Technik

Großes Update im Oktober Windows 10 bringt VR in jedes Wohnzimmer

Mehrere Hersteller präsentieren bereits Brillen für die "Mixed-Reality-Plattform".

Mehrere Hersteller präsentieren bereits Brillen für die "Mixed-Reality-Plattform".

(Foto: Microsoft)

Microsoft kündigt auf der IFA das "Fall Creators Update" für Windows 10 an. Die Herbst-Aktualisierung soll mehr Sicherheit bringen und dank "Mixed-Reality-Plattform" Virtuelle Realität für jeden erschwinglich machen.

Microsoft hat seine Pressekonferenz auf der IFA genutzt, um den Termin für das große Herbst-Update von Windows 10 bekannt zu geben. Am 17. Oktober wolle der Konzern damit beginnen, das "Fall Creators Update" zu verteilen, sagte Microsoft-Manager Terry Myerson auf der Keynote des Konzerns. Der vielleicht interessanteste Bestandteil des Updates ist die "Mixed-Reality-Plattform", für die einige Hersteller auf der Messe schon die passenden VR-Brillen zeigen, darunter Asus, Lenovo, Dell, HP und Acer.

Den Begriff Mixed Reality (MR) benutzt Microsoft für alles, was mit Virtual und Augmented Reality (VR und AR) zu tun hat. Die Plattform verspricht ein einfach zugängliches VR-Erlebnis, bei dem Nutzer nicht viel mehr tun müssen, als ein MR-Headset an den Windows-PC anzuschließen und das Visier herunterzuklappen. Dafür soll ein mittelmäßig starker Rechner mit dem aktuellen Windows ausreichend sein.

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Mixed Reality zum Ausprobieren

Wie das in der Praxis funktioniert, können Neugierige auf der IFA bereits ausprobieren. Die oben genannten Hersteller zeigen hier ihre Brillen, die sich in Funktionalität und Preis weitgehend gleichen. Der Begriff "Mixed Reality" mag dabei etwas irreführend sein, denn im Grunde handelt es sich um VR-Brillen, denen lediglich zwei Controller zur Seite stehen, die die Nutzer in den Händen halten. Eine Mischung aus echter und virtueller Welt wie bei Microsofts Hololens bieten die MR-Brillen nicht.

Mit Veröffentlichung des Creators Updates sollen auch die Headsets verfügbar sein, versprach Myerson. Wer kein Headset hat und sich auch keines anschaffen will, bekommt laut Microsoft auch die Möglichkeit, MR direkt auf dem PC zu erleben. Das geht zum Beispiel, indem eine Software 3D-Objekte in die reale Umgebung einfügt, wie sie die Webcam am Rechner sieht - eine nette Spielerei, aber wohl nicht viel mehr.

Paint kann bald 3D

Nutzer mit Touchscreen und digitalem Eingabestift profitieren von den Verbesserungen für Windows Ink. Mit dem Update können Nutzer unter anderem direkt auf PDF-Dokumente schreiben, Anmerkungen machen und diese teilen. Zeichnungen von geometrischen Formen oder Tabellen werden automatisch verbessert und begradigt. Die Foto-App wurde verbessert und ermöglicht Nutzern, mit verschiedenen Elementen wie Fotos, Videos, Musik und Zeichnungen eigene Geschichten zu erzählen. Microsofts Uralt-Programm Paint bekommt ein 3D-Update, mit dem nicht nur dreidimensionale Objekte erstellt, sondern auch 3D-Scans bearbeitet werden können. Die Kamera in Lenovos Miix 520 erlaubt entsprechende Aufnahmen von Objekten oder Personen.

Mit "One Drive Files On-Demand" können Nutzer Dateien in der Cloud speichern und sie jederzeit ansehen und bearbeiten, ohne dass sie lokal gespeichert werden. Das soll auch in den Apps für Android und iOS funktionieren. Der verbesserte Game-Mode holt auf Wunsch die maximale Prozessorleistung aus einem PC heraus. Der bordeigene Virenschutz Windows Defender wird mit dem Update schlauer und sicherer. Unter anderem gibt's einen "überwachten Ordnerzugriff", der besseren Schutz vor Erpressertrojanern bieten soll.

Quelle: n-tv.de , jwa

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