Mittwoch, 13. September 2017 Der Tag bei n-tv

18:08 Uhr
Dax gönnt sich eine Auszeit - Kein Grund zur Panik

Verkaufsgründe gibt es keine, heißt es im Handel.

Verkaufsgründe gibt es keine, heißt es im Handel.

(Foto: REUTERS)

Der deutsche Aktienmarkt kommt bis Handelsschluss kaum vom Fleck.

Der Dax schließt mit minimalen 0,2 Prozent im Plus bei 12.553 Punkten. Der MDax kann da nicht mithalten: Hier geht es 0,2 Prozent abwärts auf 25.243 Zähler. Der TecDax wählt den Mittelweg zwischen beiden und schließt 0,1 Prozent leichter bei 2358 Zählern.

Der Eurostoxx 50 hält es wie der Dax und besser: Der Index gewinnt ganze 0,4 Prozent dazu auf 3527 Punkte.

Positiv sei, dass es keine Verkaufsgründe gebe, heißt es im Handel. Die Positionsbereinigungen vor dem Großen Verfalltag an den Terminbörsen am Freitag seien abgearbeitet und würden ebenfalls nicht mehr treiben.

Nach den kräftigen Aufschlägen seit dem Wochenbeginn ist damit Ruhe eingekehrt. Auch aus den USA kommen keine Impulse: An der Wall Street stehen bei Handelsschluss in Deutschland leichte Kursverluste bei Apple nach der Präsentation des neuen iPhone im Fokus.

Die Erzeugerpreise der US-Industrie (PPI) fielen dagegen etwas schwächer als erwartet aus und wirken daher auch nicht als Kurstreiber bei Banken.

Alle Konjunkturdaten der Woche im Überblick hier

Im Fokus in Deutschland stand die Bayer-Platzierung von Covestro-Aktien. Covestro im MDax gehen mit einem Plus von 3,7 Prozent in den Feierabend; Anleger wetten hier auf einen Dax-Aufstieg. Bayer-Aktionäre haben davon erstmal nichts. Hier schließen die Papiere lediglich 0,2 Prozent höher.

Tagesgewinner im Dax sind Merck mit 1,9 Prozent Plus. Sie Titel wurden von der Berenberg Bank auf "Buy" hochgestuft.

Das neue Apple-iPhone wirkt nicht als Kurstreiber. Auch an der Wall Street gibt die Aktie 2,1 Prozent nach. Es sei zu teuer und zu wenig überraschend, heißt es. Zulieferer wie Dialog im TecDax fallen um 1,5 Prozent.

Damit schließen wir den Börsen-Tag. Hier geht es morgen Früh weiter. Die Kollegen am Newsdesk werden Sie wie gewohnt durch die Nacht führen. Wenn Sie noch Luft und Lust auf Lektüre haben, empfehle ich Ihnen informativen Artikel zum Thema Bitcoin. Nordkorea öffnet sich dem Thema Kryptowährungen auf ganz eigene Weise. Nordkoreanische Hacker haben angeblich schon mehrfach Börsen für digitale Währungen - etwa in Südkorea - geknackt und Bitcoin im Wert von mehreren Millionen Dollar erbeutet. Hier dazu mehr


17:15 Uhr
Russland-Sanktionen der USA treffen deutsche Firmen

Die neuen Strafmaßnahmen der USA gegen Russland lösen international Empörung aus. Auch deutsche Unternehmen sind laut einer Umfrage alarmiert.

Auch BASF-Tochter Wintershall ist an an dem Milliardenprojekt Nord Stream beteiligt.

Auch BASF-Tochter Wintershall ist an an dem Milliardenprojekt Nord Stream beteiligt.

(Foto: picture alliance / dpa)
Einer Erhebung der deutsch-russischen Auslandshandelskammer (AHK) in Moskau zufolge geht mehr als die Hälfte der Firmen davon aus, direkt oder indirekt betroffen zu sein.

