Wirtschaft

Mehr Staatsgeld für Fluglinie Italien hält Alitalia weiter in der Luft

Die italienische Fluglinie steckt seit Jahren in der Krise und hielt sich wie Air Berlin nur mit Geldspritzen der arabischen Etihad in der Luft.

Die italienische Fluglinie steckt seit Jahren in der Krise und hielt sich wie Air Berlin nur mit Geldspritzen der arabischen Etihad in der Luft.

(Foto: picture alliance / Percossi/ANSA)

Der italienische Staat verschafft der insolventen Fluglinie Alitalia mehr Geld und mehr Zeit. Die Frist für den Verkauf der maroden Airline wird auf Ende April 2018 verschoben - denn die Regierung von Gentiloni will verhindern, dass Alitalia zerschlagen wird.

Der italienische Staat hält die insolvente Fluglinie Alitalia mit weiteren Millionen und mehr Zeit für den Verkauf am Leben. Die Regierung in Rom verlängert den Brückenkredit für die Pleite-Fluglinie von November diesen Jahres bis September 2018. Der Ministerrat beschloss auch, 300 Millionen Euro zusätzlich zuzuschießen. Die Regierung in Rom teilte weiter mit, dass die Frist, bis der der Verkauf abgeschlossen sein soll, auf Ende April 2018 verschoben wurde.

Anfang Mai hatte der Staat der Fluglinie für sechs Monate einen Kredit von etwa 600 Millionen Euro zugestanden, nachdem die ehemalige Staatslinie Insolvenz angemeldet hatte. Dieser Kredit wäre bis November zahlungsfällig gewesen. Bis dahin sollte auch der Verkauf entschieden sein. Die Frist für verbindliche Angebote für Alitalia endet am Montag. Interesse hatte auch die Lufthansa bekundet. "Wir wollten mehr Zeit für die Prüfung der Angebote (...) haben. Wir wollen verkaufen, nicht verscherbeln", sagte Verkehrsminister Graziano Delrio.

Die italienische Fluglinie steckt seit Jahren in der Krise und hielt sich wie Air Berlin nur mit Geldspritzen der arabischen Etihad in der Luft. Die Regierung von Paolo Gentiloni will verhindern, dass Alitalia zerschlagen wird. Das Unternehmen hat mehr als 11.000 Mitarbeiter.
Lufthansa hatte angekündigt, an einer "neuen Alitalia" Interesse zu haben, aber nicht an dem Unternehmen im derzeitigen Zustand.

Quelle: n-tv.de , jki/dpa

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