Der Sport-Tag
15. Oktober 2026
22:33 Uhr

Tennisprofi darf bis 2050 keine Turniere mehr spielen

Er soll Teil eines "korrupten Netzwerks" gewesen sein, eigene Matches manipuliert und andere Spieler zum Betrug angestiftet haben: Die International Tennis Integrity Agency (ITIA) hat einen serbischen Tennisspieler für 24 Jahre gesperrt. Dazu muss er 70.000 Dollar (ca. 62.500 Euro) Strafe zahlen.

Die Sperre läuft bis zum 8. Oktober 2050, bis dahin darf der 29-jährige Stefan Milicevic "an keiner Veranstaltung teilnehmen, die von World Tennis, der WTA, der ATP, den Grand-Slam-Turnieren oder einem nationalen Verband organisiert oder genehmigt wurde", hieß es in der Mitteilung der ITIA. Zudem dürfe Milicevic, der es in der Weltrangliste einst bis auf Platz 1338 geschafft hat, bei solchen Turnieren auch nicht als Trainer oder Zuschauer anwesend sein.

Milicevic wird vorgeworfen, im Zeitraum 2022 bis 2024 sechs Matches manipuliert zu haben, bei fünf stand er selbst auf dem Platz. Bei sechs weiteren Matches soll es zumindest zum Versuch gekommen sein. "Im Rahmen eines korrupten Netzwerks" soll er weitere Spieler angeworben haben, was zu weiteren Manipulationen geführt habe, teilte die ITIA mit. Während der Untersuchung des Falls habe Milicevic nicht mit den Ermittlern kooperiert - "trotz sieben einzelner Versuche der ITIA, den Spieler über verschiedene Kanäle zu einer Stellungnahme zu bewegen". Am 9. Oktober traten daher die Sanktionen gemäß der ITIA-Richtlinien in Kraft.

21:54 Uhr

Blutgerinnsel in der Wade: Eagles verzichten auf Hurts

Die Philadelphia Eagles müssen in der NFL vorerst auf ihren Star-Quarterback Jalen Hurts verzichten. Der 28-Jährige fällt wegen eines oberflächlichen Blutgerinnsels in der Wade für das Spiel gegen die Carolina Panthers am Sonntag aus. Nach Angaben des Teams hatte Hurts erstmals am 8. Oktober über Beschwerden in der Wade geklagt. Während der Niederlage gegen die Los Angeles Rams vier Tage (20:24) zuvor war ihm ein Gegenspieler auf die Wade getreten. Hurts ließ sich behandeln und absolvierte anschließend zunächst das Trainingsprogramm.

Bei einer Untersuchung am Samstag in London, wo Philadelphia am vergangenen Sonntag gegen die Jacksonville Jaguars (17:19) antrat, wurde das oberflächliche Blutgerinnsel festgestellt. Die Ärzte sahen zunächst kein Risiko und gaben Hurts für das Spiel frei. Eine Nachuntersuchung am Mittwoch ergab jedoch, dass sich das kleine Blutgerinnsel bewegt hatte. Hurts wurde deshalb für das Duell mit Carolina aus dem Verkehr gezogen. Die Ärzte sollen nun über die geeignete Behandlung entscheiden. "Seine Gesundheit und Sicherheit haben für uns oberste Priorität", erklärte der Klub.

21:13 Uhr

Oliver Kahn stellt Bayern-Keeper Urbig in Frage

Die früheren Nationaltorhüter Oliver Kahn und Jens Lemann verfolgen den Werdegang von Jonas Urbig mit einer gewissen Skepsis. "Ich kann nicht sagen, ob Urbig die Qualität hat, wirklich die Nummer eins bei Bayern München zu sein", sagte Kahn in einer Talkshow bei Sky. Beim deutschen Rekordmeister gilt der 23-jährige Urbig als designierter Nachfolger von Manuel Neuer, jüngst debütierte er in der Nationalmannschaft und könnte auch dort zur Nummer eins aufsteigen.

Noch sei dies aber weit weg, so Kahn. Urbig sei ein "großartiges Talent" und ein Torhüter, "der hier und da Unhaltbare hält und schon jetzt sehr weit ist". Aber: "Ich möchte das sehen, in dem Moment, in dem er die volle Verantwortung als Nummer eins trägt. Das ist etwas komplett anderes." Bei den Bayern ist Neuer Stammtorhüter, Urbig bekommt jedoch regelmäßig Einsätze.