"Die neuen Sanktionen schweben wie ein Damoklesschwert über den deutschen Unternehmen", sagt der AHK-Vorstandsvorsitzende Matthias Schepp. Sie würden als bedrohlicher eingestuft als die alten Sanktionen, die seit 2014 wegen des Ukraine-Konflikts gelten. Die AHK forderte Bundesregierung und EU-Kommission zum Handeln auf.

Der US-Kongress hatte Ende Juli die weitreichendsten Sanktionen gegen Russland seit Jahren beschlossen. Sie richten sich gegen wichtige Wirtschaftszweige wie den für Moskau zentralen Energiesektor. Konkret ist etwa das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 betroffen, das russisches Gas durch die Ostsee nach Deutschland bringen soll.

Auch die BASF-Tochter Wintershall ist an dem Milliardenprojekt beteiligt. Kritiker werfen den USA vor, lediglich ihr eigenes Flüssiggas nach Europa verkaufen zu wollen


16:58 Uhr
Kein Discount: Buffett blitzt bei Home Capital ab

Ungewöhnlich: Der erfolgsverwöhnte Finanzinvestor Warren Bufett muss innerhalb weniger Wochen die dritte Niederlage einstecken.

Warren Buffett ohne Fortune.

Warren Buffett ohne Fortune.

(Foto: dpa)
Nachdem der Starinvestor den kanadischen Immobilienfinanzierer Home Capital im Juni mit einem Notkredit unterstützt hatte, wollte er jetzt eigentlich seine Beteiligung aufstocken. Die Option hatte er zwar - allerdings vorbehaltlich der Zustimmung der übrigen Aktionäre. Und die haben diesen Plan durchkreuzt.

Warum sie Nein gesagt haben?

Die Kredit-Vereinbarung sah vor, dass die Buffett-Holding ihren Anteil später zu 10,30 Kanadische Dollar je Aktie aufstocken könnte, wenn die Anteilseigner damit einverstanden sind.

Da sich der Kurs der Home-Capital-Aktie zwischenzeitlich auf 14,08 Kanadische Dollar erholt hatte, war den übrigen Aktionären der Buffett-Discount aber offenbar zu groß - und ließen ihn abblitzen.

Zuvor musste Buffett bereits das milliardenschwere Angebot der Buffett-Beteiligung Kraft Heinz für den Konkurrenten Unilever zurückziehen. Außerdem wurde Buffett bei der Übernahme des texanischen Energieversorgers Oncor überboten.


16:27 Uhr
Regulierungstress: Jungheinrich investiert in Osteuropa

Da geht was noch hinten los: Zu viel Regulierung hierzuland treibt Jungheinrich, ein führender Hersteller von Gabelstaplern und Lagerlogistik, ins Ausland.

(Foto: picture-alliance/ dpa)
Neue Produktionsanlagen sollen nun vorrangig in Osteuropa errichtet werden. "Wir brauchen in Europa einen anderen, günstigeren Standort, der auch nicht so enorm reguliert ist", sagte Vorstandschef Hans-Georg Frey "Börse Online". "Hier kommen dauernd neue Belastungen aus Berlin."

Jungheinrich werde definitiv in Osteuropa investieren und dort ein zweites Standbein in der Produktion aufbauen. Zur Höhe der geplanten Investitionen sagte der Vorstandschef nichts.

Bislang liegt der Schwerpunkt der Produktion in den sechs deutschen Werken. An den bestehenden Standorten soll sich auch nichts ändern; Jungheinrich werde die Arbeitsplätze in Deutschland erhalten und neue schaffen. Der Konzern beschäftigte Ende vergangenen Jahres gut 15.000 Arbeitnehmer, davon 6500 in Deutschland.

Der MDax-Wert Jungkeinrich notiert 0,4 Prozent im Plus. Der Dax hat sich immerhin bis auf 0,2 Prozent Plus vorgehangelt.


15:52 Uhr
iPhone-Kater: Wall Street startet niedriger

Ein iPhone für schlappe 1000 Dollar.

Ein iPhone für schlappe 1000 Dollar.

