Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag iPhone-Kater: Wall Street startet niedriger

Ein iPhone für schlappe 1000 Dollar.

Ein iPhone für schlappe 1000 Dollar.

(Foto: picture alliance / Marcio Jose S)

An der Wall Street herrscht nach der Präsentation des neuen iPhones von Apple erwartungsgemäß Katerstimmung.

Nachdem sie tags zuvor noch auf Rekordständen geschlossen hatten starten die US-Börsen mit Kursverlusten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notiert kurz nach Börsenstart 0,1 Prozent tiefer bei 22.097 Punkten.

Der breiter gefasste S&P 500 sinkt 0,2 Prozent auf 2492 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 6437 Stellen.

Die Vorstellung des Jubiläumsmodells iPhone X am Vortag riss die Anleger nicht vom Hocker. Die hoch gespannten Erwartungen schlugen schnell in Ernüchterung um.

Für Stirnrunzeln sorgten vor allem der hohe Preis des Smartphones von 1000 Dollar sowie der späte Verkaufsstart am 3. November, der Lieferengpässe im wichtigen Weihnachtsgeschäft befürchten ließ.

Die Apple-Aktie büßte weitere 0,8 Prozent ein, nachdem sie bereits am Dienstag 0,4 Prozent schwächer geschlossen hatte. Analysten bemängeln auch, die Technik des iPhone X sei der des Rivalen Samsung so ähnlich wie nie zuvor.

Ein schwelendes Thema am Aktienmarkt bleibt zudem der Nordkorea-Konflikt. Die Führung in Pjöngjang kündigte an, sich noch stärker gegen einen aus seiner Sicht drohenden Einmarsch der USA zu wappnen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erheblich schärfere Strafmaßnahmen gegen das kommunistische Land gefordert. Die jüngst vom UN-Sicherheitsrat verhängten neuen Sanktionen seien "nur ein weiterer kleiner Schritt" gewesen.

Marktökonom Peter Cardillo vom Brokerhauses First Standard Financial sagte, das hohe Kursniveau löse Bedenken aus. Schließlich gebe es eine Reihe von Unsicherheitsfaktoren. Dazu zählte Cardillo neben geopolitischen Problemen auch die unklaren Perspektiven der von Trump versprochenen Steuerreform.

Der Aktienkurs von Western Digital sackt drei Prozent ab. Die Aussichten des Festplattenherstellers auf eine Übernahme der lukrativen Toshiba-Chipsparte haben sich eingetrübt. Der angeschlagene japanische Elektronikkonzern treibt seine Verkaufsgespräche mit einem Konsortium von US-Finanzinvestor Bain Capital und dem südkoreanischen Halbleiterproduzenten SK Hynix voran.

Quelle: n-tv.de