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1:13

"Kann nicht sagen, ob er die Qualität hat"

Lehmann war noch etwas kritischer. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt glaube er "nicht, dass er die Nummer eins bei Bayern auf Dauer wird, weil er zu jung ist", sagte der ehemalige Keeper. Dies gelte entsprechend auch für die Nationalmannschaft. Der 40 Jahre alte Neuer sei wie "ein Vater, der immer da ist, wenn etwas schiefgeht und dann den Brand löscht", so der einstige Nationaltorhüter: "Es ist etwas total anderes, wenn du plötzlich jedes Spiel machen musst."

Kahn stimmte seinem einstigen Rivalen zu. "Die Nummer eins bedeutet: Da ist dann kein Manuel Neuer mehr", sagte er. Der 23 Jahre alte Urbig könne erst dann beweisen, wie er mit Rückschlägen umgehe und ob er das Potenzial habe, dauerhaft auf Top-Niveau zu agieren.

20:33 Uhr

Alexander Zverev arbeitet an nervtötender Marotte

Deutschlands Tennis-Star Alexander Zverev hat seinen Kritikern in der "Balltipp-Kontroverse", die rund um die US Open um ihn ausbrach, Recht gegeben. Auch er selbst findet, dass er es in New York etwas übertrieben und sich zu viel Zeit bei seinen Aufschlägen gelassen hat. "Ich weiß nicht, warum, aber ich tippe den Ball in diesem Jahr sehr oft auf", gab Zverev nach seinem Viertelfinalsieg in Shanghai gegen Alex De Minaur offen und ehrlich zu.

"Es hat bei den US Open angefangen. Ich weiß nicht, warum es angefangen hat, aber ich bin mir dessen sehr bewusst und versuche, daran zu arbeiten. Ich habe das Gefühl, dass es von meiner Seite aus etwas unnötig ist", ergänzte der Hamburger, der sich für sein ausuferndes "Zeitspiel" bei den US Open viel Kritik gefallen lassen musste - von seinen Gegnern, Experten und auch vielen Fans.

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Beflügelter Alexander Zverev stürmt ins Halbfinale

Auf die Frage, ob er den Ball immer gleich oft auf den Boden tippt, bevor er serviert, sagte er: "Nein, ich schlage einfach auf, wenn es sich richtig anfühlt. Aber falls es Euch aufgefallen ist: Ich mache es mittlerweile weniger als in New York. Ich denke, dass es in New York ein bisschen ins Extreme gegangen ist." Belegbare Zahlen dazu gibt es zwar nicht, im Netz finden sich aber mehrere Artikel, denen zufolge Zverev den Ball bei den US Open in diesem Jahr rund 12.000 Mal bei seinen Aufschlägen auftippte. Allein dadurch stand er mehr als zwei Stunden zusätzlich auf dem Court. 

19:50 Uhr

DFB verdonnert Waldhof Mannheim zu Mega-Strafe

Der SV Waldhof Mannheim muss nach den schweren Krawallen beim DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am 21. August eine Geldstrafe von 100.000 Euro zahlen. Zudem wurde der Fußball-Drittligist dazu vom DFB-Sportgericht verurteilt, zwei Liga-Heimspiele unter teilweisem Zuschauerausschluss auszutragen. Die Vollstreckung des Teilausschlusses für eines der Spiele ist zur Bewährung ausgesetzt. Der Verein stimmte dem Urteil zu.

Das nächste Drittligaspiel gegen die TSG Hoffenheim II am 25. Oktober (19.30 Uhr) findet unter teilweisem Zuschauerausschluss statt. Zutritt haben unter anderem Inhaber bestimmter Dauerkarten, VIP- und Schiedsrichterkarten sowie Gästefans. Ein freier Kartenverkauf ist nicht erlaubt. Auf der Haupttribüne müssen die ersten zehn Zuschauerreihen freigehalten werden.

19:30 Uhr

Waghalsiger Weltrekord: Spanier rast völlig irre 151 km/h auf einem Skateboard

So schnell war noch nie jemand auf dem Skateboard unterwegs. Der Spanier Diego Poncelet rast mit 151,88 km/h einen Berg in Kanada herunter. Bei diesem Tempo kann jede falsche Bewegung lebensgefährlich sein. Der Extremsportler knackt damit den vorherigen Rekord - den er selbst gerade erst aufgestellt hatte.