(Foto: picture alliance / Marcio Jose S)

An der Wall Street herrscht nach der Präsentation des neuen iPhones von Apple erwartungsgemäß Katerstimmung.

Nachdem sie tags zuvor noch auf Rekordständen geschlossen hatten starten die US-Börsen mit Kursverlusten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notiert kurz nach Börsenstart 0,1 Prozent tiefer bei 22.097 Punkten.

Der breiter gefasste S&P 500 sinkt 0,2 Prozent auf 2492 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 6437 Stellen.

Die Vorstellung des Jubiläumsmodells iPhone X am Vortag riss die Anleger nicht vom Hocker. Die hoch gespannten Erwartungen schlugen schnell in Ernüchterung um.

Für Stirnrunzeln sorgten vor allem der hohe Preis des Smartphones von 1000 Dollar sowie der späte Verkaufsstart am 3. November, der Lieferengpässe im wichtigen Weihnachtsgeschäft befürchten ließ.

Die Apple-Aktie büßte weitere 0,8 Prozent ein, nachdem sie bereits am Dienstag 0,4 Prozent schwächer geschlossen hatte. Analysten bemängeln auch, die Technik des iPhone X sei der des Rivalen Samsung so ähnlich wie nie zuvor.

Ein schwelendes Thema am Aktienmarkt bleibt zudem der Nordkorea-Konflikt. Die Führung in Pjöngjang kündigte an, sich noch stärker gegen einen aus seiner Sicht drohenden Einmarsch der USA zu wappnen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erheblich schärfere Strafmaßnahmen gegen das kommunistische Land gefordert. Die jüngst vom UN-Sicherheitsrat verhängten neuen Sanktionen seien "nur ein weiterer kleiner Schritt" gewesen.

Marktökonom Peter Cardillo vom Brokerhauses First Standard Financial sagte, das hohe Kursniveau löse Bedenken aus. Schließlich gebe es eine Reihe von Unsicherheitsfaktoren. Dazu zählte Cardillo neben geopolitischen Problemen auch die unklaren Perspektiven der von Trump versprochenen Steuerreform.

Der Aktienkurs von Western Digital sackt drei Prozent ab. Die Aussichten des Festplattenherstellers auf eine Übernahme der lukrativen Toshiba-Chipsparte haben sich eingetrübt. Der angeschlagene japanische Elektronikkonzern treibt seine Verkaufsgespräche mit einem Konsortium von US-Finanzinvestor Bain Capital und dem südkoreanischen Halbleiterproduzenten SK Hynix voran.


15:21 Uhr
Jean-Claude Juncker fordert Kickstart für Industrie

Die EU-Kommission will der europäischen Wirtschaft mit verstärkten Maßnahmen in der Industriepolitik neuen Schwung verleihen.

"Wir schlagen eine neue industrielle Strategie für Europa vor", sagte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in seiner Rede zur Lage der Europäischen Union im Europaparlament in Straßburg.

Künftig solle es einen neuen Rahmen der Investmentprüfung geben, wenn ausländische Unternehmen in strategischen Bereichen investieren wollten.

Die jüngsten Rückmeldungen von der Industrieproduktion im Euroraum sind positiv. Zum Vormonat stieg die Fertigung um 0,1 Prozent. Experten hatten genau damit gerechnet, nachdem die Produktion im Juni um 0,6 Prozent eingebrochen war.

Ein Mitarbeiter einer Kranbau-Firma in Köthen (Sachsen-Anhalt).

Ein Mitarbeiter einer Kranbau-Firma in Köthen (Sachsen-Anhalt).

(Foto: picture alliance / Hendrik Schmi)
Der Ausstoß von Investitionsgütern, also etwa Maschinen, legte im Juli um 0,8 Prozent und damit weit überdurchschnittlich zu. Die Produktion sogenannter Gebrauchsgüter - etwa Autos und Haushaltsgeräte -  stieg um 0,7 Prozent. Die Energieversorger drosselten die Leistung hingegen um 1,2 Prozent.

Im Juni war die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent zurückgegangen.

