Wirtschaft

1850 Beschäftigte sind zu viel Solarworld muss noch mehr abspecken

Der Geschäftsbetrieb läuft weiter.

Der Geschäftsbetrieb läuft weiter.

(Foto: AP)

Seit Mitte Mai befindet sich Solarworld in der Insolvenz. An den Standorten Freiberg und Arnstadt wird weiter produziert. Dennoch müssen beim Konzern weitere Stellen gestrichen werden.

Das insolvente Solarstromtechnologie-Unternehmen Solarworld wird wohl weitere Stellen streichen müssen. Solarworld könne sich die Personalkosten für die derzeit 1850 Beschäftigten ab dem 1. August nicht leisten, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Horst Piepenburg mit. Er will aber in den verbleibenden 14 Tagen dafür kämpfen, dass möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben - sei es durch Fertigung für andere Unternehmen oder durch eine Übernahme.

Eine genaue Angabe, wie viele Stellen gestrichen werden müssen und wie viele erhalten werden können, sei daher nicht möglich, sagte ein Sprecher Piepenburgs. Interessierte Investoren hätten einen weiteren Prüfbedarf von bis zu vier Monaten signalisiert.

Solarworld mit Sitz in Bonn hatte Mitte Mai wegen Überschuldung Insolvenz angemeldet. Damals waren 2200 Menschen bei Solarworld beschäftigt; bereits im Vorjahr waren Stellenstreichungen vereinbart worden. Die verbliebenen 1850 Beschäftigten erhielten für die Monate Mai, Juni und Juli Insolvenzgeld. Es wird maximal drei Monate von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt.

Piepenburg betonte, der Geschäftsbetrieb sei in den vergangenen acht Wochen "stabilisiert" und weitergeführt worden. Es sei Bestandsware verarbeitet und verkauft worden; auch neue Aufträge "im niedrigen zweistelligen Millionenbereich" seien eingegangen. Die Fertigungsstraßen an den Produktionsstandorten Freiberg in Sachsen und Arnstadt in Thüringen seien damit im Drei-Schicht-System in Betrieb geblieben.

Quelle: n-tv.de , wne/AFP

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