"Kam mit bösen Absichten"

Schwergewichts-Weltmeister Dubois verprügelt britischen Rivalen gnadenlos

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Anfang vom Ende: Daniel Dubois knallt Fabio Wardley nach wenigen Sekunden einen rechten Cross ans Kinn. (Foto: dpa)
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18.10.2026 | 07:02 Uhr
Vor fünf Monaten liefern sich Daniel Dubois und Fabio Wardley in Manchester eine Blutschlacht über elf Runden. Die Revanche ist deutlich schneller vorbei - weil Dubois seinen britischen Rivalen gnadenlos deklassiert.

Daniel Dubois bleibt Weltmeister im Schwergewicht nach Version des Verbandes WBO: In der O2 Arena von London schlug der 29-jährige Engländer seinen Landsmann Fabio Wardley in Runde zwei durch Technischen K.o. Nach einer Barrage an Schlägen brach Ringrichter Steve Gray das von Anfang an einseitige Duell ab - nahezu zeitgleich warf Wardleys Trainer Ben Davison das Handtuch, um seinem Schützling weitere Prügel zu ersparen.

"Ich kam von Anfang an mit bösen Absichten", sagte Dubois nach dem 24. Sieg seiner Profikarriere (dem 23. vorzeitigen, bei drei Niederlagen). Er wolle jetzt "die großen Kämpfe, die Money-Kämpfe", ließ der Brite an die Adresse seines Promoters Frank Warren wissen. Der versprach für 2027 "Vereinigungskämpfe" gegen die konkurrierenden Weltmeister. Beim WBC ist der Deutsche Agit Kabayel Schwergewichts-Champion, die IBF führt Filip Hrgovic aus Kroatien als Weltmeister - beide stehen wie Dubois bei Warren unter Vertrag. Hrgovic forderte den WBO-Titelträger noch im Ring zu einem Duell im Frühjahr heraus. Dubois könnte aber auch auf den Sieger der "Battle of Britain" zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua am 11. Dezember treffen.

Dubois und Wardley hatten sich vor fünf Monaten einen spektakulären Kampf über elf Runden geliefert, der im Nachgang den Titel "Blutschlacht von Manchester" verliehen bekam. Damals kletterte Dubois als Herausforderer in den Ring und ging in der ersten Runde schon nach 20 Sekunden zu Boden. Nach einem weiteren Niederschlag in Runde drei übernahm Dubois erst ab Runde vier das Kommando. Im elften Durchgang brach der Ringrichter nach einer Vielzahl schwerer Dubois-Treffer das Gefecht ab, um den inzwischen entstellten Wardley vor weiterem Schaden zu bewahren.

Dubois kam nach Pleite gegen Usyk zurück

Dieses Mal lief der Kampf genau anders herum. Dubois eröffnete im Vorwärtsgang und landete nach nur 17 Sekunden eine schwere Rechte, die Wardley in die Knie zwang. Der hatte der technischen Überlegenheit des WBO-Weltmeisters danach nichts mehr entgegenzusetzen. Ringrichter Gray hätte schon in Runde eins nach einer Serie unbeantworteter Treffer abbrechen können.

Wardley - der ohne Amateur-Background Profi wurde - hatte im vergangenen Herbst mit einem Sieg über den Neuseeländer Joseph Parker überraschend die Interims-WM der WBO gewonnen. Weil Schwergewichts-König Oleksandr Usyk den Gürtel wenige Wochen später niederlegte, erklärte der Verband Wardley zum Weltmeister. Seine verbleibenden Titel von WBA, WBC und IBF gab Usyk dann im Juni dieses Jahres ab - so rückte auch Kabayel vom WBC-Interims- zum vollwertigen Champion hoch.

"Daniel ist der Beleg, dass man nach Rückschlägen zurückkommen kann - das werde ich auch", sagte Wardley nach der zweiten Niederlage im 23. Profikampf. Dubois hatte im Sommer 2025 im Londoner Wembley-Stadion einen Revanchekampf gegen den Ukrainer Usyk um alle vier relevanten WM-Gürtel durch K.o. in der fünften Runde verloren.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar