Startup News

Berlin ist das Gründer-Mekka Rekordsumme fließt in deutsche Start-ups

Alleine der Berliner Essenslieferant Delivery Hero strich 387 Millionen Euro ein.

Alleine der Berliner Essenslieferant Delivery Hero strich 387 Millionen Euro ein.

(Foto: picture alliance / Jens Kalaene/)

Mehr als zwei Milliarden Euro sammeln Jungunternehmen hierzulande bereits im ersten Halbjahr ein, so viel wie nie zuvor. Allerdings steigt die absolute Zahl der Investitionen nur leicht. Alleine zwei Start-ups ziehen mit Mega-Deals einen Großteil der Gelder an.

Die deutsche Start-up-Branche boomt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres floss eine Rekordsumme von 2,16 Milliarden Euro in deutsche Jungunternehmen, wie eine von der Beratungsgesellschaft EY erstellte Studie ergab. Sie nahmen damit mehr als doppelt so viel Geld ein wie im Vorjahreszeitraum. Das bislang höchste Finanzierungsvolumen wurde im ersten Halbjahr 2015 mit 1,95 Milliarden Euro verzeichnet.

Auch die Zahl der Finanzierungsrunden stieg im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 264. Der Anstieg des dabei erzielten Investitionsvolumens ist allerdings vor allem auf zwei Unternehmen zurückzuführen: Im Mai stieg laut EY der südafrikanische Investor Naspers mit 387 Millionen Euro beim Berliner Essenslieferanten Delivery Hero ein, der schließlich vergangene Woche an die Börse ging. Ebenfalls im Mai sammelte demnach der Berliner Autogroßhändler Auto1 insgesamt 360 Millionen Euro von verschiedenen Investoren ein.

Video

Berlin bleibt auch Start-up-Hauptstadt

Den Titel als Deutschlands Start-up-Hauptstadt verteidigte Berlin. Auf die Start-ups der Bundeshauptstadt entfiel in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein Investitionsvolumen von knapp 1,5 Milliarden Euro. Das entsprach mehr als zwei Dritteln (68 Prozent) des gesamten Volumens in Deutschland. Dahinter folgten Bayern mit 215 Millionen Euro und Hamburg mit 181 Millionen Euro.

Die deutsche Start-up-Szene habe sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres "sehr lebhaft entwickelt", erklärte EY-Experte Peter Lennartz. Zum einen habe es wieder "Mega-Deals" wie von Delivery Hero und Auto1 gegeben, zum anderen sei aber auch die Finanzierung in der Breite besser geworden.

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop von den Grünen zeigte sich erfreut über die Entwicklung der Start-up-Szene in der Hauptstadt. Es habe sich ein Klima entwickelt, das Innovationen und die Entwicklung neuer Geschäftsideen begünstige, erklärte Pop. Damit dies so bleibe, werde die Stadt die Rahmenbedingungen für Start-ups weiter verbessern.

Quelle: n-tv.de , kst/AFP

Mehr zum Thema