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Spanier rast völlig irre 151 km/h auf einem Skateboard

18:55 Uhr

Deutscher Tischtennis-Star trifft auf 43 Jahre ältere EM-Gegnerin

Bei der Tischtennis-EM in Slowenien kommt es an diesem Freitag zu einem spektakulären Generationen-Duell. Dann trifft die deutsche Junioren-Weltmeisterin Annett Kaufmann im Achtelfinale des Einzel-Wettbewerbs auf die 63 Jahre alte Ex-Europameisterin Ni Xia Lian. Die gebürtige Chinesin spielt seit 1991 für Luxemburg.

"Es sind über 40 Jahre Altersunterschied. Sie könnte meine Mama sein - und fast schon meine Oma", sagte die 20-jährige Kaufmann über ihre nächste Gegnerin. Und fügte noch mit einem Lachen hinzu: "Gegen sie habe ich noch nie in meinem Leben gespielt. Aber mal gucken. Ich versuche mal, über sieben Sätze zu spielen, damit ich da vielleicht einen Vorteil und die bessere Kondition habe."

18:20 Uhr

Harry-Kane-Hammer beim FC Bayern offenbar perfekt

Harry Kane bleibt dem FC Bayern treu und wird seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister um zwei weitere Jahre bis zum Sommer 2029 verlängern. Das berichtet "Bild"-Fußballchef Christian Falk für das Portal cfbayerninsider. "Ich kann sagen und bestätigen, dass Bayern und Harry Kanes Team eine Einigung für eine Vertragsverlängerung bis 2029 erzielt haben. Die Laufzeit war die große Frage", schrieb der Journalist, der gleichwohl auch berichtete, der Vertrag müsse noch finalisiert werden. 

Offen sind demnach noch Themen wie die Einnahmen aus den Bildrechten und "andere kleine Dinge". Daran scheitern werden die Verhandlungen laut Falk aber nicht mehr. "Ich habe vom Verein gehört, dass der Plan ist, den Vertrag noch vor der Ballon-d'Or-Gala zu unterschreiben. Wir werden diesen Monat noch offizielle News bekommen", versicherte der Journalist. 

17:47 Uhr

Coach Wagner scherzt über Manuel Neuer

Was Robin Fellhauer gegen den FC Bayern gelang, soll sich bei seinem ehemaligen Klub SV Elversberg nicht wiederholen - zumindest, wenn es nach deren Coach Vincent Wagner geht. "Wir versuchen, den Ball schneller wegzuschießen als Manuel Neuer", sagte Wagner vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) schmunzelnd auf die Frage eines Kinderreporters. 

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Manuel Neuers Bock folgt schnellstes Tor der Bundesliga-Geschichte

Fellhauer, der von 2019 bis 2025 für Elversberg gespielt hatte, hatte am vergangenen Wochenende beim 2:2 des FCA gegen die Bayern nach 8,4 Sekunden das schnellste Bundesligator der Geschichte erzielt und dabei auch von einer Unachtsamkeit des Münchner Keepers Neuer profitiert. Gegen Fellhauer und Augsburg erwartet Wagner eine "große Aufgabe. Da kommt eine große Qualität auf uns zu", sagte er. Andererseits habe seine Mannschaft, die zuletzt 0:1 bei Union Berlin verloren hat, "schon gezeigt, dass wir Zuhause den einen oder anderen ärgern können". 

16:57 Uhr

Horror-Verletzung: Nächster Schock für Ski-Superstar

Der norwegische Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde muss den nächsten verletzungsbedingten Rückschlag verkraften. Der 34-Jährige hat bei einem Sturz im Abfahrtstraining in Chile einen Achillessehnenriss erlitten, wie sein Team mitteilte. Er werde ins österreichische Innsbruck zurückreisen und sich dort weiteren Untersuchungen unterziehen, hieß es weiter.

Kilde wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfen. Im Januar 2024 erwischte es den früheren Gesamtweltcupsieger besonders heftig: Bei einem Sturz in der berüchtigten Abfahrt von Wengen verletzte er sich schwer an Unterschenkel und Schulter. In der Folge saß er phasenweise sogar im Rollstuhl.