Alle Konjunkturdaten dieser Woche auf einen Blick finden Sie bei uns auf Telebörse.de.


14:48 Uhr
Juncker ruft Autoindustrie zur "Wiedergutmachung" auf

Kurz vor Beginn der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt am Main hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Autoindustrie zu einem Kurswechsel aufgefordert.

Juncker hält seine jährliche Rede zur Lage der Nation.

Juncker hält seine jährliche Rede zur Lage der Nation.

(Foto: dpa)
Am Produktionsstandort Europa würden "Weltklasse-Produkte" geschaffen, sagte Juncker im Europaparlament in seiner Rede zur Lage der Union. Er sei jedoch "schockiert, wenn Kunden und Verbraucher wissentlich und absichtlich hinters Licht geführt werden".

Die Automobilindustrie sei aufgefordert, "dies wiedergutzumachen und ihren Kurs zu korrigieren", sagte der Kommissionspräsident. Statt "zu täuschen und in die Irre zu führen", sollten die Autobauer in "die sauberen Autos der Zukunft investieren".

Angesichts des Skandals um manipulierte Abgaswerte und der Debatte um drohende Fahrverbote stehen die Hersteller derzeit verstärkt unter Druck.

An der Börse ist davon heute nichts zu spüren, die Stimmung profitiert von der IAA: Daimler, Volkswagen und BMW liegen alle im Plus. VW führen sie mit 1,8 Prozent Aufschlag an. Laut Händlern sollte sich die Erholung nun bei allen drei Titeln fortsetzen.

Der Dax kommt im Tagesverlauf kaum vom Fleck.


14:08 Uhr
IEA erhöht Prognose: Ölpreise ziehen an

Eine optimistischere Prognose der Internationale Energie-Agentur (IEA) gibt dem Ölpreis Auftrieb.

In Erwartung des schrumpfenden Überangebots decken sich Anleger mit Rohöl ein. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 0,7 Prozent auf 54,66 Dollar je Barrel.

Das globale Ölangebot ist im August zum ersten Mal seit vier Monaten gefallen. Nach den IEA-Daten fiel das tägliche Angebot gegenüber dem Vormonat um 720.000 Barrel auf 97,7 Millionen Barrel.

Die IEA erklärte diesen Rückgang mit dem Hurrikan "Harvey", der sinkenden Opec-Förderung und den im Sommer anfallenden Wartungsarbeiten an vielen Ölförderanlagen.

Die IEA erhöht ihre Nachfrageprognose.

Die IEA erhöht ihre Nachfrageprognose.

(Foto: picture alliance / dpa)
Vor allem die Nachfrage in den USA und Europa entwickle sich besser als gedacht, heißt es. Ihre Prognosen für den Anstieg des weltweiten Bedarfs 2017 hoben die Experten auf 1,6 von 1,5 Millionen Barrel pro Tag an.

Da die Opec-Staaten ihre Förderung gedrosselt hätten, könne mit einem weiteren Rückgang der Lagerbestände gerechnet werden. Dies werde sich in - allerdings langsam - steigenden Preisen niederschlagen.


13:03 Uhr
Was macht die Wall Street? Apple und Dollar im Fokus

Börsianer, die in den USA anlegen, laufen sich bereits warm:

(Foto: AP)
Nachdem die großen US-Aktienindizes am Vortag auf Rekordhochs geschlossen haben, dürfte es wohl heute zu kleineren Gewinnmitnahmen kommen. Der S&P-500-Future deutet eine knapp behauptete Eröffnung an.

Befeuert von der Erleichterung darüber, dass Hurrikan "Irma" in Florida geringere Schäden angerichtet hat als befürchtet und der Konflikt mit Nordkorea nicht weiter eskaliert ist, waren in den USA auch die Anleiherenditen und der Dollar gestiegen.

Nun stellt sich die Frage, ob speziell der Anstieg des Dollar nicht doch zum Verkauf genutzt werden solle, sagt Richard Perry, Analyst bei Hantec Markets. Es gebe Hinweise darauf, dass die Erholung der Anleiherenditen, die den Dollar mit nach oben gezogen habe, ins Stocken gerate, fügt er hinzu.

