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"Dezimiertes Amazon-Konto" Vorsicht, falsche iPhone-Rechnungen!

Phishing-Gangster benutzen das iPhone gerne als Lockmittel.

Phishing-Gangster benutzen das iPhone gerne als Lockmittel.

(Foto: Apple)

Derzeit erhalten viele Nutzer E-Mails mit der Nachricht, ihre iPhone-Bestellung bei Amazon sei wegen Unstimmigkeiten annulliert und ihr Konto gesperrt worden. Reagiert der Angeschriebene falsch, tappt er in eine gefährliche Falle.

Die Webseite "Mimikama" warnt vor fiesen Phishing-E-Mails, die derzeit viele Nutzer in ihren Posteingängen finden. Die Nachrichten sehen aus, als habe Amazon sie verschickt, angeblich handelt es sich um die Annullierung eines iPhone-7-Kaufs. "Der Prüfvorgang Ihrer Bestellung hat ergeben, dass diese Transaktion möglicherweise nicht von Ihnen erstellt wurde", heißt es in der E-Mail. "Da es zu mehreren Unstimmigkeiten kam, haben wir diese Buchung abgelehnt und Ihr Benutzerkonto vorrübergehend dezimiert. Weitere Angaben zu Ihrem Einkauf, sowie weitere erforderliche Schritte, um die Reduzierung Ihres Kontos aufzuheben, finden Sie folgend."

Wenn der Angeschriebene nicht über die seltsamen Formulierungen "dezimiert" und "reduziert" stolpert, sieht die E-Mail auf den ersten Blick echt aus. So manche Nutzer folgen in ihrer Aufregung daher den Anweisungen, wonach eine Verifizierung des Zugangs erforderlich sei, um weitere unerwartete Eingänge zu blockieren. Und sollte ein Amazon-Kunde zufällig tatsächlich ein iPhone 7 bestellt haben, wird er gebeten, sein Konto trotzdem zu legitimieren.

Gangster wollen wertvolle Daten

Wer dann auf den Link hinter dem Wort "Legitimation" klickt, wird nicht wie angegeben zu Amazons Konfliktlösung weitergeleitet, sondern landet auf einer gefälschten Seite, wo man seine Zugangsdaten eingeben soll. Wenn man dann auch noch Kreditkartennummer plus Sicherheitscode eingibt, erlebt man wenig später eine böse und möglicherweise sehr teure Überraschung. "Mimikama" beschreibt es nicht, aber in ähnlichen Fällen haben Opfer beispielsweise tausende Spam-Mails im Postausgang gefunden, um die Bestätigung einer Bestellung zu tarnen, die die Gangster mit den erbeuteten Zugangs- und Zahlungsdaten gemacht haben - selbstverständlich mit einer alternativen Lieferadresse.

Um Phishing-Betrügern nicht auf den Leim zu gehen, sollte man nie auf Links in E-Mails klicken, die dazu auffordern, Konto-Daten oder ähnlich vertrauliche Informationen zu bestätigen. Im Zweifel ruft man besser die Website des Absenders im Browser direkt auf, indem man dort die Adresse eingibt. Weitere Informationen und Maßnahmen zum Schutz findet man beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf der Webseite "Spam, Phishing & Co".

Quelle: n-tv.de , kwe

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