Technik

Wie gut ist das Schnäppchen? Primetab P10 ist Trekstors Premium-Tablet

Mit dem Primetab P10 startet Trekstor seine Premium-Reihe.

Mit dem Primetab P10 startet Trekstor seine Premium-Reihe.

(Foto: jwa)

Mit dem Primetab P10 will Trekstor ein Premium-Gefühl zum Schnäppchenpreis bieten. Das 10-Zoll-Tablet ist günstig und soll viel drauf haben - ob's stimmt, hat n-tv.de getestet.

Die Smartphones, Tablets und Notebooks von Trekstor haben nicht unbedingt den Ruf, besonders hochwertig zu sein, Aber sie sind günstig und bieten Durchschnittsnutzern, was sie brauchen. Das Primetab P10 ist Trekstors Erstling aus einer Premium-Reihe, die durchs Prime-Präfix gekennzeichnet ist. Aber kann das Schnäppchen-Tablet tatsächlich ein Oberklasse-Gefühl vermitteln?

Breitbildformat

Wer sich für ein Tablet entscheidet, steht zuerst einmal vor der Frage nach dem Seitenverhältnis. Apple setzt bei seinen iPads aufs 4:3-Format, Android-Tablets kommen häufig mit Displays im 16:9-Verhältnis. Was besser ist, hängt auch von der Art der Benutzung ab. Das breite 16:9-Format ist vor allem dann gut, wenn man sein Tablet hauptsächlich dafür nutzt, Filme, Serien oder Web-Videos anzuschauen. Das Primetab P10 dient sich demnach vor allem dafür an.

Wichtiger noch als das Seitenverhältnis ist aber die Qualität des Displays – Helligkeit, Kontraststärke, Blickwinkelstabilität, Auflösung. Das Primetab P10 bietet hier eine für seinen Preis gute Leistung, doch für ein Spitzendisplay müssten Käufer tiefer in die Tasche greifen. Besonders hell strahlt das Display nicht und bei hellem Umgebungslicht spiegelt es, in den meisten Situationen ist die Darstellungsqualität aber gut genug. Die Auflösung geht mit 1920 x 1200 Pixeln in Ordnung, bei einer Diagonale von 10,1 Zoll ergibt das eine Pixeldichte von 224 ppi – für eine gestochen scharfe Darstellung ist das zu wenig, beim normalen Betrachtungsabstand ist das Bild aber ausreichend scharf.

Beim Primetab P10 sitzen die Lautsprecher vorne, die Steckplätze sind an der rechten Seite zu finden.

Beim Primetab P10 sitzen die Lautsprecher vorne, die Steckplätze sind an der rechten Seite zu finden.

(Foto: jwa)

Die Folie muss ab

Etwas irritierend ist die Kunststofffolie, die fest aufs Displayglas geklebt ist. Es scheint zunächst so, also könne man sie nicht abziehen, ohne Schaden anzurichten. Aber keine Sorge, sie kann ab, auch wenn sie beim Testgerät sehr mühsam zu entfernen war. Ohne Folie flutscht der Touchscreen.

Technische Daten
  • System: Android 7.0
  • Display: 10,1 Zoll, LCD, 1920 x 1200 Pixel, 224 ppi
  • Prozessor: Mediatek MT8163, Quad-Core, 1,5 GHz
  • Arbeitsspeicher: 2 GB
  • Interner Speicher: 32 GB + microSD bis zu 64 GB
  • Kamera: 5 MP
  • Frontkamera: 2 MP
  • Micro-HDMI, Micro-USB 2.0
  • WLAN, Bluetooth 4.0
  • Stereo-Lautsprecher
  • Akku: 6600 mAh
  • Maße: 259 x 154 x 8,4 mm
  • Gewicht: 500 g

Die Soundqualität der Stereolautsprecher, die links und rechts vom Display nach vorne abstrahlen, ist in Ordnung. Tiefe Frequenzen haben zwar keine Chance, das Klangbild ist nicht sonderlich dynamisch, aber Stimmen werden klar verständlich wiedergegeben, so dass man Dialoge bei Filmen und Videos gut versteht. Leider ist die maximale Lautstärke nicht besonders hoch, auch der Kopfhörerausgang bietet keine hohen Pegel.

Tut, was es soll

Als Betriebssystem setzt Trekstor auf ein weitgehend unverändertes Android 7.0; ob es ein Update auf Android Oreo geben wird, ist fraglich. Nettes Detail: In der Navigationsleiste findet sich neben den drei Standardtasten eine weitere mit Kamera-Symbol, die Screenshots mit einem Tipp ermöglicht – allzu häufig wird man sie aber wohl nicht benutzen. Besser wäre ein Shortcut zur Kamera-App – immerhin sind zwei Knipsen an Bord, eine Hauptkamera mit 5 Megapixeln und eine Frontlinse mit 2 Megapixeln für gelegentliche Videochats. Überragende Bildqualität darf man von beiden nicht erwarten, sie erfüllen aber ihren Zweck.

Das ist im Grunde auch ein gutes Fazit für das 230-Euro-Tablet: Es erfüllt seinen Zweck. Das Gehäuse ist angemessen schlank und stabil, die Rückplatte aus Metall macht das Gerät etwas hochwertiger. Die Leistung ist in Ordnung, ein Performance-Biest ist das Primetab mit seinem Mediatek-MT-8163-Prozessor und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher aber nicht. Willkommene Extras: Der interne Speicher von 32 Gigabyte kann per microSD erweitert werden, ein HDMI-Eingang erlaubt die Anbindung an einen externen Bildschirm. Wer einfach nur ein Tablet haben will, das den Basis-Anforderungen gerecht wird, macht mit dem Primetab P10 sicher nichts falsch. Ein hochwertiges Gerät vom Format eines iPads oder eines Samsung-Tablets - mit starkem Prozessor und tollem Display - darf man für den Preis aber nicht erwarten.

Quelle: n-tv.de

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