Wirtschaft

Barras Versprechen Opel soll erhalten bleiben

An der Marke Opel soll nicht gerüttelt werden.

An der Marke Opel soll nicht gerüttelt werden.

(Foto: imago/Rene Traut)

In den Opel-Standorten geht wegen des wohl bevorstehenden Eigentümerwechsels die Angst um. Einem Bericht zufolge versucht die Chefin von General Motors, Barra, die Gemüter mit einer Zusage zu beruhigen.

Opel soll auch nach einem möglichen Verkauf an die französische PSA-Gruppe einem Medienbericht zufolge als eigenes Unternehmen erhalten bleiben. Dies habe die Chefin des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors, Mary Barra, bei ihrem Besuch in Rüsselsheim zugesagt, berichtete das "Manager-Magazin" unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Verhandlungskreise.

Demzufolge soll Barra erklärt haben, PSA-Chef Carlos Tavares wolle zunächst auf Kontinuität setzen. Der amtierende Opel-Vorstand solle im Amt bleiben. Das beinhalte auch den aktuellen Opel-Chef Karl-Thomas Neumann. Opel lehnte eine Stellungnahme ab.

Fuest fordert Zurückhaltung der Politik

Derweil rät Ifo-Präsident Clemens Fuest der Politik bei den Verhandlungen über eine Übernahme des deutschen Autobauers Opel durch PSA zur Zurückhaltung. "Weder die französische noch die deutsche Regierung sollten sich einmischen", sagte er. "Es gehört zu den Grundlagen des europäischen Binnenmarktes, dass Firmen aus Frankreich deutsche Unternehmen übernehmen können und umgekehrt. Die Interessen der deutschen Arbeitnehmer zu vertreten, ist Aufgabe der Gewerkschaften, nicht der Politik."

Die mögliche Übernahme von Opel durch den Peugeot- und Citroen-Hersteller schreckt die deutsche Politik auf. In der Opel-Belegschaft steigt die Angst vor einem weiteren Personalabbau, weil beide Massenhersteller um die gleiche Kundschaft buhlen. Als zentraler Ansprechpartner der Bundesregierung soll Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig agieren.

Quelle: n-tv.de , wne/rts

Mehr zum Thema