Wirtschaft

Neue Pläne in Berlin Firma will Transrapid zum BER bauen

Mit Magnetschwebebahnen hat der Baukonzern Max Bögl schon in Shanghai Erfahrung gemacht.

Mit Magnetschwebebahnen hat der Baukonzern Max Bögl schon in Shanghai Erfahrung gemacht.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Verkehrsanbindung an den BER könnte nach der Eröffnung des Flughafens schon schnell an ihre Grenzen stoßen. Als Lösung für einen erwarteten Kollaps der Stadtautobahn ist jetzt eine Magnetschwebebahn im Gespräch.

Am Flughafen Berlin Brandenburg starten zwar noch keine Flugzeuge, trotzdem macht sich der Baukonzern Max Bögl schon Gedanken über den Nahverkehr. Zum BER könnte künftig eine Magnetschwebebahn verkehren, berichtet der "Tagesspiegel". Die Firma mit Sitz in der Oberpfalz hat bereits das Know-how für die Trassen des Transrapid in Shanghai geliefert. "Wir kennen den Vorschlag", bestätigte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld dem Blatt. "Ich finde es gut, wenn über Alternativen und Optionen nachgedacht wird, die Verkehrsanbindung des neuen Flughafens zu verbessern."

Sollte der Flughafen in Betrieb gehen, muss wegen des Passagierwachstums und einem drohenden Verkehrschaos im Süden Berlins, eine Lösung gefunden werden. Schon länger ist deswegen auch eine Verlängerung der U-Bahnlinie 7 im Gespräch. Für die Flughafengesellschaft ist deren Ausweitung die favorisierte Lösung. Momentan setzt sie allerdings noch darauf, mehr Busse fahren zu lassen.

Eine detaillierte Planung gebe es aber noch nicht, sagte Bögl-Sprecher Jürgen Kotzbauer. BER-Aufsichtsratschef, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller habe "vorerst eine gewisse Skepsis gegenüber einem kurzfristigen Einsatz von Magnetschwebetechnologie zur Anbindung des Flughafens an das öffentliche Verkehrsnetz" geäußert, wird Kotzbauer zitiert. Auch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Bauen ist nicht überzeugt. Sie hält die aktuelle Verkehrsanbindung für ausreichend und sieht weder für die Pläne der Magnetbahn noch der Verlängerung der U-Bahn eine Notwendikeit.

Quelle: n-tv.de , jki

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