Nach Meinung von Perry werden allerdings viele Anleger die Daten zu den US-Verbraucherpreisen abwarten. Diese könnten den Ausschlag für die kurzfristige Entwicklung der Märkte geben.

Unter den Einzelwerten werden Apple vorbörslich 0,4 Prozent niedriger indiziert. Das Unternehmen hatte am Dienstag neue Produkte vorgestellt, darunter das iPhone X. Das neue Modell wird jedoch erst im November auf den Markt kommen, worüber viele Marktteilnehmer enttäuscht sind.


12:37 Uhr
Bayer-Platzierung: Dax-Fantasie treibt Covestro

Bayer sorgt mit dem Ausstieg aus der Kunststoffsparte für Kursgewinne - allerdings nicht bei den eigenen Aktien.

Platz im Dax?

Platz im Dax?

(Foto: dpa)
Anleger wetten auf einen Dax-Aufstieg von Covestro. Währen die Aktien von Bayer im Dax leicht im Minus vor sich hin dümpeln, legen die von Covestro im MDax 3,2 Prozent zu und sind damit größter Gewinner im Nebenwerteindex.

Wie berichtet, platzierte Bayer über Nacht 9,4 Prozent seiner Anteile bei institutionellen Investoren. Insgesamt verkaufte der Konzern 19 Millionen Aktien zu 63,25 Euro das Stück.

"Dank der steigenden Marktkapitalisierung kann Covestro auf einen Platz im Dax hoffen", kommentiert ein Händler.

Bayer hält nun noch 31,5 Prozent. Mittelfristig will sich der Konzern ganz von Covestro trennen. Der Pharma- und Chemiekonzern hatte das Unternehmen 2015 an die Börse gebracht.


12:04 Uhr
Fraport hat Ärger in Griechenland

Fraport-Aktien haben in den vergangenen Tagen sehr geschwankt. Nach einem Kursdämpfer am Vortag erholen sich die Titel heute wieder etwas.

Gerüchte, dass der deutsche Flughafenbetreiber in Griechenland im Verzug sei mit der Modernisierung von zahlreichen griechischen Regionalflughäfen lässt Anleger offenbar kalt.

Fraport weist diese Vorwürfe zurück: "Die Modernisierungspläne sind seit langem vorgelegt worden. Wir warten auf die Genehmigung der Master-Pläne durch die zuständigen Behörden", heißt es aus Kreisen der Fraport Greece.

Am Vortag hatte der griechische Verkehrsminister Christos Spirtzis der Fraport-Tochter vorgeworfen, sie halte Verpflichtungen nicht ein und habe keine der Reparaturen und Sanierungsarbeiten in die Tat umgesetzt, zu denen sie sich verpflichtet hatte. 

In der konservativen griechischen Oppositionspartei Nea Dimokratia wurde jedoch der populistische Flügel der regierenden Linkspartei Syriza für den Streit verantwortlich gemacht. Dieser sabotiere aus ideologischen Gründen mit allen Mitteln Investitionen in Griechenland.

Ein Fahrzeug mit Gepäckstücken fährt auf dem Rollfeld des Airports von Thessaloniki.

Ein Fahrzeug mit Gepäckstücken fährt auf dem Rollfeld des Airports von Thessaloniki.

(Foto: picture alliance / Armin Weigel/)
Fraport hatte im April offiziell den Betrieb von 14 griechischen Regionalflughäfen übernommen, darunter etwa auch in Thessaloniki. Die Vergabe der Konzessionen über 40 Jahre gilt als eines der größten Privatisierungsprojekte im überschuldeten Griechenland. Athens Privatisierungsfonds kassierte dafür 1,234 Milliarden Euro.


11:46 Uhr
Inflation in Deutschland steigt das dritte Mal in Folge

Heute gibt es auch einige Rückmeldungen von der Konjunktur und hier sieht man: Zumindest in Deutschland ist das Inflationsziel der Euro-Notenbank fast erreicht!