16:13 Uhr

Deutscher Bahnrad-Vierer gewinnt WM-Medaille

Der deutsche Frauen-Vierer hat bei der Bahnrad-WM in Shanghai Bronze gewonnen und damit die dritte Medaille des deutschen Teams eingefahren. Im kleinen Finale setzten sich die Tokio-Olympiasiegerinnen Franziska Brauße, Lisa Klein und Mieke Kröger sowie Messane Bräutigam in 4:10,554 Minuten gegen die Niederlande (4:10,803) durch. Wenige Minuten zuvor hatte Maximilian Dörnbach überraschend Keirin-Silber geholt, am Mittwoch waren die Teamsprinterinnen auf Rang drei gefahren.

In der ersten Runde am Donnerstag hatte das deutsche Quartett in 4:07,685 Minuten um weniger als eine halbe Sekunde den Einzug ins Finale gegen Titelverteidiger Italien verpasst. Der deutsche Frauen-Vierer hatte bei der WM 2024 im dänischen Ballerup sowie 2025 in Santiago de Chile Silber gewonnen. Die Wettbewerbe in China sind der Beginn der Qualifikationsphase für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles.

15:48 Uhr

Victoria Carl bricht ihr Schweigen und kämpft mit den Tränen

Als es um das nahende Ende ihrer Dopingsperre ging, kämpfte Victoria Carl mit den Tränen. Die Langlauf-Olympiasiegerin schnaufte einmal tief durch, nahm sich einen Moment Pause und sagte: "Ich hoffe, dass ich genauso stark in den Weltcup zurückkomme, wie ich vorher war. Aber ich weiß es einfach nicht. Es wird ganz doll schwer für mich, wieder in das Wettkampfgeschehen reinzukommen."

Mit einem Interview für den schwedischen Sender SVT hat die 31-Jährige ihr langes öffentliches Schweigen gebrochen und einen Einblick in ihr Seelenleben gewährt. "Ich habe dem Arzt einfach zu sehr vertraut und bin extrem wütend auf mich selbst, weil ich ihm zu sehr vertraut habe und nicht noch einmal nachgefragt habe, ob wir es überhaupt einnehmen durften", schilderte Carl.

Bei einer Kontrolle außerhalb des Weltcups war Carl im Frühjahr 2025 positiv auf die verbotene Substanz Clenbuterol getestet worden. Das Medikament wird in erster Linie zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma eingesetzt.

15:08 Uhr

Experte kritisiert Olise-Abhängigkeit des FC Bayern

Geht es nach Didi Hamann, dann ist der FC Bayern zurzeit von Flügelspieler Michael Olise abhängig. "Was sagt es über die Mannschaft aus, dass sie nicht in der Lage ist, ohne Olise eine 3:2-Führung gegen ein Team wie Stavanger über die Zeit zu bringen? Dass die Bayern ohne Olise mehr oder weniger aufgeschmissen sind, bereitet mir die größte Sorge", schreibt der frühere Münchner in seiner Sky-Kolumne. Die Bayern hätten zurzeit, "keinen anderen Spieler", der einen schwachen Tag oder Ausfall von Olise "auffangen und Akzenten nach vorne setzen" könne.

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Dass Trainer Vincent Kompany und einige Teamkollegen den Franzosen nach dessen Roter Karte in Stavanger hart kritisiert haben, findet Hamann überzogen. "Dass Aktionen wie die von Olise nicht gehen, ist klar. Nur wenn sich einer so etwas 'erlauben' kann, dann er, der die Mannschaft in den letzten beiden Spielzeiten mit seinen Leistungen getragen hat", so der Vize-Weltmeister von 2002. "Wenn ich höre, dass Spieler rausgehen und sagen, das war disziplinlos, schrillen bei mir die Alarmglocken. Ich hatte das Gefühl, dass einige nur darauf gewartet haben, dass sie mal verbal etwas gegen ihn sagen können, weil er ansonsten keine Angriffsflächen bietet."

14:26 Uhr

Bittere WM-Niederlage bei jahrelanger Paradedisziplin

Viertelfinal-Aus für Lea Sophie Friedrich, Endstation im Achtelfinale für Pauline Grabosch: Die deutschen Sprinterinnen haben bei der Bahnrad-WM in Shanghai eine empfindliche Niederlage kassiert. Einen Tag nach Teamsprint-Bronze verpassten die deutschen Asse in ihrer jahrelangen Paradedisziplin die Medaillenrennen am Freitag - und gehen damit zum dritten Mal in Folge bei Weltmeisterschaften leer aus.

