , bad/AFP

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