Zu den größten Preistreibern gehörendie Energiekosten.

Zu den größten Preistreibern gehörendie Energiekosten.

(Foto: picture alliance / Karl-Josef Hi)
Deutschlands Verbraucher haben im August vor allem Energie und Nahrungsmittel mehr als vor einem Jahr gezahlt. Die Verbraucherpreise lagen im August 2017 um 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Inflationsrate nähert sich damit der EZB-Zielmarke von zwei Prozent. Ein baldiger Kurswechsel der Notenbank ist dennoch nicht in Sicht.

Alle Konjunkturdaten auf einen Blick finden Sie bei uns auf Telebörse.de.


10:50 Uhr
Zu viel Kontrolle? Tesla-Update per Funk

Wer hat die Kontrolle?

Wer hat die Kontrolle?

(Foto: Tesla Motors)

Und es gibt noch ein Thema, das, wie ich finde, durchaus Diskussionstoff birgt: Die US-Presse berichtete, dass Tesla im Zusammenhang mit dem Tropensturm "Irma" die Akku-Reichweite für einige Modelle per Funk angehoben hat - Betroffene sollten mit ihrem Tesla fliehen können und nicht liegen bleiben.

Laut Tesla gab das Unternehmen die zeitweise Aufwertung frei, nachdem ein Nutzer wegen "Irma" darum gebeten hatte.

Wer Florida oder andere Evakuierungszonen verlassen musste, bekam je nach Modell bis zu 40 Meilen (etwa 65 Kilometer) Reichweite extra auf der Batterie.

Betroffen waren die Modelle S und X, bei denen 75-kWh-Batterien per Software auf 60 kWh begrenzt sind. Tesla verkauft diese Versionen günstiger. Das kostenlose Update aus der Ferne soll bis Samstag gelten.

Was für manche erstmal gut klingen mag, ist allerdings auch ein bisschen gruselig, zeigt es doch, dass der Hersteller im Prinzip jederzeit aus der Ferne Zugriff auf das Auto Zugriff hat - auch wenn der Fahrer oder die Fahrerin die Hände am Lenker haben und meinen, die Kontrolle zu haben.

Das könnte unangenehme Folgen haben. Denn zum Beispiel könnte so die Batterie gehackt werden. Wie viele Besitzer tatsächlich vom Upgrade profitiert haben, ist nicht bekannt. Tesla gab keine Zahlen bekannt. Bei Twitter hagelte es Kritik, wie man hier rechts beispielhaft sehen kann.

Tesla ist und bleibt eine Glaubensfrage. Die einen schwören auf die Innovationskraft und das positive Image, die anderen gehen zunehmend - auch wegen der hohen Bewertung - auf Distanz.


10:01 Uhr
Apple, Air Berlin und Bitcoin: Frühstücksgezwitscher

Die frühen Vögel.

Die frühen Vögel.

(Foto: dpa)

Hier zum Start mal drei Themen, über die sich zu so früher Stunde vortrefflich plaudern lässt und mit denen man demonstrieren kann, dass man am Ball ist:

Apple hat am Vorabend seine neue Luxusversion des iPhone mit Gesichtserkennung, größerem Bildschirm sowie verbesserter Leistungskraft und Bildqualität präsentiert: Das neue iPhone X wird ab November erhältlich sein.

Konzernchef Tim Cook sprach vom "größten Schritt nach vorn", seit Apple vor zehn Jahren sein erstes iPhone auf den Markt gebracht hat.

Ein riesiger Schritt nach vorn ist allerdings auch der Preis: Das iPhone X (lateinisch "zehn") wird in Deutschland mit 64 Gigabyte für 1149 Euro und mit 256 Gigabyte für 1319 Ezro erhältlich sein. Für die, die sich das nicht leisten können, stellte Apple noch zwei andere neue Modelle des iPhone vor, die kostengünstiger sind:

Das iPhone 8 wird in der 64 GB-Version 799 Euro kosten, die 256 GB-Version 969 Euro. Das iPhone 8 Plus startet bei 909 Euro in der 64 GB-Version, die 256 GB-Variante kostet 1079 Euro. 