Die Olympia-Zweite Friedrich und Grabosch verzweifelten am Donnerstag im Shanghai Velodrome an der Japanerin Mina Sato. Die Vizeweltmeisterin von 2025 setzte sich zunächst im Achtelfinale gegen Grabosch durch. Danach hatte Sato auch im Viertelfinale nach dem Modus "best of three" Friedrich sicher im Griff und zog mit 2:0 ins Halbfinale am Freitag ein. Zwischen 2013 und 2023 hatten die deutschen Sprinterinnen bei Weltmeisterschaften große Erfolge gefeiert. Kristina Vogel wurde viermal Weltmeisterin, Emma Hinze holte zweimal Gold. Friedrich war von 2021 bis 2023 dreimal in Folge WM-Zweite. Nur 2019 waren die Deutschen leer ausgegangen.

13:49 Uhr

Weg ja, aber: DHB-Kapitän Golla zieht Kündigung zurück

Handball-Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla hat seine außerordentliche Kündigung bei Bundesligist MT Melsungen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zurückgezogen. Der 28-Jährige hatte Anfang Oktober diese zum nächstmöglichen Zeitpunkt eingereicht. Anschließend nahm er jedoch wie gewohnt am Training teil und kam auch in der Bundesliga für die Hessen zum Einsatz. Für Ruhe dürfte dieser Schritt in der Causa Golla allerdings kaum sorgen. Der Kreisläufer möchte Melsungen nur wenige Monate nach seinem Wechsel von der SG Flensburg-Handewitt wieder verlassen und zu seinem früheren Verein zurückkehren. Als Gründe nannte er familiäre Probleme und eine Gefährdung seiner mentalen Gesundheit.

Gollas Vertrag in Melsungen läuft noch bis Sommer 2031 und enthält eine Ausstiegsklausel, bei der offenbar Unklarheit herrscht, wann sie greift. Nach dpa-Informationen unterbreitete Flensburg in den vergangenen Tagen ein Angebot über rund 700.000 Euro, um den Kreisläufer vorzeitig aus seinem Vertrag herauszukaufen. Die MT lehnte das Angebot jedoch ab und fordert demnach eine Millionensumme.

13:14 Uhr

"Wie ein Bettler": Ukraine fürchtet um Sport-Existenz

Wegen des anhaltenden Krieges spitzt sich die Lage im ukrainischen Handball dramatisch zu. Der nationale Verband (UHF) sieht sich mit immer größeren Problemen konfrontiert und fürchtet um seine Zukunft. "Nach fünf Jahren Krieg, zahlreichen Hindernissen und einer zunehmend kritischen finanziellen und logistischen Situation ist unsere Existenz bedroht", sagte der Generalsekretär des Verbandes, Alexander Gladun, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zuletzt hatte der Verband sogar einen Rückzug aus dem internationalen Handball erwogen. Als Gründe nannte man die drastisch gestiegenen Reisekosten, schwierige Bedingungen an der Grenze und lange Wartezeiten bei internationalen Reisen.

Von den internationalen Verbänden wünscht sich Gladun mehr Unterstützung. "Ich laufe seit fünf Jahren wie ein Bettler herum. Ich bin es leid. Wir sind mürbe. Wir sind eine Föderation mit großer Handballtradition und finden doch kein Gehör. Ohne die Unterstützung der Verbände aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Ungarn, Rumänien, der Slowakei und den baltischen Ländern gäbe es uns nicht mehr", kritisierte der Generalsekretär.

12:42 Uhr

Pyrotechnik in 3. Liga: Elfjähriger muss mit Augenverletzungen ins Krankenhaus

Bei Ausschreitungen rund um das Spiel zwischen den Fußball-Drittligisten Preußen Münster und Fortuna Düsseldorf ist gestern ein elfjähriger Junge durch Pyrotechnik verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, erlitt der Junge Verletzungen im Bereich der Augen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Während des Duells, das die Düsseldorfer durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 2:1 (0:0) gewannen, zündeten die Anhänger beider Mannschaften mehrfach Pyrotechnik.

Auch nach dem Spiel kam es zu Ausschreitungen. Münsteraner Anhänger sollen vier Menschen angegriffen haben, dabei wurde nach Polizeiangaben auch ein Schlagstock eingesetzt. Vier Personen wurden durch den Angriff verletzt - unter ihnen ebenfalls ein Minderjähriger. Bereits vor dem Anpfiff hatten die Beamten ein Aufeinandertreffen der beiden Fanlager verhindert. Nach den Vorkommnissen wird nun unter anderem wegen Raubes, gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruchs ermittelt.

