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Entwickler zeigt, wie's geht Whatsapp wird schnell zum Schnüffel-Tool

Der Online-Status von Whatsapp-Nutzern kann verräterisch sein.

Der Online-Status von Whatsapp-Nutzern kann verräterisch sein.

(Foto: Martin Gerten/dpa)

Ein Entwickler demonstriert, wie leicht es ist, mit Whatsapp Kontakte auszuspionieren. Nutzer können nichts dagegen tun, die Funktion, die dafür verwendet wird, kann man nicht abschalten.

Wenn ein Whatsapp-Nutzer gerade aktiv ist, können das seine Kontakte an einer Anzeige unter seinem Namen erkennen. Das kennt man und nicht wenige waren von dieser Funktion schon genervt, wenn man sich eigentlich offline gemeldet hat, aber doch den einen oder anderen Chat führen möchte. Doch der Online-Status von Whatsapp ist nicht nur nervig, er lässt sich auch ziemlich einfach dazu nutzen, Kontakte gründlich auszuspionieren, berichtet "derStandard.at".

Ein Entwickler hat eine Erweiterung für den Chrome-Browser geschrieben, die es ihm erlaubt, über die Web-Anwendung von Whatsapp den Online-Status eines Kontakts in regelmäßigen Abständen abzufragen. Was er mit diesen Informationen alles anfangen kann, hat er in einem Blogeintrag beschrieben. Beispielsweise kann ein Arbeitgeber so herausfinden, dass sich ein Angestellter nachts herumtreibt, obwohl sein Dienst frühmorgens beginnt. Ebenso wird protokolliert, wenn er während der Arbeitszeit häufig chattet.

Abschalten ist nicht

Mit etwas mehr Aufwand kann man auch die Protokolle von verschiedenen Kontakten abgleichen und so erkennen, ob sie häufig miteinander kommunizieren. Daraus könnte sich zum Beispiel der Verdacht ergeben, dass Person A eine Beziehung mit Person B hat, obwohl diese mit Person C verheiratet ist. Um noch genauere Ergebnisse zu erzielen, könne man die Protokolle zusätzlich mit Facebook-Aktivitäten abgleichen, schreibt der Entwickler. Theoretisch könnte man mit den Whatsapp-Infos auch schwunghaften Handel betreiben, beispielsweise könnten sich Versicherungen für den Lebenswandel ihrer Kunden interessieren.

Der Entwickler betont, dass man nur eine Telefonnummer braucht, um jemandem hinterherzuschnüffeln, bei Whatsapp müssen Kontakte nicht bestätigt werden. Und: Die Funktion lässt sich in den Datenschutz-Einstellungen des Facebook-Dienstes nicht abstellen. Dort kann man zwar verhindern, dass Kontakte sehen, wann man zuletzt online war, nicht aber den Online-Status.

Quelle: n-tv.de , kwe

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