Dann ist da noch die Hängepartie bei Air Berlin, die vor allem den Beschäftigten schwer zu schaffen und die Lage im Unternehmen auch nicht leichter macht. Nach zahlreichen Krankmeldungen von Piloten erwartet die insolvente Fluggesellschaft jetzt wieder Beeinträchtigungen im Flugbetrieb. Vermutlich werden erneut zahlreiche Flüge ausfallen. Hier mehr!

"Es liegen uns gegenwärtig 149 Krankmeldungen von Kapitänen und First Officers vor", heißt es in einem internen Brief an die Piloten. Unterdessen hat sich laut einem Medienbericht ein neuer Interessent ins Bieterverfahren eingeschaltet. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat die chinesische Betreibergesellschaft des Flughafens Parchim, LinkGlobal, in einer schriftlichen Absichtsbekundung ihr Interesse an einer Übernahme von Air Berlin mitgeteilt.

Das dritte Thema, das sich als "Frühstücksgezwitscher" eignet, ist der neue Seitenhieb auf die Kryptowährung Bitcoin: Niemand geringerer als der Chef der JPMorganChase, Jamie Dimon, hat gegen die Kryptowährung Bitcoin gewettert und diese als glatten Betrug bezeichnet.

Mein Kollege Thomas Badtke hat es in der Nacht bereits gemeldet. Bei einer Rede auf einer Investorenkonferenz sagte Dimon, dass die digitale Währung nicht funktionieren werde, da sie praktisch aus dem Nichts entstanden sei. Der jüngste Anstieg der Digitalwährung sei schlimmer als die Tulpenzwiebelblase im 17. Jahrhundert und "werde nicht gut enden". Der Chef von JPMorgan spielte damit auf den Tulpenfieberwahn in Holland an, in dessen Zuge die Preise für die Blumen in astronomische Höhen gestiegen waren, bis die Blase letztlich platzte. Dimon sitzt hier allerdings einem gängigen Irrtum auf. Der Vergleich hinkt, wie wir sei der Veröffentlichung des Buches "Tulipmania" von der Geschichtsprofessorin Anne Goldgar wissen. Dazu hier mehr

Bleibt noch zu sagen, dass nicht jeder die Meinung von Dimon teilt. Wir versuchen auch das in unserer Berichterstattung ebenfalls regelmäßig abzubilden.

Hier und hier dazu mehr.


09:23 Uhr
Dax hält die Füße still - Bayer platziert Covestro

Einen schönen guten Morgen,

mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie ab jetzt durch den Börsen-Tag. Und da starten wir natürlich im Laufschritt mit dem obligatorischen Blick aufs Frankfurter Parkett:

Angesichts mangelnder Impulse startet der Dax wie erwartet wenig verändert. In den ersten Handelsminuten verliert er 0,1 Prozent auf 12.506 Punkte.

Ihre Aufmerksamkeit richten Anleger unter anderem auf die endgültigen deutschen Inflationszahlen. Von diesen und den Daten zur europäischen Industrieproduktion erhoffen sie sich Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Drosselung der Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB).

Bei den Einzeltiteln sorgen Bayer für Gesprächsstoff. Die AG reduziert erneut ihren Anteil an Covestro. In einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren will der Konzern 1,2 Milliarden Euro erlösen. Die Platzierung begann am Dienstag nach Marktschluss und ist ausschließlich an institutionelle Investoren gerichtet.

Als Konsortialbanken agieren Barclays und Citigroup. Im Rahmen der Platzierung hat Bayer einer Halteperiode von 90 Tagen zugestimmt. Derzeit liegt der von Bayer direkt gehaltene Anteil an Covestro bei 40,9 Prozent, der Bayer Pension Trust hält weitere 8,9 Prozent.

Bayer braucht das Geld für die Monsanto-Übernahme.

