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A10X-Chip ist ein Monster Neues iPad Pro schlägt neues MacBook Pro

Das neue iPad Pro macht sogar dem neuen MacBook Pro ein bisschen Konkurrenz.

Das neue iPad Pro macht sogar dem neuen MacBook Pro ein bisschen Konkurrenz.

(Foto: kwe)

Das neue iPad Pro zeigt sich extrem leistungsstark. Mit dem A10X-Chip lässt es nicht nur alle Tablets und Smartphones hinter sich, sondern in einigen Bereichen sogar das neue MacBook Pro in bester Bestückung. Wozu ist das gut?

Das neue iPad Pro gibt es in zwei Varianten: als völlig neues Modell mit 10,5 Zoll großem Display und als verbessertes 12,9-Zoll-Gerät. In beiden Modellen arbeitet Apples neuer Chip A10X. Seine CPU hat insgesamt sechs Rechenkerne, wobei drei für anspruchsvolle Aufgaben mit bis zu 2,38 Gigahertz Vollgas geben und drei weitere im Alltag Rechenarbeiten effizient erledigen. Zur Seite stehen dem Prozessor 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. Was der neue Chip auf dem Kasten hat, zeigen Benchmark-Tests, in denen der A10X beeindruckend gut abschneidet. Die mobile Konkurrenz sieht blass aus und vor allem bei der Grafik zeigt das iPad-Biest sogar dem neuen MacBook Pro die Zähne.

Weit vor der Android-Konkurrenz

Das Testgerät von n-tv.de (10,5 Zoll) erreichte in Geekbench 4 mit einem CPU-Kern rund 3900 Punkte, mit allen drei Hochleistungs-Kernen kam das iPad Pro auf knapp 9300 Punkte. Damit lässt das neue iPad Pro nicht nur das iPhone 7 Plus mit dem älteren A10-Chip weit hinter sich (3300/5400), sondern distanziert auch die komplette Smartphone- und Tablet-Konkurrenz. Das Galaxy S8+ (Exynos 8895) steht in der Geekbench-4-Tabelle mit rund 1800/5500, das Huawei P10 mit 1870/6000 Punkten. Android-Tablets sind in den Top 15 überhaupt nicht zu finden.

Der Abstand ist gewaltig. Wie stark der A10X ist, sieht man auch daran, dass es sich mit den neuen MacBook-Pros messen kann. Laut "9to5Mac" kommt das iPad Pro Apples 13-Zoll-Notebook in der Top-Ausstattung mit Intels Core-i7-Prozessor, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und Intel-Grafik im Einzel-Kern-Vergleich schon ziemlich nahe. Unter Einsatz aller Kerne liegt das MacBook Pro mit 10260 Punkten nur relativ knapp vorne, Apples neues Tablet kann aber das MacBook Pro aus dem vergangenen Jahr bereits überholen.

Grafik-Monster mit PC-Ambitionen

Richtig beeindruckend ist die Grafik-Leistung des A10X. Hier platzierte sich das neue iPad Pro in Geekbench 4 Metal mit rund 27800 Punkten vor dem 2016er und dem neuen MacBook Pro. Das ältere iPad Pro mit A9X-Chip schaffte in dieser Disziplin gerade mal 15600 Punkte. In den Tests, wo die dargestellten Bilder pro Sekunde gezählt werden, konnte das Tablet Apples Top-Notebook sogar deutlich hinter sich lassen. Der direkte Vergleich hinkt hier aber etwas, weil das 13 Zoll große Retina-Display des MacBook Pro wesentlich mehr Pixel besitzt, die bedient werden müssen.

Wozu aber braucht ein Tablet so viel Leistung? Geht es Apple einfach nur darum, der Konkurrenz Muskeln zu zeigen? Eher nicht. Grundsätzlich kommt ein Tablet mit einer deutlich schwächeren Ausstattung im Alltag bestens zurecht. Zum Surfen im Internet oder Streaming von Videos benötigt man die Rechen-Power sicher nicht. Das sieht schon anders aus, wenn Spiele auf Konsolen-Niveau laufen sollen oder das iPad künftig zunehmend für Augmented-Reality-Anwendungen genutzt wird.

Außerdem hat Apple den Gedanken noch lange nicht aufgegeben, dass das iPad zumindest teilweise ein echter Ersatz für Notebooks sein soll. Am AX10 wird dieses Vorhaben sicher nicht scheitern, Apps wie "Affinity Photo" zeigen, dass das Tablet selbst für anspruchsvolle Bild- oder Videobearbeitung sehr gut gerüstet ist und viele "echte Computer" alt aussehen lässt. Auch die Stift-Eingabe wird mit dem neuen iPad auf ein neues Niveau gehoben. Und mit iOS 11 kommen Drag&Drop, das neue Dock und andere Produktiv-Funktionen hinzu, die das iPad wieder ein Stückchen mehr zum PC machen.

Quelle: n-tv.de

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