Wirtschaft

Reformprogramm muss weitergehen Geldgeber starten neue Kontrollen in Athen

Die Griechen müssen ihre Reformen vorantreiben, um weiteres Geld zu erhalten.

Die Griechen müssen ihre Reformen vorantreiben, um weiteres Geld zu erhalten.

(Foto: dpa)

Für das milliardenschwere Hilfspaket, das Griechenland 2015 bekommen hat, muss das Land weitere Reformen voranbringen. Die internationalen Geldgeber reisen nun wieder nach Athen, um der Regierung auf die Finger zu schauen.

Griechenland muss für seine Milliarden-Hilfsgelder Reformen liefern - das fordern die internationalen Geldgeber immer wieder. An diesem Dienstag beginnt eine neue Kontrolle des Reformprogramms in Athen. Im Mittelpunkt steht diesmal in erster Linie die Senkung des steuerfreien Betrags von heute 8636 Euro auf etwa 6000 Euro, berichten übereinstimmend griechische Medien.

Bedingung für weitere Hilfen sind darüber hinaus Reformen beim Streikrecht und den Gewerkschaften, bei Privatisierungen sowie im Rentensystem. Es sei unklar wie lange die Experten der EU-Kommission und Europäischen Zentralbank (EZB), des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) bleiben werden, hieß es in Medienberichten weiter.

86 Milliarden für Reformen

Die Athener Regierung hatte 2015 im Gegenzug für ein Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro umfangreiche Reformen zugesagt. Der IWF nimmt vorerst nur als Berater an den Verhandlungen teil. Erst nach einer erfolgreichen Überprüfung können weitere Milliarden ausgezahlt werden. Dies ist auch Voraussetzung für eventuelle Schuldenerleichterungen, auf die Athen und der IWF seit langem dringen.

IWF-Chefin Christine Lagarde hatte noch vor kurzem deutlich gemacht, dass es auch für Griechenland keine Ausnahmeregelungen geben werde - das Land müsse sich wie alle anderen auch an die Bedingungen für die Hilfsprogramme halten. Der IWF bewertet die Krise kritischer als die Eurozone.

Quelle: n-tv.de , sgu/dpa/rts

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