Technik

Schnelles Internet in jeder Ecke Devolo GigaGate schlägt WLAN-Brücken

Das Devolo GigaGate ist eine sehr gute WLAN-Bridge.

Das Devolo GigaGate ist eine sehr gute WLAN-Bridge.

(Foto: kwe)

Wer eine Möglichkeit sucht, schnelles Internet in jede Ecke seiner Wohnung zu bringen, ist mit Devolos neuer WLAN-Brücke GigaGate sehr gut bedient. Sie ist leistungsfähig, einfach und preiswert.

In größeren Wohnungen und Häusern ist es fast unmöglich, in jedem Raum alleine über das Router-WLAN Internetempfang zu haben. Und selbst wenn die Verbindung zustande kommt, sind die Datenraten alles andere als berauschend. Auf kürzeren Distanzen helfen hier einfache WLAN-Verlängerungen (Repeater), für längere Strecken eignen sich sehr gut Powerline-Systeme, die Stromleitungen für den Datentransport nutzen. Eine sehr interessante Alternative kann auch eine WLAN-Bridge (Brücke) sein, die kabellos stabile Internetverbindungen mit hohen Übertragungsraten in etwas weiter entfernte Ecken bringt.

Eine günstige, aber trotzdem sehr leistungsfähige Bridge hat kürzlich Devolo mit dem GigaGate auf den Markt gebracht. Das Gerät besteht aus einer Basis, die per LAN-Kabel an den Router angeschlossen wird und einem Satelliten, der dort aufgestellt wird, wo die Internetverbindungen benötigt werden. Das klingt einfach und ist es auch. Die Einrichtung ist kinderleicht, die WPA2-verschlüsselte Verbindung zwischen Basis und Satellit wird automatisch errichtet.

Theorie und Praxis

Für die Verbindung zum Satelliten errichtet die Basis vier parallele Funk-Verbindungen über das wenig störanfällige 5-Gigahertz-Frequenzband mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1300 Megabit/s (MBit/s). Laut Devolo soll das GigaGate so Datendurchsatzraten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s) ermöglichen. Theoretisch, denn je nachdem, wie lang die überbrückte Strecke ist und welche Störfaktoren vorhanden sind, ist es schon beachtlich, wenn einige Hundert MBit/s Durchsatz zur Verfügung stehen.

Am Satelliten stehen Anwendern vier Fast-Ethernet-Anschlüsse (bis zu 100 MBit/s) und ein Gigabit-Port (bis zu 1000 MBit/s) zur Verfügung. Zusätzlich spannt das GigaGate mit Hilfe eines Chips des Herstellers Quantenna ein eigenes WLAN-Netz über 2,4 Gigahertz auf. Wie schon erwähnt, schwankt die Datenrate, die an den Anschlüssen zur Verfügung steht, je nachdem, wo der Satellit platziert wird. Wichtig ist für den Nutzer letztendlich, dass die Geschwindigkeit ausreicht, um die gewünschten Funktionen zu ermöglichen.

Starke Leistung, guter Preis

Im Test von n-tv.de wurde der Satellit rund 30 Meter entfernt in der gleichen Etage wie die Basis aufgestellt. Zwischen den beiden Geräten befanden sich unter anderem sieben Rigips-Wände, außerdem störten andere WLANs den Empfang. Trotzdem waren noch Downloads mit 70 bis 100 MBit/s möglich und selbst per WLAN-Verbindung konnten Filme noch verlustfrei in HD gestreamt werden. Unter etwas besseren Bedingungen stieg die Rate auf rund 250 MBit/s. Respekt! Das Fachmagazin "c't" führte genauere Messungen mit verschiedenen Aufstellungs-Kombinationen bei Entfernungen bis zu 26 Metern durch und ermittelte Geschwindigkeiten zwischen rund 49 (WLAN) und 266 MBit/s Datendurchsatz. Zum Vergleich: Netflix empfiehlt für den Empfang von Videos in Ultra-HD-Qualität Downloadgeschwindigkeiten von mindestens 25 MBit/s.

Das Devolo GigaGate hat im Test überzeugt. Es kostet als Starter Kit aktuell 230 Euro, ein zusätzlicher Satellit ist für 140 Euro zu haben. Damit ist die Bridge zwar keine billige, aber vergleichsweise günstige Möglichkeit, in bisher schlecht erreichbaren Stellen der Wohnung schnelles Internet über insgesamt fünf LAN-Anschlüsse plus WLAN-Netz zu bekommen.

Quelle: n-tv.de

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