Bayer braucht das Geld für die Monsanto-Übernahme.

(Foto: AP)
Bayer will sich mittelfristig vollständig von Covestro trennen. In welchem Maße Bayer nach der Platzierung noch beteiligt sein wird, hängt von dem erzielten Preis ab. Im Handel wird eine Spanne von 63 zu 63,25 Euro genannt. Klar ist nach Angaben eines Bayer-Sprechers aber, dass der Pharma- und Agrochemieriese seine Kunststofftochter noch weiter bilanziell konsolidieren kann.

Marktteilnehmer beurteilen die Covestro-Platzierung positiv. Bei der DZ Bank heißt es, angesichts der Größe des Pakets von 19 Millionen Aktien spreche der Abschlag von 3,7 Prozent für eine gute Nachfrage. Das Haus empfiehlt Covestro zum Kauf mit einem Fairen Wert von 77 Euro. Bayer will das Geld offenbar zur Finanzierung der Monsanto-Übernahme verwenden.

Die Börse in Schanghai schloss derweil 0,1 Prozent höher bei 3384,15 Punkten und die in Shenzhen 0,4 Prozent höher bei 1994, 98 Zählern.


08:59 Uhr
Wall Street schiebt Nikkei an

In Deutschland beginnt der Handel erst, in Japan ist er schon wieder vorbei: Gestützt auf die Kursgewinne an der Wall Street ist der Nikkei um 0,5 Prozent auf 19.865 Punkte gestiegen. Der breiter gefasste Topix gewann 0,6 Prozent.

  • "Die Rally an den US-Börsen hat die Risikolust zurückgebracht", erklärt Analyst Hikaru Sato von Daiwa Securities die Zugewinne. Demnach haben vor allem Finanzwerte zugelegt.
  • Andere Händler ergänzen, dass die Kursaufschläge mit der Abschwächung des Yen zusammenhängen, der japanischen Landeswährung. Exporte werden dadurch günstiger.


08:31 Uhr
Bayer stößt weitere Covestro-Anteile ab

Vor zwei Jahren hat Bayer seine Kunststoffsparte unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht. Seitdem trennt sich der Pharmariese schrittweise von seinen Anteilen - mit dem jüngsten Verkauf, der gestern nach Marktschluss abgewickelt wurde, fiel die Beteiligung von 40,9 auf nun 31,5 Prozent. Der Ertrag: gut 1,2 Milliarden Euro.

  • Bayer hat nach eigenen Angaben 19 Millionen Aktien zum Preis von je 63,25 Euro an institutionelle Investoren abgegeben.
  • Bei Börsenschluss hatten die Papiere gestern einen Wert von 65,70 Euro.
  • In einer Mitteilung bestätigte Bayer, sich mittelfristig vollständig von Covestro trennen zu wollen.

Bayer treibt mit dem Geschäft die 66-Milliarden-Dollar-Übernahme von Monsanto voran.


08:08 Uhr
Dax wartet auf Impulse

Zur Wochenmitte dürfte es am deutschen Aktienmarkt nur wenig Bewegung geben. Banken und Brokerhäusern erwarten, dass der Dax heute etwas tiefer startet. Für weitere Kursgewinne mangele es trotz positiver US-Vorgaben momentan an Impulsen, meinen Börsianer. Gestern hatte der Leitindex 0,4 Prozent im Plus bei 12.524,77 Punkten geschlossen.

Ihre Aufmerksamkeit richten Anleger heute auf die deutschen Inflationszahlen. Von diesen und den Daten zur europäischen Industrieproduktion erhoffen sie sich Hinweise darauf, wann die Europäische Zentralbank ihre Anleihekäufe einschränken wird.

An der Wall Street hatten Kursgewinne von Finanz- und Industrieaktien die Indizes gestern auf ein Rekordhoch getrieben - die drei großen Namen legten um jeweils rund 0,3 Prozent zu. Der S&P 500 ging bei 2496 Punkten aus dem Handel. Der Dow Jones kletterte auf 22.118 Zähler, der Nasdaq auf 6454.