11:59 Uhr

Schalke muss auf verletzten Stürmer verzichten

Bundesliga-Aufsteiger Schalke 04 muss vorerst auf Stürmer Moussa Sylla verzichten. Wie der Traditionsverein bekannt gab, zog sich der 26-Jährige am vergangenen Sonntag bei der 1:2-Niederlage beim Tabellenführer SC Freiburg eine Verletzung am linken Bein zu. Sylla stehe "zunächst nicht zur Verfügung", genauere Angaben machten die Königsblauen nicht.

Sylla kam in dieser Saison in bislang fünf Pflichtspielen zum Einsatz und erzielte dabei einen Treffer. In der Liga liegt Schalke mit fünf Zählern auf Platz 13, am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) trifft die Mannschaft von Trainer Miron Muslic auf den FSV Mainz 05.

11:11 Uhr

Dänen-Erfolgstrainer Bo Johansson ist tot

Der frühere dänische Fußball-Nationaltrainer Bo Johansson ist tot. Der Schwede mit dem Spitznamen "Bosse" starb im Alter von 83 Jahren, wie der Sender TV2 unter Berufung auf Johanssons Familie berichtete. Er hatte die Dänen von 1996 bis 2000 trainiert und zur WM 1998 in Frankreich und zur EM 2000 in den Niederlanden und Belgien geführt. Das Aus im Viertelfinale 1998 gegen Brasilien ist bis heute das beste WM-Resultat der Dänen.

Johansson sei "weit mehr als nur ein kompetenter Fußballtrainer" gewesen, sagte der Fußballdirektor des dänischen Verbandes DBU, Peter Møller, der selbst unter dem Schweden gespielt hatte, zu TV2. "Er war ein herzlicher, sympathischer und anständiger Mensch, der durch seine positive Lebenseinstellung, seinen Humor und seine tiefe Menschlichkeit den dänischen Fußball auf ganz besondere Weise geprägt hat." Der ehemalige Coach "besaß die besondere Gabe, uns Spielern den Glauben an uns selbst und aneinander zu vermitteln". Auf Vereinsebene betreute Johansson mehrere Teams in seinem Heimatland, Norwegen, Finnland, Dänemark und Griechenland. Bis Ende 2010 stand der frühere Profi an der Seitenlinie, zuletzt als Co-Trainer des kleinen schwedischen Vereins Åtvidabergs FF.

10:18 Uhr

90 Jahre Haft: Nacktaufnahmen von Minderjährigen bringen Trainer in Knast

Wegen heimlicher Nacktaufnahmen von minderjährigen Turnerinnen ist ein ehemaliger Nachwuchstrainer in den USA zu 90 Jahren Haft verurteilt worden. Eine Bundesrichterin verhängte gegen Sean Gardner die Höchststrafe von jeweils 30 Jahren für drei Anklagepunkte wegen der Erstellung von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs. Der 39-Jährige bekannte sich schuldig. Zwischen Dezember 2017 und April 2018 hatte er in einem Turnzentrum im US-Bundesstaat Mississippi eine versteckte Kamera in einer Toilette installiert und hatte nach Angaben der Ermittler mindestens zehn Minderjährige nackt oder beim Entkleiden gefilmt. Die Aufnahmen wurden erst Jahre später auf seinen Computern gefunden, als Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen Gardner in Iowa im Raum standen.

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Polizeifoto von Sean Gardner von August 2025. (Foto: picture alliance/dpa/Polk County Sheriff's Office/AP)

In diesem Bundesstaat hatte der Verurteilte an einer renommierten Nachwuchsakademie gearbeitet. Dort sollen die Verantwortlichen von den Vorwürfen gewusst, jedoch zunächst nichts unternommen haben, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur AP. Der Fall warf erneut die Frage auf, ob die Verbände in den USA genug tun, um Sportlerinnen vor sexuellem Missbrauch durch einflussreiche Trainer zu schützen. Denn ehemalige Turnerinnen warfen Gardner zudem vor, seine Stellung als Trainer ausgenutzt zu haben. In diesem Zusammenhang ist er bislang nicht angeklagt. Mehrere Zivilklagen gegen Gardner, den US-Turnverband USA Gymnastics und Gardners damaligen Arbeitgeber sind noch anhängig.

09:14 Uhr

Tor, Tor, Tor: Rekord in der Champions League

Neun Tore in Linz, sieben in Mailand und Rom, sechs in Manchester: Am zweiten Spieltag der Champions League fielen so viele Treffer wie noch nie, insgesamt waren es 78 in 18 Spielen (Schnitt: 4,33). Damit wurde der bisherige Rekord von 71 Treffern am dritten Spieltag der Saison 2025/26 klar überboten. Seit Einführung der Ligaphase zur Saison 2024/25 wurde der Torrekord mehrfach gebrochen. Die Bestmarke aus den Zeiten der alten Gruppenphase liegt bei 63 Toren in 16 Spielen (Schnitt: 3,93) am ersten Spieltag der Saison 2000/01.

In den ersten beiden Runden der aktuellen Saison gab es insgesamt 147 Tore in 36 Spielen. Der Schnitt von 4,08 Treffern pro Partie ist der höchste der Turniergeschichte.

08:14 Uhr

"Traumatisierter" Guardiola sieht Man City untergehen

Pep Guardiola blickte unter seiner Schiebermütze ungläubig, ja teils schockiert auf das, was da mit seinem früheren Team in der Champions League passierte. Manchester City wurde von Titelverteidiger Paris Saint-Germain am zweiten Spieltag der Ligaphase beim 2:4 (0:3) streckenweise vorgeführt, der "Guardian" sprach von einem "gebieterischen" Auftritt von PSG, die "Sun" witzelte von einem "traumatisierten" Star-Trainer Guardiola beim Spiel unter dem Motto "Ex and the City".

Für Manchester endete im ersten Champions-League-Spiel seit dem Schuldspruch im beispiellosen Finanzskandal damit eine lange Siegesserie: Die vergangenen acht Spiele hatte das Team gewonnen. "Wir können aus diesem Abend viel lernen", sagte Guardiolas Nachfolger Enzo Maresca: "Selbst wenn wir gegen die beste Mannschaft Europas zwei Gegentore innerhalb von zwei Minuten kassieren, müssen wir weitermachen. Ich versuche, weiterhin von den Spielern zu lernen, schließlich bin ich erst vor drei Monaten dazugestoßen, aber das Gefühl ist im Moment sehr gut."

07:52 Uhr

Marco Reus trifft - und muss trotzdem bangen

Fußball-Superstar Lionel Messi hat mit Inter Miami in der Major League Soccer das erste Zwischenziel erreicht. Der Argentinier steht mit seinem Klub nach dem 2:0 (2:0) gegen den New York City FC fünf Spieltage vor Ende der regulären Saison sicher in den Playoffs der nordamerikanischen Topliga. Messi bereitete den Endstand durch seinen Landsmann und langjährigen Nationalmannschaftskollegen Rodrigo De Paul (45.+5) vor. In der Eastern Conference festigte Meister Miami damit den zweiten Platz.

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Ohne den zuletzt am Oberschenkel verletzten Thomas Müller blieben die Vancouver Whitecaps im vierten Ligaspiel in Folge ohne Sieg. Die Kanadier verteidigten aber erfolgreich ihre knappe Tabellenführung in der Western Conference durch das 0:0 beim Verfolger St. Louis City. Der frühere Nationalspieler Marco Reus muss mit Los Angeles Galaxy, Meister der vorletzten Saison, noch um den Einzug in die Endrunde bangen. Durch das 2:0 (1:0) gegen die Portland Timbers, bei dem der 37-Jährige mit seinem achten Saisontor zur Führung traf (17.), verbesserte sich Galaxy im Westen auf Rang neun.

07:07 Uhr

Ausraster bringt lange Sperre, jetzt schimpft Vini Jr. deswegen

Auf den Ausraster folgt die Aufregung: Real Madrids Stürmerstar Vinicius Junior hat nach seiner Vier-Spiele-Sperre für die spanische Liga kritisiert, dass er davon erst unmittelbar vor dem Champions-League-Spiel bei der AS Rom erfahren hat. Wegen der Sanktion verpasst Vinicius Junior unter anderem den Clásico beim FC Barcelona am 25. Oktober. "Ich glaube, das Urteil kam zu einem schlechten Zeitpunkt. Sie haben den ganzen Tag Zeit dafür gehabt, und ich habe davon bei der Ankunft im Stadion gehört", sagte der 26 Jahre alte Brasilianer nach der Partie.

Auch Trainer José Mourinho monierte, der Zeitpunkt könne einen Einfluss haben. "Fragen Sie das Komitee, warum es das nicht am Morgen getan hat", sagte der Portugiese. Man dürfe nicht vergessen, dass Real ein spanischer Klub sei. "Halten Sie es für normal, dass ein Spieler einer spanischen Mannschaft, der sich auf ein wichtiges und für den spanischen Fußball entscheidendes Spiel vorbereitet, erst zwei Stunden vor Anpfiff von seiner Sperre erfährt?" Der einstige Weltfußballer des Jahres hatte den Platzverweis beim 1:0 von Real gegen den FC Villarreal in der spanischen Liga erhalten.

06:20 Uhr

"Der beste Spieler": Van der Vaart legt bei Brandt 180-Grad-Wende ein

Nach den zuletzt guten Leistungen von Julian Brandt beim niederländischen Traditionsclub Ajax Amsterdam hat der frühere HSV-Profi Rafael van der Vaart seine Kritik abgemildert. "Der ist super. Der ist der beste Spieler von Ajax", sagte der 43-Jährige. Van der Vaart hatte vor einigen Wochen Kritik am 48-maligen deutschen Nationalspieler und ehemaligen Dortmunder geübt, der im Sommer in die Niederlande gewechselt war. Dort habe man gesagt, dass Ajax froh sein könne, dass Brandt dort spielt. Aber van der Vaart glaube auch, dass Brandt über das Engagement froh sein könne. "Er ist zwar eine gute Verstärkung, aber wir müssen nicht dankbar sein, dass er bei Ajax spielt. Wenn wir so tief gesunken sind... Brandt muss froh sein", wurde van der Vaart damals von der "Bild" nach Aussagen beim TV-Sender "NOS" zitiert.

Damals merkte van der Vaart zwar an, dass Brandt ein guter Spieler sei, aber sagte auch, dass Brandt "schon ein bisschen ein Schönwetter-Fußballer" sei. "Ich glaube schon. Aber ich war auch ein Schönwetter-Fußballer", sagte van der Vaart nun. Wenn es kalt geworden wäre, sei es schon ein bisschen schwieriger gewesen, sagte er mit einem Schmunzeln. "Das war eigentlich ein Kompliment, aber nichts Negatives. Der macht das überragend", lobte van der Vaart. Der gebürtige Bremer Brandt kam bislang in jeder Ligapartie zum Einsatz.

05:48 Uhr

BVB-Pleite hinterlässt Kovac selbstkritisch: "Lief nicht so gut"

BVB-Coach Niko Kovac hat eingeräumt, dass seine Fünffach-Rotation in der Champions League beim norwegischen Vizemeister FK Bodö/Glimt mitentscheidend für die erste Saisonniederlage war. Beim 0:1 (0:0) im Norden Norwegens war Borussia Dortmund erst nach einem Vierfach-Wechsel Kovacs nach einer Stunde Spielzeit in Schwung gekommen. "Ich habe die Mannschaft aufgestellt, lief nicht so gut", sagte der BVB-Trainer, der am Tag vor dem Spiel seinen Vertrag bis 2029 verlängert hatte, bei DAZN.

In Serhou Guirassy, Julian Ryerson, Felix Nmecha und Ethan Nwaneri hatte Kovac vier Stammkräfte erst spät gebracht. Fábio Silva, Samuele Inacio, Joey Veerman und Konstantinos Karetsas hatten zuvor enttäuscht. "Wir haben in der ersten Halbzeit die Leidenschaft und die Intensität vermissen lassen, auch den Fußball nicht gespielt, den wir brauchten", kritisierte Kovac. "Wir haben bis zum Rückstand überhaupt nicht stattgefunden." Frederik Sjövold hatte für den norwegischen Vizemeister kurz nach der Pause (52. Minute) entscheidend getroffen. Danach wechselte Kovac. Mit Blick auf die enttäuschenden neuen Spieler in der Startelf fand er ebenfalls klare Worte: "Jeder Einzelne im Kader hat die Möglichkeit zu spielen, auch die Qualität. Das hat heute nicht geklappt. Das muss ich ganz klar sagen."